Im ganzen Landkreis werden die Krötenzäune aufgebaut

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HABIGHORST. Der späte Wintereinbruch hat die Amphibien den ganzen Februar über ausgebremst. Doch nun machen sich die ersten Lurche auf den Weg in die Laichgewässer und werden dabei leider allzu oft Opfer des Straßenverkehrs. Um dies so weit wie möglich zu verhindern, trafen sich am vergangenen Samstag zahlreiche Helfer aus Celle und Eschede an den Habighorster Teichen, um den Krötenzaun aufzustellen und die Fangeimer einzugraben.

Die Hauptzielart hierbei ist der Schutz der seltenen Knoblauchkröte (rote Liste). Aber natürlich werden dabei auch viele andere Amphibien wie Molche, Frösche, Erdkröten usw. gefangen und sicher über die Straße gebracht. Diese Arbeit übernimmt seit vielen Jahren Frau Schröder aus Habighorst, die zusammen mit einer Freundin jeden Morgen die Eimer kontrolliert, den Fang dokumentiert und auf der anderen Straßenseite in den Teich setzt. „Da kann zu ‚Stoßzeiten‘ schon mal der Eimer voll sein und die Kröten riechen dann auch richtig nach Knoblauch“, sagt Schröder lachend. Für dieses Engagement wurde sie vom NABU mit einem Frühlingsblumenkorb geehrt.

Die Fangergebnisse der letzten Jahre sind auf der Homepage des NABU Celle einzusehen. Nach getaner Arbeit gab es in der urigen, alten Fischerhütte Kaffee und Kuchen. Dabei wurden dann noch allerhand Geschichten erzählt von schlauen Elstern, giftigen Kreuzottern, menschenverschlingenden Riesenpythons, Krokodilen und anderen spannenden Erlebnissen in unserer faszinierenden Natur.

Foto: Helga Schuller

Redaktion
Celler Presse





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