Entwichener Gefangener aus JVA Celle in Italien festgenommen
Der Strafgefangene der Justizvollzugsanstalt Celle, der am 16. Juni während eines begleiteten Ausgangs in Peine geflüchtet war, ist festgenommen worden. Das teilte das Niedersächsische Justizministerium am Donnerstag mit.
Demnach wurde der 42-Jährige in der italienischen Region Venetien aufgegriffen. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Festnahme wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
Der Mann war am Dienstag während eines begleiteten Ausgangs aus der Aufsicht der Justizvollzugsanstalt Celle entwichen. Nach Angaben des Justizministeriums hatte er sich gemeinsam mit einem Bediensteten an der Wohnanschrift seiner Mutter in Peine aufgehalten. Gegen 14.30 Uhr nutzte er nach bisherigen Erkenntnissen einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um sich mit einem dort abgestellten Motorrad zu entfernen.
Die unmittelbar eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen blieben zunächst ohne Erfolg. Der Strafgefangene galt seitdem als flüchtig.
Der 42-Jährige verbüßt seit dem 28. Oktober 2010 eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim hatte zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die zuständige Strafvollstreckungskammer setzte im Mai 2025 eine Mindestverbüßungsdauer von insgesamt 19 Jahren fest.
Nach Angaben des Niedersächsischen Justizministeriums handelte es sich bei dem Ausgang am 16. Juni um den 38. begleiteten Ausgang des Gefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge waren ohne Beanstandungen verlaufen.
Zur Festnahme erklärte Niedersachsens Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann: „Ich bedanke mich bei allen beteiligten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren Einsatz.“
Weitere Informationen zum Ablauf der Festnahme und zum weiteren Verfahren liegen derzeit nicht vor.
Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse
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