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Bündnis gegen Rechts und Gewerkschaften erinnern an Reichspogromnacht und aktuellen Rassismus

SOLTAU. Zum zweiten Mal gingen Gewerkschaften und das kreisweite Bündnis-gegen-Rechts am Jahrestag der Reichspogromnacht auf die Straße. Vor dem Haus Marktstraße 8 in Soltau, aus dem 1938 die jüdische Familie Lennhoff von bürgerlichen SoltauerInnen vertrieben wurde, stellten die InitiatorInnen symbolisch einen großen kreativgestalteten Stolperstein auf.

Mit alten Fotos und einer Beschreibung der Zerstörung von Geschäft und Wohnung durch damalige Rathaus-Mitarbeiter und SA, wird an den 10.November 1938 erinnert, in dessen Folge Sally Lennhoff im KZ Theresienstadt ermordet wurde. Der ehemalige Ratsvorsitzende Willi Schwethelm, die Historikerin Barbara Meier und die GewerkschafterInnen Renate Gerstel und Charly Braun fordern, dass endlich auch die Stadt Soltau, einen Stolperstein zur Erinnerung an die Nazi-Opfer setzen lässt.

Olaf Rugullis erklärte, dass „es jetzt, angesichts des verbreiteten Rassismus, darum geht, aus der Geschichte für heute zu lernen. Darum hängen wir große Transparente in die Fußgängerzone mit Zitaten aus der Nazizeit und von aktuellen Politikern der AfD und aus der sogenannten politischen Mitte.“ Die InitiatorInnen der Aktion freuten sich, dass viele Menschen stehen blieben, lasen und große Übereinstimmung bei den menschenfeindlichen Sprüchen feststellten. Pastor Heinrich Kröger war aus Neugierde gekommen und von der aufklärenden Zitatensammlung sehr beeindruckt.

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