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Fußgesundheit bei Kindern: Gesunde Füße von Kleinauf

  • Service

Für die meisten Eltern ist es ein unglaublicher Augenblick, wenn sie miterleben, wie Kinder ihre ersten Schritte gehen. Zaghaft und wackelig noch am Anfang, dann immer sicherer. Bald schon wollen sie am liebsten die ganze Welt selbst entdecken. Bereits in diesen ersten Jahren können Eltern den Grundstein dafür legen, dass sich die Füße gesund und stark entwickeln können.

So entwickeln sich die Kinderfüße

Der überwiegende Teil der Menschen hat gesunde Füße, wenn er auf die Welt kommt. Fußfehlstellungen, die im Erwachsenenalter bestehen, entwickeln sich also meist im Laufe des Lebens und können oft verhindert werden. Säuglinge und Kleinkinder haben Fußskelette, welche im Gegensatz zu erwachsenen Füßen noch weich und beweglich sind. Erst zum fünften oder sechsten Lebensjahr haben sich Muskulatur, Bänder und Skelett verfestigt. Umso anfälliger ist diese Lebensphase allerdings auch für Verformungen und Schäden. In dem Maße, in dem die Füße sich entwickeln, verändert sich auch die Beinstellung. Kinder haben häufig erst O-Beine und später X-Beine, die sich um das zehnte Lebensjahr herum erst gerade ausrichten. In der Lebensphase, in der Kinder zu X-Beinen neigen, knicken manchmal die Füße nach innen ab und sind nur flach gewölbt. Dies liegt daran, dass Muskulatur und Bindegewebe noch nicht stark genug sind. Diese Fehlstellung, die man auch als Knick-Senkfuß bezeichnet, bildet sich häufig von selbst wieder zurück.

Gründe für Fehlstellungen

Weil bei Kindern die Füße noch so flexibel und formbar sind, ist es besonders wichtig, auf passendes Schuhwerk zu achten. Ist ein Schuh zu klein und drückt, kann das langfristig zu Einschränkungen führen. Viele Eltern probieren beim Anpassen des Schuhs die sogenannte „Daumenprobe“. Das bedeutet, dass man mit dem Daumen vorsichtig vorn auf den Schuh drückt, um zu testen, ob zwischen Zeh und Schuh noch ausreichend Platz ist. Allerdings ziehen viele Kinder bei diesem Vorgang reflexartig ihre Zehen etwas zurück. Sinnvoller ist es daher, den Fuß regelmäßig mit einem Maßband abzumessen. Da Kinderfüße pro Monat zwischen einem und eineinhalb Zentimetern wachsen können, sollte dies regelmäßig wiederholt werden.

Andere Gründe für Fehlstellungen sind Übergewicht und Bewegungsmangel. Nur durch Belastung und regelmäßigen Einsatz werden ausreichend Muskeln im Fuß aufgebaut. Daher spielt es vor allem für die Entwicklung eine große Rolle, nicht nur vor dem Fernseher oder dem Notebook zu sitzen. Auch aus anderen Gründen tut es Kindern gut, sich viel draußen aufzuhalten und in Bewegung zu sein. Eine längere Autofahrt wird deutlich angenehmer, wenn sie von kleinen aktiven Pausen unterbrochen wird. Dies hilft dabei, innerlich ausgeglichen zu bleiben und ein altersgerechtes Körpergewicht zu halten. Ebenso spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. So sind in vielen Kindergetränken ungesunde Stoffe enthalten, die Adipositas begünstigen. Besser ist es, zu stillem Wasser oder ungesüßten Tees zu greifen und dies mit viel frischem Obst und Gemüse zu kombinieren.

Das können Eltern sonst noch tun

Es gibt viele Möglichkeiten, um Kinderfüße wieder zu stärken und einer Fußfehlstellung entgegenzuwirken:

  • Barfußlaufen: Immer dort, wo es möglich ist, sollte man barfuß gehen. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Barfußlaufen kräftigt die Fußmuskulatur und dehnt Sehnen und Bänder. Wenn Ihr Kind auf verschiedenen Untergründen läuft, wird zusätzlich noch das Gleichgewicht trainiert.
  • Fußgymnastik: Spezielle Übungen zur Kräftigung und Stärkung der Fußmuskulatur sind unkompliziert und können auch spielerisch in den Alltag integriert werden. Übungen für starke Füße lassen sich immer und überall durchführen. Kinder kann man dazu ermutigen, Spielzeug als Hilfsmittel zu verwenden. Eine effektive Übung ist es beispielsweise, eine Murmel oder einen kleinen Gegenstand mit den Zehen aufzuheben.
  • Massagen: Zur Fußhygiene gehört es, die Füße zu waschen, gut abzutrocknen und bei Bedarf einzucremen. Zusätzlich können Sie den Füßen Ihrer Kinder noch etwas Aufmerksamkeit schenken, indem Sie sie mit Massagen verwöhnen. Diese helfen dabei, die Füße insgesamt mehr zu spüren und Verkrampfungen sanft zu lösen.

Fazit: Kinderfüße brauchen Aufmerksamkeit

Die ersten Lebensjahre sind in Bezug auf viele spätere Entwicklungen besonders wichtig. Dies betrifft auch die Gesundheit der Füße. So ist es wichtig, schon früh den Grundstein für starke, gesunde und flexible Füße zu legen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass Ihre Kleinen möglichst viel barfuß gehen. Beim Tragen von Schuhen kommt es darauf an, dass diese gut passen und ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglichen. Wird eine Fußfehlstellung bemerkt oder vermutet, gilt es, so schnell es geht eine ärztliche Meinung einzuholen. In vielen Fällen ist es möglich, dass die Füße sich mit etwas Unterstützung dennoch gut entwickeln. Je früher diese Hilfe aber angeboten ist, umso besser.

Foto: Pexels / Pixabay

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