Rückschlag für geplanten Deutschlandtakt der Bahn?
„Die Einigung zwischen Land und Bund vorerst keinen Neubau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover zu realisieren, stellt nicht nur den geplanten Deutschlandtakt in Frage, sondern ist eine eindeutige Absage an Verkehrswende und Klimaziele“, so Hans-Bernd Kaufmann aus Bad Bevensen. Der Bau eines dritten Gleises zwischen Lüneburg und Uelzen werde dem Ziel der Bundesregierung, den Anteil des Güterverkehrs durch weitere Verlagerung auf die Schiene zu steigern, nicht gerecht.
Die für das Jahr 2029 angestrebte Generalsanierung der Strecke mit dem Bau eines dritten Gleises zu verbinden, dürfte von den Planungen her und der angestrebten Bauzeit von fünf Monaten für die Generalsanierung bei voller Streckensperrung technisch nicht möglich sein. Allein im Bereich der Streckenführung durch die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf befinden sich mindestens zehn Überwerfungsbauwerke (Brücken, Unterführungen, Tunnels, künstliche Geländeeinschnitte). Die im Jahre 2022 begonnenen Bauarbeiten an einer Eisenbahnbrücke in der Stadt Uelzen sollen nach derzeitigem Planungsstand 2025 abgeschlossen werden.
Der zwischen Bund und Land gefundene Kompromiss sei untauglich, unwirtschaftlich – die Kosten-Nutzenuntersuchungen belegten dies- und verschiebe notwendige Entscheidungen aus populistischen Gründen „ad calendas graecas“ (auf den Sankt-Nimmerleins-Tag).
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