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Asbestproblem in der Grundschule Bruchhagen noch nicht behoben – Eltern fühlen sich nicht ausreichend informiert

WESTERCELLE. Harsche Kritik in der Handhabung des Asbestproblems in der Grundschule Bruchhagen kommt von Susan Münzner, deren Kind diese Schule besucht. Es ist schon eine Weile her, dass bei Umbaumaßnahmen im für die Ganztagsbetreuung genutzten Anbau Asbest gefunden und der gesamte Anbau sofort für die Nutzung geschlossen wurde. Gändert hat sich an diesem Zustand bisher nichts.

Susan Münzner: „Bei Regenwetter halten sich nun alle Kinder in der Pausenhalle auf – ohne entsprechende Beschäftigungs- Spieleangebote, da ja alle im Anbau befindlichen Beschäftigungsangebote nicht mehr benutzt werden dürfen. Wie es dabei an manchen Tagen zugeht, muss ich wohl nicht näher schildern.“ Diesen Zustand bezeichnet die Mutter als nicht mehr tragbar, denn während Kinder dort spielen bzw. versuchen, sich zu beschäftigen und ihre nachschulische Zeit in dieser Halle verbringen, werden direkt angrenzend andere Klassen noch unterrichtet.

Kritisiert werden auch die von der Stadt durchgeführten Luftmessungen. In der ersten Messung sei ein Messwert 0 festgestellt worden; trotzdem sei eine Reinigung durch eine Spezialfirma und die Vernichtung aller Materialien, Bücher und Spielzeuge etc. veranlasst worden. Die darauffolgende Messung nach Reinigung habe einen Messwert von 300 mg pro Raummeter ergeben. Außerdem sei nur im Anbau gemessen worden. Es sei davon auszugehen, dass sich die jahrelange Asbestfreisetzung auch in anderen Räumen verbreitet hat. Münzner: „Die Stadt Celle als Verantwortliche und Schulträger hat auch auf Nachfrage und mehrfache Bitten hin versäumt, im Obergeschoss und in der Pausenhalle messen zu lassen.“

Außerdem sei schon seit Jahren im Anbau ein leichter belästigender Geruch wahrgenommen worden. Doch daraus sei kein Handlungsbedarf seitens der Stadt abgeleitet worden, so Susan Münzner. Ein Mitarbeiter der Stadt habe lediglich abgewiegelt und gesagt, nur weil es stinkt gebe es keinen Ansatzpunkt, um aktiv zu werden. Schule und Eltern, berichtet die besorgte Mutter, haben sich mehrfach mit Hinweisen an die Stadt gewandt, weil sich die Situation nach Sperrung des Anbaus zuspitze; die Angelegenheit wurde jedoch „bislang beamtisch unhektisch“ vorangetrieben. Eine von der Stadt kurzfristig geplante Informationsveranstaltung zum Thema Asbest habe bisher noch nicht stattgefunden.

Am 25. Juni 2014 sei von der Stadt die Schulleiterin über die weitere Verfahrensweise informiert worden: Demnach soll der asbestbelastete Anbau nicht saniert sondern abgerissen werden. Die Fertigstellung des Neubaus soll im Frühjahr/Sommer 2015 erfolgen. Für die Übergangszeit müsse die Schule ein Konzept zur Sicherstellung des Ganztagesunterrichts in den vorhandenen Räumen erarbeiten. Die Raumsituation sei ohnehin prekär, da Werkraum und Musikraum als Klassenzimmer genutzt werden müssen.

Ein weiteres Problem sieht Susan Münzner darin, wenn der Abbruch des Anbaus während der regulären Schulzeit erfolgt. Münzner: „Ich sehe es schon vor mir: Männer in Vollschutzanzügen und unsere Kinder stehen staunend daneben …“

PR/Redaktion
Celler Presse

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