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Hölty-Gymnasium wird als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet

Heute fand am Hölty-Gymnasium eine Titelverleihung statt, bei der die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt. Dies bedeutet, dass das Hölty-Gymnasium nun offiziell Mitglied des Netzwerks Courage aus Berlin ist. Die Veranstaltung fand auf dem Pausenhof des Schulstandorts in Celle statt und wurde von einer Vertreterin des Netzwerks durchgeführt. Sie überreichte das Courage-Schild sowie die Anerkennungsurkunde.

Das Hölty-Gymnasium trat dem Netzwerk bei, um aktiv gegen verschiedene Formen von Diskriminierung wie Rassismus und Antisemitismus vorzugehen. Das Netzwerk Courage setzt sich deutschlandweit für die Bekämpfung von menschenverachtenden Denkweisen ein. Die Initiative zur Bewerbung für den Titel ging von der Schülervertretung des Hölty-Gymnasiums aus.

Im Rahmen des Bewerbungsprozesses musste die Schulgemeinschaft eine Selbstverpflichtung erarbeiten, der sie in einer geheimen Wahl mit großer Mehrheit zustimmte. Zudem konnte Merle Frohms, Bundesligaspielerin des VfL Wolfsburg, Torhüterin der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und ehemalige Schülerin des Hölty-Gymnasiums, als Patin für das Engagement der Schule gegen Rassismus und Antisemitismus gewonnen werden. Merle Frohms nahm heute am Festakt teil.

Die Schulleiterin Monika Nerreter freute sich über diese „besondere Auszeichnung“ und sieht sie als Zeugnis für die Anstrengungen und Toleranz der Schule. Man möchte in der Schule aktiv gegen Rassismus vorgehen und diese Auszeichnung soll nicht nur als Symbol verstanden werden. Es soll eine Kultur des Respekts etabliert werden. Die Schulleiterin betonte, dass die Schule jeden Tag ein Zeichen setzen wolle.

Kai Thomsen vertrat das Netzwerk Courage aus Berlin und übermittelte Grüße von Stefanie Fritzsche, die zuvor eng mit der Schule zusammengearbeitet hatte. Thomsen hob hervor, dass über 360 Schulen in Niedersachsen und über 4000 Schulen in ganz Deutschland den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen. Der Titel stehe für Respekt und Toleranz, jedoch tragen die einzelnen Schülerinnen und Schüler die Schlüssel zum Erfolg in ihren Händen. Bisher sei die Plakette lediglich ein Symbol, das gesamte Projekt müsse nun verankert werden. Er appellierte zudem an alle, dass Veränderungen stets mit kleinen Taten beginnen. Thomsen dankte den Schulsprecherinnen Julia Troanov und Anne Gusic für ihr Engagement und überreichte ihnen im Namen des Netzwerks eine Urkunde.

„Herz und Verstand – am Hölty Hand in Hand!“, so lautete das Motto, mit dem Schülersprecherin Julia Troanov ihre Ansprache begann. Troanov betrachtet die Auszeichnung ebenfalls als etwas Besonderes und als Verpflichtung. Die Schule sei bereits im Vorfeld mit vielen Aktionen auf die unterschiedlichen Kulturen eingegangen. Eine gestärkte Schulgemeinschaft sei elementar wichtig, damit niemand auf sich allein gestellt ist.

Bevor das offizielle Schild enthüllt wurde, wurden die neuen Namen der Pfauen bekanntgegeben. Als „Swag“ und „Yolo“ genannt wurden, löste dies zunächst gemischte Gefühle bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern aus. Troanov versuchte, die Namen mit wohlwollenden Eigenschaften der Pfauen zu verbinden, dennoch wurden die Namen als eigenwillig empfunden.

Es wurden auch Geschenke für die Patin Merle Frohms überreicht, darunter eine Blume, eine Pfauenfeder, ein T-Shirt der Schule und ein Ehren-Schülerausweis mit einem Bild aus ihrer Kindheit. Frohms freute sich sehr über die Geschenke und sprach den Schülerinnen und Schülern Mut zu. Rassismus sei ein wichtiges Thema, betonte Frohms. Sie zog Parallelen zum Fußball und gab den Tipp, gemeinsame Ziele zu setzen und Leitsätze zu definieren. „Dinge müssen direkt angesprochen und auch hinterfragt werden“, fügte sie hinzu.

Mit diesen spontanen Worten fiel der Vorhang und das Schild wurde von Monika Nerreter, Kai Thomsen, Merle Frohms, Julia Troanov und Anne Gusic enthüllt.

Die Veranstaltung wurde von Schülersprecherin Anne Gusic moderiert, während Andreas Hidasi die Projektleitung innehatte.

Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat eine bedeutende symbolische und praktische Bedeutung. Er steht dafür, dass die Schule aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung vorgeht und eine Kultur der Toleranz und des Respekts fördert. Durch den Beitritt zum Netzwerk Courage und die Annahme dieser Auszeichnung verpflichtet sich die Schule dazu, Diskriminierung in all ihren Formen entgegenzuwirken und eine inklusive Gesellschaft zu unterstützen. Der Titel ist eine Anerkennung für das Engagement der Schule und zeigt, dass Bildungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Schaffung einer diskriminierungsfreien und inklusiven Gesellschaft leisten können. Es ist ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts, das allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft Mut und Motivation gibt, aktiv gegen Ungerechtigkeiten einzutreten und für eine gerechte und vielfältige Welt einzustehen.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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