Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel

Wann:
13. August 2020 um 8:00 – 16:00
2020-08-13T08:00:00+02:00
2020-08-13T16:00:00+02:00
Wo:
Stadtarchiv Celle
Westerceller Str. 4
29227 Celle
Preis:
Kostenlos
Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel @ Stadtarchiv Celle

Im Stadtarchiv Celle ist die Ausstellung „Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel“ zu sehen. Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung beleuchtet die Ausstellung die tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Wandlungsprozesse, mit denen sich die Bürger der ehemaligen DDR im Zuge der Vereinigung beider deutschen Staaten konfrontiert sahen.

Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Die Ausstellungskonzeption sowie die Texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, sowie Infografiken zur deutschen Einheit vom Hamburger Unternehmen Statista ergänzen die Schau.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit. Im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Schau thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Die Schau erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Herausgeber von „Umbruch Ost“ sind die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Ostbeauftragte der Bundesregierung, die zur Jahreswende 2019/2020 2.500 Exemplare der Schau als Poster-Set hatten drucken lassen.

Die Ausstellung wird im Stadtarchiv bis zum Jahresende zu sehen sein. Sie kann während der Öffnungszeiten, also am Montag und Dienstag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr und am Donnerstag in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr, besucht werden.