Donnerstag, 12. Februar 2026

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„Den Sprung ins Wasser feiern“ – Waldbad Hohne/Spechtshorn nach Sanierung eröffnet

Im Gegensatz zum Landrat Axel Flader hatte Britta Suderburg Badezeug dabei, aber ins kühle Nass wagte sie sich dennoch nicht. Aber sie kreierte mit dem Auftaktsatz ihrer Rede das Motto für die Wiedereröffnung des Waldbades Hohne/Spechtshorn nach vierjähriger Sanierung: „Lasst uns den Sprung ins Wasser feiern!“, forderte die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Lachendorf die Gäste am Samstagvormittag auf.

Diese waren in so großer Zahl erschienen, dass sich der Vorsitzende des gleichnamigen Fördervereins Erhard Thölke zu der Bemerkung veranlasst sah: „Wir wussten ja nicht, dass sich die ganze Gegend zu uns auf den Weg machen würde“. Es mussten zusätzliche Sitzgelegenheiten bereitgestellt werden, der Beginn der Feier verzögerte sich ein wenig, kann davon abgesehen jedoch als rundum gelungen bezeichnet werden, nicht zuletzt aufgrund der musikalischen Begleitung durch die Bläserklasse der Oberschule Lachendorf sowie der fulminanten Turmspringereinlage von Jannes Lampe.

Das seit Sommer 1954 existierende Bad war in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens zu einer Art Markenzeichen für die Ortschaft Hohne/Spechtshorn geworden: „Ach, Ihr habt doch das tolle Schwimmbad“, hieß es häufig, wenn man beschrieb, wo man herkam. „Doch damit war es irgendwann vorbei, die Besucherzahlen gingen zurück“, berichtete Thölke in seiner Rede. „Wir mussten etwas tun“, betonte der alteingesessene Hohner, und so gründete sich im Jahr 1994 der Förderverein „Waldbad Hohne-Spechtshorn e.V.“, der mittlerweile 600 Mitglieder zählt. Die Einwohner der beiden Dörfer nahmen die Geschicke ihres früheren Aushängeschildes selbst in die Hand.

Eine der eigenverantwortlichen Entscheidungen war der Entschluss, umfassend zu sanieren, was abgesehen von der Schließung zur Saison 2023 weitgehend bei laufendem Betrieb passierte und eine überaus große Herausforderung darstellte, nicht zuletzt weil das Planungsbüro gewechselt werden musste. Die Planung begann im Jahr 2020, erneuert wurden unter anderem innerhalb von drei Bauabschnitten seit März 2022 das Plansch- und Nichtschwimmerbecken, die Wasseraufbereitungs- und Filteranlage, die umgebenden Pflaster- und Grünanlagen. „Es war ein enormer Aufwand, auch wenn man gar nicht so viel sieht, weil sich viele Arbeiten unter der Erde abspielten“, erläuterte der für den Bauverlauf im Vorstand des Fördervereins zuständige Eckhard Szeppek. Die gesamte Ausstattung befindet sich auf dem neuesten Stand der Technik, in puncto Stromversorgung ist das Bad autark. Die Photovoltaikanlage auf dem Gebäude deckt den Bedarf vollständig. „Die Finanzierung stellte die größte Hürde für die Sanierung dar“, hob Szeppek hervor. Insgesamt wurden zwei Millionen Euro für die Rundum-Renovierung aufgewendet. Der Landkreis beteiligte sich mit 200.000 Euro, weitere Gelder gewährten Stiftungen bzw. die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, die Samtgemeinde und andere.

Für Landrat Axel Flader war der Besuch des Waldbades eine Premiere: „Ich bin gerne gekommen, auch weil die Art, wie das Schwimmbad unterstützt wird von der Bevölkerung, ein Vorbild an Gemeinsinn für uns alle ist.“ Er betonte die wichtige Funktion der frisch renovierten Freizeitstätte für die Kinder, die hier das Schwimmen erlernten, auch vor diesem Hintergrund hat der Landkreis einen Fördertopf mit 300.000 Euro jährlich aufgelegt für die Unterhaltung aller Schwimmbäder im Landkreis. Britta Suderburg hob in ihrer Rede indes das Generationen-Übergreifende hervor: „Es ist ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters.“ Vorstandsmitglied Regina Niemann unterstrich diesen Aspekt: „Ohne die Gäste sind wir gar nichts, als Familie kann man sich hier einen ganzen Tag vergnügen für kleines Geld.“

Auch Erhard Thölke hatte die Kinder hervorgehoben in seiner Begrüßungsansprache und anschließend einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung zitiert, in dem es sinngemäß hieß: „All diejenigen, die sich für die lokalen Schwimmbäder engagieren, verteidigen auch ein Stück Kultur.“

Anke Schlicht
Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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