Wahlplakate: WG unterstützt Antrag der Linken
Die mit dem Antrag der Partei „Die Linke“ angestoßene Debatte um die Plakatierung im öffentlichen Straßenraum im Zuge des Kommunalwahlkampfs wird grundsätzlich durch die Wählergemeinschaft Celle e.V. (WG) befürwortet.
„Der Antrag der Linken und insbesondere die Begründung ist nachvollziehbar und richtig. Dem kann man eigentlich nichts hinzufügen, sofern es sich rein um die Plakatierung dreht.“, erklärt Ratsherr Torsten Schoeps die Unterstützung der WG.
Fraktionsgeschäftsführer Kai Peters erklärt das Aber: „Die Linken haben einen grundsätzlich guten Antrag gestellt, dabei aber aus unserer Sicht zwei wesentliche Dinge nicht beachtet. Zum einen verfügen Wählergruppierungen wie wir, die rein lokal agieren und über keine Parteistruktur und -gelder im Hintergrund verfügen, über noch weniger Möglichkeiten im Wahlkampf zu bestehen als die etablierten Parteien. Zum Anderen würde sich aus unserer Sicht der Wahlkampf vom ‚Krieg um die Laternen‘ lediglich verlagern zu einem Kampf um KI und Social Media.“
Im Kommunalwahlkampf werden die Plakate vornehmlich von engagierten und ehrenamtlichen Unterstützern sowie Freunden und Familie, oftmals abends nach Feierabend oder am Wochenende, aufgehangen. Gleichzeitig stimmt nach Meinung von Schoeps und Peters die von der Linken gemachte Beobachtung von teils mit 4 Plakaten gleichzeitig regelrecht zugehangenen Laternen.
„Inwieweit der oder die geneigte Wähler*in dem dann noch Aufmerksamkeit schenken kann, sei mal dahingestellt. Eine Entlastung für Freunde, Familie und Unterstützer als auch die Umwelt wäre der Vorschlag der Linken allemal.“, bekräftigt Schoeps.
„Letztendlich wird sich der Wahlkampf dann vermehrt auf Social Media verlagern. Und auch hier sind die etablierten Parteien gegenüber regionalen Wählergruppierungen sowohl finanziell als auch von der Reichweite und den Personalressourcen klar im Vorteil. Am Ende muss man so oder so mit einer überzeugenden Programmatik und Köpfen die Wähler*innen gewinnen, nicht anhand der Anzahl der Plakate.“, zeigt sich Peters realistisch. „Nichtsdestotrotz halten wir den Antrag der Linken für unterstützenswert – unsere Freunde, Familien und Unterstützer würden es uns danken.“
Torsten Schoeps findet insbesondere die Idee der Linken gut, an zentralen Standorten ausreichend große Plakatwände zu errichten, an denen alle zur Wahl zugelassenen Personen, Parteien oder Wählergruppierungen den gleich großen Platz erhalten.
„Das gab es meiner Erinnerung nach bereits in den 1990er Jahren hier in Celle, und hat auch keinem geschadet.“, so Schoeps.
Letztendlich sollte nicht die Finanzkraft, sondern die Überzeugungskraft entscheidend für den Wahlerfolg sein.
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