Samstag, 10. Oktober 2026

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Die Landratskandidaten im Überblick

Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Celle stehen vor einer wichtigen Weichenstellung für die kommenden Jahre. Neben Amtsinhaber Axel Flader (CDU) und Olaf Schauer (Bündnis 90/Die Grünen) tritt auch Thomas Wamser als parteiloser Einzelkandidat zur Wahl an. Wir haben die Bewerber gebeten, sich persönlich vorzustellen und ihre Pläne für die Zukunft unseres Landkreises zu erläutern.

Kandidaten-Vorstellung Landratswahl:

Axel Flader (CDU) – Amtsinhaber

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

seit 2021 darf ich als Ihr Landrat Verantwortung für diesen wunderschönen Landkreis übernehmen. Diese Aufgabe hat mich in den vergangenen fünf Jahren durch ganz unterschiedliche Herausforderungen geführt, von der Corona-Pandemie über das Weihnachtshochwasser bis zu den Folgen des Ukrainekriegs. Gemeinsam mit meinem Team in der Kreisverwaltung haben wir diese Zeit der Herausforderungen gut gemeistert, und ich habe das gern getan. Nun werbe ich erneut um Ihr Vertrauen.

Was qualifiziert mich für dieses Amt:

  • Seit über 25 Jahre arbeite ich als Führungskraft – als Geschäftsführer beim Deutschen Roten Kreuz Celle, als Bürgermeister der Gemeinde Südheide und jetzt als Landrat des Landkreises Celle.
  • Als „Landrat für alle“ stehe ich für Kontinuität und Stabilität und arbeite politisch neutral und fachkompetent in dieser Funktion.
  • Sie kennen mich. Ich bin nah bei den Menschen und versuche zu harmonisieren und Brücken zu bauen, um gute Ergebnisse für alle zu erreichen.

Das waren und sind meine Ziele:

  • Eine gut aufgestellte Gesundheitsregion, u. a. Erhalt und Ausbau des AKH Celle
  • Gute Schulen und eine moderne Schulinfrastruktur im gesamten Landkreis
  • Erfolge beim Klimaschutz vor Ort – bereits erreicht Photovoltaik, kommunale Wärmeplanung, Geothermie für die Kreisverwaltung
  • Verlässlicher Ausbau von Katastrophen- und Zivilschutz, Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung
  • Enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen und Unternehmen für nachhaltiges Wachstum

Bitte schenken Sie mir weiterhin Ihr Vertrauen und geben Sie mir bei der Landratswahl am 13.09. Ihre Stimme.

Herzliche Grüße
Ihr Landrat
Axel Flader

Olaf Schauer (Bündnis 90/Die Grünen)

Der Landkreis Celle braucht mehr Bewegung in zentralen Themen – Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Klimaschutz als Bevölkerungsschutz, um nur einige zu nennen. Und diese Themen möchte ich gemeinsam mit der Politik jenseits von Parteiinteressen für die Menschen im Landkreis aktiv angehen. Deshalb ist „Hinschauen und handeln“ mein Wahlspruch.

Beim Thema Gesundheit liegt mir besonders unser AKH am Herzen. Wir brauchen ein leistungsfähiges Krankenhaus und die bestmögliche Notfallversorgung vor Ort. Aber das AKH muss auch wirtschaftlich gesunden, denn die Millionenzuschüsse aus dem Kreis in den letzten Jahren fehlen den Kommunen an anderer Stelle schmerzlich. Neben Bund und Land müssen auch wir selbst unsere Hausaufgaben machen. Indem wir Strukturen ändern – etwa durch mehr Fachleute und weniger Politik im Aufsichtsrat. Indem wir medizinische Schwerpunkte entwickeln in Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen. Und indem wir mehr Transparenz schaffen und uns als Kreis eindeutig zum AKH bekennen durch eine kommunale Trägerschaft. Parallel dazu muss der Rettungsdienst weiter ausgebaut und die medizinische Versorgung auf dem Land sichergestellt und modernisiert werden.

Was die Fortbewegung angeht braucht es dringend neue Impulse und Alternativen zur Abhängigkeit vom Auto, das ein wichtiger Baustein der Mobilität bleiben wird. Immer mehr Menschen wollen oder können sich kein Auto leisten. Hier gilt es den öffentlichen Nahverkehr auch über die Kreisgrenzen auszubauen. Vor allem um ein Angebot zu schaffen für die 25.000 Pendler, die den Kreis jeden Tag verlassen, um zur Arbeit zu kommen. Ergänzende Angebote wie Car-Sharing oder Rufbusse und Sammeltaxen ermöglichen passgenaue Lösungen für die Bedürfnisse der Menschen.

Für die Wirtschaft müssen insbesondere Digitalisierung und Bürokratieabbau in der Verwaltung werden. Dabei will ich die Mitarbeitenden ermutigen, ihre Ermessensspielräume auszuschöpfen, Gewohntes zu hinterfragen, von anderen zu lernen und auszuprobieren. Und auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Celle kann noch verbessert werden. So können wir gemeinsam eine modernere Verwaltung weiterentwickeln, die zuverlässiger Dienstleister auf Augenhöhe für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger ist.

Klimaschutz kann ebenfalls nicht verschoben werden, schon aus Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Ich werde mich dafür einsetzen, das Ziel einer klimaneutralen Verwaltung bis 2035 zu erreichen, denn der Landkreis muss hier Vorbild sein und ermutigen. Wir müssen gemeinsam die richtigen Prioritäten setzen und Menschen und Unternehmen mitnehmen, damit sie sich weiter im Klimaschutz zu engagieren, um die Klimafolgen abzumildern. Die bereits spürbaren Folgen wie zunehmende Hitze und Hochwasser werden zwei zentrale Themen bei meiner künftigen Arbeit sein. Dazu zählt auch der Schutz unseres Grundwassers als Trinkwasser. Hier gilt es tragfähige Zukunftslösungen mit allen Beteiligten zu erarbeiten und die Landwirtschaft bei notwendigen Anpassungen zu unterstützen.

Die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen für das Amt bringe ich aus meiner langen beruflichen Praxis mit. Eine kaufmännische Ausbildung und das Betriebswirtschaftsstudium bilden die Grundlage für wirtschaftliches Denken und Handeln. Die kommunale Verwaltung konnte ich in den vergangenen Jahren nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch in einer Kommune kennenlernen. Ich kann auf langjährige Erfahrung als Führungskraft zurückblicken, kenne als Personalrat aber auch die Perspektive der Mitarbeitenden. Ich bin politisch nicht in alten Strukturen verhaftet, was mir größtmöglichen Handlungsspielraum und einen offenen Blick in alle Richtungen gibt.

Ich werde dafür werben, dass wir all diese und die anderen wichtigen Themen gemeinsam und ohne althergebrachtes Lagerdenken angehen um gute Lösungen für die Menschen vor Ort zu finden. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt ist das Rückgrat unserer Demokratie. Für diesen Weg bitte ich die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis um ihr Vertrauen und ihre Stimme.

Thomas Wamser (Parteiloser Einzelkandidat)

Warum sollte man für mich stimmen?

Ich kandidiere als Landrat, weil ich glaube, dass unser Landkreis frische Ideen von außen braucht. Ich komme nicht aus der üblichen Politik, sondern aus der Praxis. Als Unternehmer und Geschäftsführer übernehme ich Verantwortung. Ich treffe Entscheidungen und suche auch dann nach Lösungen, wenn es schwierig wird.

Ich behaupte nicht, von Anfang an alles besser zu wissen.
Im Gegenteil. Wer Verantwortung übernehmen will, muss zuerst zuhören und verstehen. Deshalb möchte ich mit den Menschen sprechen, die unseren Landkreis jeden Tag gestalten. Dazu gehören die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, genauso wie Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden, Wirtschaft, Vereine, Ehrenamtliche und die Politik.

Ich will eine Kreisverwaltung, die man als verlässlichen Partner sieht.
Dafür sind für mich klare und verbindliche Kommunikation wichtig, nachvollziehbare Abläufe und eine Digitalisierung, die die Arbeit wirklich leichter macht und den Menschen etwas bringt. Nicht alles, was es heute gibt, muss man ändern. Aber wo etwas besser laufen kann, sollten wir uns trauen, es zusammen anzugehen.

Ich trete ohne Parteizugehörigkeit an, aber nicht gegen Parteien.
Parteien und verschiedene politische Meinungen sind Teil unserer Demokratie. Für mich sollte eine gute Idee nicht daran scheitern, von wem sie stammt. Als Landrat will ich Brücken bauen und mit allen demokratischen Kräften gut zusammenarbeiten.

Im Wahlkampf mache ich bewusst keine Versprechen, bei denen ich heute nicht sicher sagen kann, ob sie sich wirklich umsetzen lassen.
Das klingt vielleicht weniger spannend. Für mich ist es aber eine Frage der Ehrlichkeit. Ich sage lieber offen, was ich noch nicht weiß. Ich höre den Menschen zu und arbeite dann an guten Lösungen.

Warum sollte man also Thomas Wamser wählen?
Weil ich mit einem unabhängigen Blick komme. Weil ich Verantwortung aus der Praxis kenne. Weil ich erst zuhören will, bevor ich entscheide. Und weil ich glaube, dass wir Stadt und Landkreis, Verwaltung, Politik und Menschen nicht gegeneinander, sondern zusammen sehen müssen.

Anders. Neu. Parteilos.

Redaktion
Celler Presse

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