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Mehr als 1100 Milchbauern zählen 23.000 Schwalben – Höfe sind ideale Nistplätze – Die Tiere werden geschätzt als Fliegenfänger

Das Landvolk Niedersachsen, der Landeskontrollverband und die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) haben in diesem Jahr erstmals die Aktion „Schwalbenzählung auf Milchviehbetrieben“ durchgeführt. Besonders Mehl- und Rauchschwalben prägen das Bild der ländlichen Regionen. Dabei stellen landwirtschaftliche Betriebe oftmals die einzige Möglichkeit für die Vögel dar, ihre Nester zu bauen.

Die Milchbauern in Niedersachsen hatten in diesem Sommer die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis die Anzahl an Rauch- und Mehlschwalben bzw. deren Nester auf ihren Betrieben zu erfassen. Die regionalen Milchkontrolleure haben die Fragebogen auf den Höfen verteilt. Insgesamt haben sich mehr als 1.100 Landwirte an der Aktion beteiligt. Es wurden mehr als 14.500 Mehl- und mehr als 50.700 Rauchschwalben erfasst; insgesamt 23.000 Nester zählten niedersächsische Landwirte auf ihren Höfen. Diese Zahlen stellen eine gute Datenbasis für Rückschlüsse der Schwalbenvorkommen dar.

„Auf den Höfen haben Schwalbenvorkommen eine lange Tradition und sind vertraute Gäste. Dies zeigt sich in der hohen Beteiligung unserer Landwirte an der Zählung. Die Ergebnisse sind erfreulich und eine wichtige Basis für die Öffentlichkeitsarbeit unserer Verbände“, sagt Jan Heusmann, Milchbauer und Vorstand der LVN sowie Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Wesermünde.

„Die Aktion und die positiven Rückmeldungen der Landwirte und Landwirtinnen haben gezeigt, wie sehr sie die Schwalben auf ihren Höfen schätzen. Der Schutz dieser Tiere bietet Landwirten außerdem eine Win-Win-Situation: Schwalben sind natürliche Fliegenfänger“, erklärt Manfred Tannen, Milchbauer aus Bensersiel und Landvolk-Vizepräsident.

Fliegende Insekten wie Mücken und Fliegen dienen den Schwalben überwiegend als Nahrung. Da vor allem in Ställen und Altgebäuden eine große Anzahl an Fliegen vorhanden sind, sind diese Lebensorte ideal für die Singvögel. Auch die zur Nahrungssuche genutzten offenen Landschaften wie Felder und Wiesen machen Milchviehbetriebe zum optimalen Lebensraum. Als Schutz vor Verunreinigung durch Kot wird die Montage eines Bretts unterhalb der Nester empfohlen.

LPD
Foto: kleinmoni59 / Pixabay

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