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Düngeverordnung: Verursachergerechtigkeit im Gewässerschutz effektiv umsetzen

DEUTSCHLAND. Anlässlich der Amtschef- und Umweltministerkonferenz von 11. bis 13. Mai 2022 in Wilhelmshaven fordert der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, das europäische Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland endlich zu beenden.

„Nach den umfassenden und weitreichenden Änderungen des Düngerechts und den bereits sichtbaren Wirkungen des neuen Düngerechts erwarten die Landwirte jetzt Planungssicherheit. Baustellen bleiben die differenzierte Abgrenzung der Gebiete und der lange verzögerte Ausbau des Messnetzes. Wir erwarten nun eine bundesweite Umsetzung einer verpflichtenden, kleinräumigen und präzisen Binnendifferenzierung der roten Gebiete. Die im Entwurf der AVV vorgesehenen Übergangsfristen für die Binnendifferenzierung und die Verdichtung des Messnetzes sind aus landwirtschaftlicher Sicht zu lang bemessen. Ferner müssen im Sinne der Verursachergerechtigkeit und Fairness diejenigen Landwirte von den zusätzlichen Auflagen ausgenommen werden, die anhand von Nährstoffbilanzen eine gewässerschonende Wirtschaftsweise belegen können. Eine solche fachlich begründete einzelbetriebliche Betrachtung wurde von der EU-Kommission nicht in Frage gestellt und muss kurzfristig geschaffen werden.“

Am Rande der Umweltkonferenz wird der Deutsche Bauernverband gemeinsam mit dem Landvolk Niedersachsen und Verbänden der Weidetierhaltung auf die prekäre Situation im Zuge der Ausbreitung des Wolfes aufmerksam machen. Zuletzt fast 4.000 Wolfsrisse an Weidetieren im Jahr 2020 zeigen den dringenden Handlungsbedarf für ein aktives Wolfsmanagement.

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Foto: barskefranck / Pixabay

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