BÜFE-Dorfgespräch zum Mauerfall vor 30 Jahren

Wann:
8. November 2019 um 19:00 – 21:00
2019-11-08T19:00:00+01:00
2019-11-08T21:00:00+01:00
Wo:
Christophorushaus
Osterstraße 3b
29348 Eschede
Preis:
Kostenlos

Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, ganz plötzlich herrschte Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Nach 28 Jahren Teilung lagen sich in der Nacht auf dem Westberliner Kudamm wildfremde Menschen in den Armen. Sekt und Freudentränen flossen, es war Emotion pur. In einem „Dorfgespräch” wollen die „Bürger für Eschede” (BÜFE) am Freitag, 8. November, um 19 Uhr im Christophorushaus an der Osterstraße in Eschede auf das Ereignis vor drei Jahrzehnten zurückblicken.
Zu Wort kommen sollen ehemalige Ossis, deren Leben mit dem Ende der deutschen Teilung eine ganz andere Richtung einschlug. Berichten sollen aber auch Einheimische, wie sie die spannende Tage und Wochen der Wende in Eschedes Dörfern miterlebten. Und wie sehen es die Jüngeren, die ihre Kindheit in der DDR verbrachten oder sie nur noch aus Erzählungen kennen? Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, gewünscht wird eine lebendige Diskussion.
Mit dem Mauerfall war auch die innerdeutsche Grenze kein Hindernis mehr. Innerhalb weniger Tage entstanden ruckzuck viele neue Grenzübergänge, ganz spontan, ohne lange Planung. Trabbis und Wartburgs rollten in langen Kolonnen durch Eschede ins Celler Land. Rathäuser und Postämter zahlten Begrüßungsgelder aus, auch am Sonntag. Die Läden hatten Hochkonjunktur, denn mit der D-Mark testeten die DDR-Bürger gleich, was der Westen zu bieten hatte.
Ein knappes Jahr später war die DDR Geschichte. Am 3. Oktober 1990 wurde der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen. Willy Brandt prägte den Satz: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.” Helmut Kohl prophezeite den neuen Bundesländern „blühende Landschaften”. Doch die Einheit ist längst nicht vollendet.

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