Zum Inhalt springen
Anzeige
Anzeige

Dreimal Gold für Westerceller Ju-Jutsuka bei den Deutschen Schülermeisterschaften

Vom 10.-11.06.2023 fanden in Bernau (Brandenburg) die Deutschen Schülermeisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den fast 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der VfL Westercelle mit vier Athleteninnen und Athleten vertreten.

In der Klasse U14 bis 46 kg begann Andreas Scholl das Turnier gegen einen Ju-Jutsuka aus Baden. Ruhig aber bestimmt dominierte Andreas diesen Kampf. Nachdem er sich im Part I (Schlagen und Treten) den ersten Ippon (große Wertung) geholt hatte, versuchte er seinen Gegner mit einem Wurf zu Boden zu bringen. Das funktionierte beim ersten Versuch zwar nicht sofort, dafür konnte Andreas aber am Boden einen Ippon durch einen Armstreckhebel erzielen. Der zum vorzeitigen Sieg noch fehlende Ippon im Part II (Werfen), sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach einem erneuten Angriff mit einer Schlagkombination, gelang es Andreas seinen Griff zu erarbeiten und seinen Kontrahenten mit Hikkomi-Gaeshi (Selbstfallwurf) für Ippon zu werfen.

Das anschließende Halbfinale gegen erneut einen Kämpfer aus Baden, gestaltete Andreas ähnlich souverän. Mit stoischer Ruhe erarbeitete er sich einen Ippon in allen drei Parts und zog mit Full Ippon (techn. K.O.) ins Finale ein. Im Finale setzte der Kämpfer aus Brandenburg die ersten Akzente und ging durch eine Schlagkombination in Führung. Mit einem Konter gegen einen erneuten Angriff erzielte Andreas ebenfalls einen Ippon im Part I und begann sofort, sich eine günstige Position für einen Wurf zu erarbeiten. Der erste Versuch war noch nicht erfolgreich und beide Kämpfer versuchten am Boden einen Vorteil zu erringen, was allerdings keinem von beiden gelang und der Kampf deshalb wieder im Stand begann. Dieses Mal griff Andreas sofort an, überwand die Distanz mit einer Schlagkombination und begann sofort seinen Griff zu erarbeiten und brachte den Gegner mit seinem Spezialwurf Hiza-Guruma (Knierad) erfolgreich zu Boden. Dort zwang er ihn sofort in eine Haltetechnik und nach 15 Sekunden Haltezeit, gewann Andreas auch diesen Kampf mit Full Ippon und durfte sich über die Goldmedaille freuen.

Als nächstes ging der Jüngste vom Team Westercelle, Theodor Godawa, in der Klasse U14 bis 34 kg an den Start. Trotz anfänglicher Nervosität konnte Theo die Vorgaben der Trainer hervorragend umsetzen. Die Kämpfe gegen Ju-Jutsuka aus Hessen, Berlin und NRW gewann er souverän mit Full Ippon und durfte sich bei seiner ersten Deutschen Schülermeisterschaft ebenfalls die Goldmedaille umhängen lassen.

Isha Njingo griff als letzte Westercellerin an diesem Tag ins Wettkampfgeschehen ein. In der Klasse U16 +63 kg traf sie zuerst auf eine Ju-Jutsuka aus NRW. Gleich zu Beginn des Kampfes ließ Isha keine Zweifel daran, wer als Siegerin von der Matte gehen wird. Mit einer schnellen Schlagkombination holte sie sich den ersten Ippon in Part I und ging sofort in den Griffkampf über. Anschließend gelang es Isha ihre Gegnerin mit Tani-O-Toshi (Talfallzug) zu werfen und mit einer Haltetechnik den Kampf vorzeitig für sich zu entscheiden. Mit diesem Sieg zog Isha ins Finale ein. Hier traf sie auf die zweimalige Europameisterin aus Hamburg. Den Beginn des Finales dominierte Isha, die immer wieder mit Gyaku-Zuki für Ippon punkten konnte. Die Hamburgerin war dagegen in der Lage den frühen Rückstand durch einen Wurf wieder aufzuholen. Nachdem beide am Boden keinen Vorteil erringen konnten, begann der Kampf wieder im Stand. Hier ging Isha erneut durch Schlagkombinationen in Führung, wurde aber durch einen Konter ihrer Kontrahentin zu einer Rückwärtsbewegung gezwungen, die diese gedankenschnell ausnutzen und in einen Wurf umwandeln konnte. Aus der anschließenden Haltetechnik konnte sich Isha leider nicht mehr befreien und musste sich am Ende geschlagen geben, durfte sich aber über die Silbermedaille freuen.

Am zweiten Tag des Turnieres ging Kristin Raddatz in der Klasse U18 bis 70 kg auf Medaillenjagd. Nach einem halben Jahr Turnierpause aus gesundheitlichen Gründen und nur acht Wochen Vorbereitung war der amtierenden Weltmeisterin die Nervosität deutlich anzumerken. Diese war aber mit Beginn der Vorrunde wie weggeblasen. Beide Kämpfe gegen Ju-Jutsuka aus NRW und Bayern gestaltete Kristin gewohnt souverän, setzte ihre Kontrahentinnen mit schnellen Schlagkombinationen früh unter Druck, um ohne Zögern in einen Wurf überzugehen. Mit den anschließenden Haltetechniken beendete sie die Kämpfe mit Full Ippon. Das Halbfinale gegen eine Hamburgerin gestaltete Kristin ähnlich und zog mit erneutem Full Ippon ins Finale ein. Hier traf sie erneut auf die Vorrundengegnerin aus Bayern. Auch dieses Mal dominierte Kristin den Kampf mit schnellen Schlag- und Trittkombinationen. Sie erarbeitete sich schnell einen 8:0 Punktevorsprung und versuchte auch mit diversen Wurfansätzen die Bayerin zu Boden zu bringen, was allerdings nicht für Ippon gelang. Dafür war Kristin in der Lage, am Boden zu punkten. Im weiteren Verlauf des Kampfes baute sie ihren Vorsprung weiter aus und entschied dieses Finale am Ende mit 19:3 für sich. „Mit drei Titeln und einer Silbermedaille haben unsere Kämpferinnen und Kämpfer das beste Ergebnis bei einer Deutschen Meisterschaft erzielt, seit dem es unser Wettkampfteam gibt“, sind die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell stolz auf die erzielten Leistungen. Damit konnte der VfL Westercelle erheblich zum 2. Platz des Niedersächsischen Landesverbandes in der Landeswertung mit 8 mal Gold, 11 Silber- und 12 Bronzemedaillen beitragen.

PR
Fotos: Matthias Godawa

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.



Anzeige