Grundschule Adelheidsdorf feiert 90-jähriges Jubiläum und Einweihung des Dachgeschosses
Die Grundschule Adelheidsdorf hat am Freitag gleich zwei Anlässe gefeiert: das 90-jährige Bestehen der Schule und die offizielle Einweihung des neu ausgebauten Dachgeschosses. Vormittags fand eine Feierstunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Schule und Gemeinde statt. Am Nachmittag schloss sich ein Schulfest mit Spiel- und Mitmachaktionen für Kinder sowie kulinarischen Angeboten für die ganze Dorfgemeinschaft an. Mit der Einweihung ist ein Mammutprojekt abgeschlossen worden, das sich über mehrere Jahre hingezogen hatte. 2,7 Millionen Euro sind investiert worden, 500.000 Euro Fördergelder konnten dafür eingeworben werden.















Rektor Torsten Draeger eröffnete die Feier und begrüßte sowohl die zahlreichen Gäste und natürlich auch die Schülerinnen und Schüler. Gerade noch rechtzeitig vor dem Termin am Freitag ist der Parkplatz fertiggestellt worden. „Sonst hätte die Feier nicht stattfinden können“, so der Rektor augenzwinkernd. „Das ist das, was wirklich brauchen. Ich hoffe, dass die neuen Räume das bringen, was ich mir erhoffe“, fasste Torsten Draeger mit Blick auf die hinzu gekommenen Räume zusammen.
Rückblick auf 90 Jahre Schulgeschichte
In ihrer Rede erinnerte Claudia Sommer, Verwaltungsleiterin der Samtgemeinde, an die Entwicklung der Schule. 1935 als Volksschule gegründet, habe das Gebäude immer wieder Modernisierungen und Erweiterungen erfahren. „Die Idee war aber immer die gleiche: Wir lernen das Lernen“, sagte Sommer und verwies auf die jüngsten baulichen Veränderungen. „Die letzten Jahre waren für die Schule eine richtige Reise. 2017 haben wir gemerkt: Es wird eng – zu viele Kinder für zu wenige Räume. Zunächst musste man improvisieren und zwei kleine Nebenräume zu einem Klassenzimmer zusammenlegen. Doch klar war: Eine dauerhafte Lösung musste her.“
2018 begann die umfassende Modernisierung. Dazu zählten eine Sanierung des Erdgeschosses, neue Elektrik, bessere Beleuchtung, Schallschutzmaßnahmen und ein barrierefreier Zugang. Schließlich sei die Entscheidung gefallen, das Dachgeschoss auszubauen, um dort moderne Räume für Lehrkräfte und Verwaltung zu schaffen.
Auch der Aspekt Nachhaltigkeit habe eine wichtige Rolle gespielt. So seien energieeffiziente Beleuchtungssysteme eingebaut worden, und es sei sogar eine Versorgung über eine Biogasanlage geprüft worden. Zahlreiche Fördermittel des Landes Niedersachsen hätten die Finanzierung unterstützt.
„Heute können wir sagen: Die Grundschule Adelheidsdorf ist fit für die Zukunft. Moderne Klassenzimmer, digitale Technik, bessere Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte – all das schafft eine gute Lernumgebung“, so Sommer. „Nur durch das gemeinsame Engagement aller Beiteiligten konnte die Schule so zukunftsfähig werden“, betonte Sommer.
Interaktives Quiz für die Kinder
Zum Abschluss Ihres Redebeitrags moderierte Sommer ein interaktives Quiz mit Fragen rund um die Schule. Die Kinder machten begeistert mit. Unter anderem wurde gefragt, wie alt die Schule geworden ist, wie der Schulleiter heißt und was es auf dem Schulhof gibt. Und die Frage, ob es in Adelheidsdorf mehr Pferde als Kängurus gebe, konnten die Kinder auch locker beantworten. Mit humorvollen Kommentaren sorgte Sommer dafür, dass die Feier einen lebendigen und unterhaltsamen Rahmen bekam.
Ausblick und Bedeutung für die Gemeinde
Kai-Oliver Schwettmann, Vorsitzender des Schulelternrats, hob in seiner Rede hervor, dass eine Schule nicht nur ein Ort des Lernens sei, sondern auch ein sozialer Mittelpunkt, an dem Freundschaften entstehen und Persönlichkeiten wachsen. Die getätigten Investitionen seien keine Selbstverständlichkeit. Sie seien aber ein Bekenntnis zum Standort Adelheidsdorf. Er übergab einen Baum als Geschenk, der künftig auf dem Schulgelände stehen und an den Festtag erinnern soll. Bürgermeisterin Heike Behrens sieht in den Investitionen ein Versprechen an die Kinder und die kommenden Generationen.
Der ehemalige Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube wurde mit großem Applaus begrüßt. Er betonte, dass die Gemeinde gut beraten war, in die Schule zu investieren. Zu den früheren Überlegungen den Schulstandort zu schließen bezeichnete er als „undenkbar“ in gegenwärtiger Situation. „Nun können wir in Ruhe und Würde alt werden“, so Grube. Es könne nur eine Katastrophe werden, wenn man nicht lernen wolle. Es gelte, natürliche Intelligenz zu fördern und mit Rücksicht und Vorsicht miteinander zu leben.
Die Feierstunde wurde umrahmt mit Gesangseinlagen verschiedener Klassen, mit sogenannten Flachwitzeinlagen und einem witzigen Sketch aus dem hoffentlich nicht realen Schulalltag. Zu Beginn der Veranstaltung hieß es sogar: „Schule ist mehr, mehr Wissen als vorher.“ Wie wahr.
Das Schulfest am Nachmittag bot der gesamten Dorfgemeinschaft Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen, gemeinsam zu feiern und die lange Geschichte der Schule zu würdigen.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
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