Freitag, 11. September 2026

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Blues in Scharnhorst: Gut 600 Gäste feiern für den guten Zweck

Livemusik, sommerliche Atmosphäre und gemeinsames Engagement für den guten Zweck: Am gestrigen Samstag verwandelte sich der Südheidehof in Scharnhorst bei Eschede erneut in eine Open-Air-Bühne. Beim Benefizfestival „Blues in Scharnhorst“ sorgten vier Bands für mehrere Stunden handgemachte Musik. Der Eintritt war frei, die Erlöse des Abends kommen Plan International Deutschland zugute.

Bereits am frühen Abend füllte sich das Gelände auf dem Südheidehof von Rudolf Peters. Eine genaue Besucherzählung gibt es bei der Veranstaltung nicht. Peters rechnet jedoch damit, dass auch in diesem Jahr wieder gut 600 Gäste den Weg nach Scharnhorst gefunden haben. Damit bestätigte sich erneut die große Resonanz, die das Benefizfestival inzwischen in der Region erfährt.

Seit seiner Premiere im Jahr 2019 hat sich „Blues in Scharnhorst“ zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Region entwickelt. Was vergleichsweise klein begann, zieht mittlerweile nicht nur Musikfreunde aus dem Landkreis Celle, sondern auch Bands aus anderen Teilen Norddeutschlands an.

Für das musikalische Programm standen in diesem Jahr Funkbude aus Hamburg, Five By Five aus Hildesheim, Mama’s Cooking aus Celle und die Celler Bluesrockband Stars in Bars auf der Bühne. Funk, Soul, Blues, Country, Americana und Rock sorgten dabei für ein abwechslungsreiches Programm und ausgelassene Stimmung auf dem Südheidehof.

Bemerkenswert ist, dass sämtliche Musiker auf eine Gage verzichten. Das war zu Beginn des Festivals keineswegs selbstverständlich. In den Anfangsjahren mussten die Organisatoren noch Bands dafür gewinnen, unentgeltlich in Scharnhorst aufzutreten. Das hat sich inzwischen geändert. „Inzwischen ist es so, dass die Bands sagen: Wir wollen auch mal“, berichtete Peters im Gespräch mit Celler-Presse.de. Alle Musiker spielen für den guten Zweck und unterstützen damit unmittelbar den Benefizgedanken der Veranstaltung.

Erlös geht an Plan International

Denn bei „Blues in Scharnhorst“ steht neben der Musik vor allem das soziale Engagement im Mittelpunkt. Der Überschuss der Veranstaltung wird an Plan International Deutschland in Hamburg gespendet. Die Einnahmen entstehen hauptsächlich durch den Verkauf von Speisen und Getränken sowie durch die Unterstützung von Sponsoren und Werbepartnern.

Für das leibliche Wohl der Besucher war auch diesmal gesorgt. Neben Gegrilltem wurden unter anderem Laugenstangen und Baguettes angeboten, dazu gab es Bier, Wein und weitere Getränke. Auch regionale Unternehmen unterstützen das Benefizfestival. Für die auf dem Veranstaltungsgelände präsentierten Werbebanner zahlen die Unterstützer nach Angaben von Peters zwischen 100 und 300 Euro.

Wie hoch die diesjährige Spendensumme ausfallen wird, stand am Samstagabend noch nicht fest. In den vergangenen beiden Jahren kamen jeweils rund 6.000 Euro zusammen. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben von Peters etwa 6.200 Euro.

„Wir wissen am Ende genau, wie viel Einnahmen wir haben, wie viel für Einkäufe und Gebühren herausgegangen ist, und der Rest geht nach Hamburg“, erläuterte Peters. Für ihn selbst bleibt von den Einnahmen nichts übrig. Vielmehr investiert der Gastgeber auch privat immer wieder in die Ausstattung, die für das Festival benötigt wird.

Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Celler Aktionsgruppe von Plan International. Hinzu kommen regionale Unternehmen und Sponsoren. Auch CeBus unterstützte das Festival erneut mit einem kostenlosen Shuttle und sorgte damit für eine unkomplizierte Verbindung zur Veranstaltung und zurück.

Musik und Engagement gehören zusammen

Für die Celler Aktionsgruppe von Plan International ist das Festival eine besondere Möglichkeit, Spenden zu sammeln und zugleich auf die Arbeit der Hilfsorganisation aufmerksam zu machen. Statt ausschließlich mit der klassischen Spendendose unterwegs zu sein, verbindet „Blues in Scharnhorst“ soziales Engagement mit einem gemeinsamen musikalischen Erlebnis.

Dass das Konzept funktioniert, zeigt die Entwicklung seit 2019. Während die Organisatoren anfangs noch selbst intensiv nach Bands suchen mussten, hat sich der Ruf der Veranstaltung inzwischen herumgesprochen. Musiker melden sich mittlerweile selbst und möchten Teil des Benefizfestivals werden – obwohl es keine Gage gibt.

So wurde der Südheidehof auch am Samstag wieder für einige Stunden zum Treffpunkt für Musikfreunde aus der Region. Gut 600 Gäste, vier Bands, zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer sowie ein gemeinsames Ziel prägten den Abend: mit Musik und Gemeinschaft möglichst viel für den guten Zweck zu erreichen.

Wie viel am Ende tatsächlich für Plan International zusammengekommen ist, wird sich nach der endgültigen Abrechnung zeigen.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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