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Die Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit Rohstoffen – Abhängigkeiten, Risiken und Vorsorge

Spätestens der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 mit seinen wirtschaftlichen Folgen hat die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen gezeigt. Doch die Importabhängigkeit Europas von Rohstoffen hat weit größere Dimensionen, wobei insbesondere China eine große Rolle zukommt.

Auf Einladung der Celler Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) und der Kreisgruppe Celle des Reservistenverbands konnte Sektionsleiter Kapitänleutnant d.R. Heiko Wolff den Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Herrn Prof. Dr. Ralph Watzel als ausgewiesenen Kenner der Materie im Celler Kreistagssaal zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung begrüßen: Der Wohlstand unseres Landes, unser Einkommen, die Finanzierbarkeit unserer sozialen Sicherungssysteme, alles basiert auf unserer florierenden Volkswirtschaft. Unsere wirtschaftliche Leistung resultiert vornehmlich aus Wertschöpfung und hoher Produktivität. Zugleich verfügt Deutschland nur über bestimmte eigene Rohstoffvorkommen und ist daher in den Schlüsselindustrien in sehr hohem Maße von Importen abhängig. Deutschland ist als Industrieland auf eine hinreichende Energieversorgung angewiesen. Zurzeit muss noch ein großer Teil des Primärenergieverbrauchs aus fossilen Quellen bereitgestellt werden. Der Ausbau der Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen ist eine Generationenaufgabe, wird aber absehbar nicht von Importen frei machen Die Versorgung unserer Volkswirtschaft mit Rohstoffen ist daher auch in Zukunft von elementarer Bedeutung. Bereits geringfügige Störungen in der Energie- oder Rohstoffversorgung unseres Landes haben merkliche bis erhebliche Auswirkungen auf die volkswirtschaftliche Produktion, auf Versorgungssicherheit, Umsätze, Arbeitsplätze und Einkommen. Während einige Staaten wie beispielsweise China, USA oder Japan Zugänge zu Metallrohstoffen auch durch direkte staatliche Markteingriffe unterstützen oder strategische Reserven anlegen, sieht die deutsche Rohstoffpolitik die Sicherstellung der Versorgung vorrangig als Aufgabe der Unternehmen an. In seinem Vortrag ging Prof. Watzel umfangreich auf den kommenden Bedarf Europas und der Welt an Rohstoffen sowie die vorhandenen Potenziale ein, wobei er ein besonderes Augenmerk auf die globale Rohstoffgewinnung, Raffinade und Verarbeitung legte. Auf Deutschland bezogen rückte er insbesondere die nachhaltige Nutzung und das Thema Recycling in den Focus. In Zeiten wachsender Instabilität mit den entsprechenden Risiken in der Welt forderte Watzel: „Deutschland und die EU brauchen eine Zeitenwende in der Rohstoffversorgung“ und stellte ein 10-Punkte-Programm als gemeinsames Positionspapier des BGR und des German Resource Research Institut (GEERI) vor. Im Anschluss wie auch bereits im Vorfeld der Veranstaltung gab es die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten zu diskutieren, was vom Publikum gerne in Anspruch genommen wurde.

Heiko Wolf
Foto: Heiko Wolff

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