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„Unser Bergen“ plant Buch und Vereinsauflösung

  • Bergen

Der Verein „Unser Bergen“ plant seine Auflösung. Zuvor sollen aber die bisher erarbeiteten Lebensbilder zugewanderter Bergener Bürger als Buch veröffentlicht und in digitaler Form den Schulen und dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Der Vorstand (von links): Renate Hohls, Margret Rehwinkel, Rosemarie Hertwig, Wolfgang Hertwig, Marlene Habermann und Celal Yavsan.                         

Er zählt 25 Mitglieder und hat sich der Integration und Erinnerungskultur, insbesondere für die nach 1935 zugewanderten Bevölkerungsgruppen verschrieben. Der Verein „Unser Bergen“ ist aus dem 1999 ins Leben gerufenen „Runden Tisch“ entstanden. Dieser hatte sich das friedliche und konstruktive Zusammenleben von Briten, Niederländern, Êziden, Russlanddeutschen und weiteren Nationalitäten bzw. Religionen und Kulturen zum Ziel gesetzt. Mit der Vereinsgründung am 25. September 2012 stand dann insbesondere die Aufzeichnung und Veröffentlichung der zahlreichen individuellen Zuwanderungsgeschichten, inklusive der 1945 aus den ehemals deutschen Ostgebieten Geflüchteten, im Mittelpunkt.

Weil es nun schon seit vielen Jahren bei der Stadt eine Integrationsbeauftragte gibt und sich zudem ehrenamtliche Integrationslotsen um Migranten kümmern, möchte der Verein seine Arbeit abschließen. Bei der Jahreshauptversammlung am 19. September, berichtete der 1. Vorsitzende Wolfgang Herwig, über den Stand des Abschlussprojektes: Aus den aufgezeichneten Lebensgeschichten soll ein Buch entstehen. Außerdem möchte der Verein diese Inhalte den örtlichen Schulen in digitaler Form und dem Stadtarchiv Bergen übergeben. Gespräche mit der Bürgermeisterin hat es dazu bereits gegeben und finanzielle Mittel sind ebenfalls vorhanden. Kassenwartin Margret Rehwinkel gab den Kassenstand von 7250 Euro bekannt. Die Kasse ist von Rosemarie Hertwig und Renate Hohls geprüft worden.

Zum Abschluss seiner Aktivitäten wendet sich der Verein mit einer Anregung an den Rat. Man wünsche sich, dass die Erinnerungskultur in Bergen erweitert wird um die Bewahrung der Erinnerung an die Zugewanderten, ihre Geschichte, Kultur und Religion. Diese solle institutionell in einem Ratsausschuss oder im Kuratorium „Heimatmuseum“ verankert werden, in das dann zum Beispiel Integrationslotsen, Vertreter der Gemeinde der Êziden und weiterer Organisationen berufen werden könnten.

Ein weiteres Projekt des Vereins, das in Kürze abgeschlossen werden soll, ist ein Gedenkstein für die Opfer des Völkermordes an den Êziden. Zum Volktrauertag soll er an der Harburger Straße seinen Platz finden.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung dankte Dr. Rüdiger von Borcke als Vertreter des Rates der Stadt Bergen, dem Vereinsvorstand für seine langjährige, kontinuierliche und engagierte Arbeit. Der Vorstand mit Wolfgang Herwig (1. Vorsitzender), Marlene Habermann (2. Vorsitzende) sowie Margret Rehwinkel, Rosemarie Hertwig, Renate Hohls und Celal Yavsan wurde wiedergewählt und wird für die Durchführung der 2023 anstehenden Auflösung eine Briefwahl vorbereiten.

PR
Foto: Susanne Zaulick

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