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Statt Hubschrauber bald Transportflugzeuge

Apr 29, 2015

WIETZENBRUCH. „Der Flugplatz bleibt“, stellte Oberstleutnant Hermann Grube klar und kündigte in der Immelmannkaserne vor der Lärmschutzkommission, der auch die Bürgermeister aus Stadt und Landkreis angehören, gravierende Veränderungen des Flugbetriebes vor. Nur noch zwei Monate wird es das Ausbildungszentrum C geben, dann wird es in TE 900 umbenannt, um damit das Ende des Betriebes mit dem Hubschraubertyp BO 105 einzuläuten.

2015 sind mit der BO 105 noch 5.000 Flugstunden geplant; bis jetzt sind ca. 2.000 dokumentiert, 2016 sollen es nur noch 2.500 sein und 2017 ist Schluss damit. Grube bedauerte diese politische Entscheidung, gerne würden nach seiner Aussage die Piloten diesen Typ noch bis 2020 fliegen. Auch die Starts und Landungen sind stark rückläufig: Waren es 2013 noch 37.000, 2014 32.600 und bisher in 2015 12.500 – bis Ende des Jahres werden es unter 30.000 sein. Ebenso sei die Zahl der Nachtflüge über die Jahre reduziert worden: Von 476 im Jahre 2012 bis 194 im Jahre 2014; in diesem Jahr habe es bisher 34 gegeben.

Damit werde der Flugbetrieb in Wietzenbruch aber nicht eingestellt. Es werde dann Luftbeweglichkeit unter anderen Voraussetzungen geben. Geplant ist der Aufbau eines Ausbildungs- und Übungszentrums. Damit werden Fallschirmjäger dort stationiert. Das bedeute auch, dass verstärkt Transportflugzeuge den Flugplatz Wietzenbruch frequentieren, um die Fallschirmjäger über dem Arloh oder dem Übungsplatz in Bergen abzusetzen. Allerdings konnte der Leiter des Noch-Ausbildungszentrums C keine konkreteren Angaben zu den Planungen machen. Er stellte lediglich in Aussicht, dass sich der Flugbetrieb reduzieren wird: die Quantität werde abnehmen und die Qualität zunehmen.

Oberstleutnant Grube erläuterte noch die Situation zu den Beschwerden hinsichtlich des Fluglärms; es gebe nach seinen Angaben kaum noch Beschwerden. Wenn es Anrufe gebe, könne für neun Monate rückwirkende festgestellt werden, wer wann wo geflogen ist und ob gegen bestehende Vorschriften verstoßen wurde. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende bestätigte, dass es keine Beschwerden zum Fluglärm mehr gebe und bedankte sich für das Beschwerdemanagement der Bundeswehr. Es habe sich in dieser Hinsicht viel bewegt, und man sei auf einem guten Weg.

Ob die Einlassung von Adelheidsdorfs Bürgermeisterin Susanne Führer, man nehme in der Bevölkerung mit Sorge wahr, dass der Flugbetrieb zurückgefahren wurde, man habe großes Verständnis und würde auch mehr Lärm in Kauf nehmen, wenn mehr Einsätze geflogen würden, Allgemeingültigkeit für den gesamten Flugradius hat, ist mit Skepsis zur Kenntnis zu nehmen.

Redaktion
Celler Presse






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