Vorsorge entlastet Angehörige: Vortrag über Bestattungsvorsorge beim Info-Nachmittag des SoVD Ortsverbandes Nienhagen stößt auf großes Interesse
Auch wenn das Thema Tod gern verdrängt wird, betrifft es doch jeden Menschen. Es ist daher gut sich vorher Gedanken zu machen, wirft aber auch viele Fragen auf. Dies hat auch der SoVD Ortsverband Nienhagen erkannt und Malte Katanic, Inhaber des Bestattungsinstituts Schacht aus Wathlingen, eingeladen. Fast 80 interessierte Mitglieder und Gäste konnte Gisela Janßen, stellvertretende Vorsitzende des SoVD Nienhagen, an diesem Nachmittag im Hagensaal Nienhagen. begrüßen.




Zu Beginn stellte sich Malte Katanic den Anwesenden vor und gewährte einen kurzen Einblick in sein Unternehmen. Im Anschluss daran informierte er ausführlich über verschiedene Bestattungsarten, darunter Erd-, Feuer- und Seebestattungen. Dabei erläuterte er nicht nur die jeweiligen Abläufe, sondern ging auch auf die damit verbundenen Kosten ein. Diese können – wie er erklärte – je nach Bestattungsform sowie nach Umfang der Trauerfeier stark variieren. Bei einer klassischen Grabstätte mit Einfassung und Grabstein entstehen neben den eigentlichen Bestattungskosten beispielsweise zusätzliche Friedhofsgebühren sowie Ausgaben für einen Steinmetz.
Darüber hinaus wies Malte Katanic darauf hin, dass in Deutschland jedes Bundesland über eigene Bestattungsgesetze verfügt. Während in einigen Bundesländern inzwischen kein Friedhofszwang mehr besteht, gilt weiterhin grundsätzlich eine Bestattungspflicht. Abschließend erklärte er, dass er sich regelmäßig über den Bestatterverband informiert, um stets über aktuelle gesetzliche Regelungen und Entwicklungen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum, die Katanic während seines Vortrags beantwortete, machten deutlich, wie groß doch das Interesse an diesem Thema ist
Im Mittelpunkt seines Vortrags stand zudem die Vorsorge: „Bereits zu Lebzeiten festzulegen, wie die eigene Bestattung einmal ablaufen soll, kann für Hinterbliebene eine große Erleichterung bedeuten“, erklärte Katanic. Wenn Wünsche frühzeitig festgehalten werden, entlaste dies Angehörige sowohl organisatorisch als auch finanziell. Möglichkeiten der finanziellen Vorsorge seien unter anderem eine Sterbegeldversicherung, ein Treuhandkonto oder ein Bestattungsvorsorgevertrag. Auch wenn es vielen Menschen schwerfalle, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen, spreche vieles dafür, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Eine Bestattungsverfügung oder ein Vorsorgevertrag ermögliche es, persönliche Wünsche festzuhalten und den eigenen Abschied individuell zu gestalten.
Ein weiteres Anliegen war dem Referenten die Sensibilisierung für sogenannte Enkel- und Telefonbetrügereien, die derzeit wieder stark zunehmen. In diesem Zusammenhang riet er unter anderem dazu, bei öffentlichen Todesanzeigen auf die Veröffentlichung der Adresse zu verzichten. Ebenso empfahl er, frühzeitig eine rechtliche Betreuung festzulegen sowie eine Patientenverfügung zu erstellen und zu hinterlegen. Einfühlsam beantwortete Malte Katanic im Anschluss die zahlreichen Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.
Nach dem informativen Vortrag blieb noch Zeit für Gespräche. Für die gemütliche Atmosphäre sorgten außerdem Angela und Günter Stremmel, die die Besucherinnen und Besucher mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet verwöhnten. Die Anwesenden ließen sich die vielen leckeren Kuchensorten der Bäckerei Stremmel schmecken – ein süßer Ausklang eines nachdenklichen, aber sehr informativen Nachmittages.
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Fotos: Gisela Janßen
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