Sonntag, 10. Mai 2026

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Leserbrief: Sperrung der B3 zwischen Offen und Wolthausen

Zu den Besonderheiten der Sperrung der B3 zwischen Offen und Wolthausen (Wir berichteten:  https://celler-presse.de/2025/10/09/b-3-radwegsanierung-zwischen-wolthausen-und-offen-arbeiten-finden-unter-vollsperrung-statt/ ) erhalten wir einen Leserbrief mit der Meinung unserer Leserin Margarete Howe zu diesem Thema:

„Mit jedem Artikel und den darin enthaltenen Informationen und Meinungen ist mein Blutdruck ein bisschen weiter gestiegen. Aus diesem Grund muss ich meinen Unmut einfach kundtun.

1. Unwirtschaftlichkeit der Baumaßnahme ohne Vollsperrung

Es mag zwar sein, dass die reine Baumaßnahme auf diese Art wesentlich preisgünstiger angeboten werden konnte. Wenn man allerdings nun dagegen rechnet, wie viel teurer es für jeden einzelnen, von der Maßnahme Betroffenen und auch für die Allgemeinheit wird (Zeit, Benzinverbrauch, höhere CO2-Immissionen usw.), wage ich es zu bezweifeln, dass der betriebswirtschaftliche Vergleich zugunsten der Vollsperrung ausfallen würde.

2. Arbeitsschutz nur unter Vollsperrung einhaltbar

Vor gar nicht so langer Zeit wurde die komplette B3 erneuert. In dieser Zeit erfolgte die Verkehrsführung einspurig. Nun frage ich mich ernsthaft, warum der notwendige Abstand zu den Bauarbeiten an der Straße gegen Null gehen durfte (oder gilt bei Arbeiten an der Straße kein Arbeitsschutz?), zu dem ohnehin schon weiter von der Fahrspur entfernten Radweg aber nur bei Vollsperrung einzuhalten ist.

3. Hassel genießt die Ruhe und stört sich nicht an den Umwegen

In diesem Artikel kamen genau 2 Paare zu Wort, die diese Meinung vertreten haben. Bei insgesamt etwa 280 Einwohnern erscheint mir das nur wenig repräsentativ. Selbstverständlich genießen  insbesondere die Anlieger der B3 die aktuelle Ruhe, allerdings könnte ich problemlos 4 andere Personen nennen, die hinsichtlich der Umleitung eine absolut gegenteilige Meinung haben. Wenn man bis zu 30 Minuten früher losfahren muss, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, ist das überaus nervig, insbesondere, wenn man auf der Umleitungsstrecke hinter einem langsamen Fahrzeug festhängt, da die Überholmöglichkeiten gegen Null gehen.

Und am Merkwürdigsten wirkt es, wenn der Linienbus vor der Sperre hält, eine offensichtlich extra aus diesem Grund mitfahrende Person aussteigt, die Barken auseinanderschiebt, den Bus hindurch lässt, die Barken wieder zuschiebt, in den Bus einsteigt und dieser dann weiterfährt.

Gesehen habe ich es noch nicht, aber noch merkwürdiger stelle ich es mir vor, wenn Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei mit Sonderrechten das gleiche Prozedere durchführen würde.

Als Fazit bleibt nur zu hoffen, dass die Baumaßnahme trotz der beobachteten tageweisen Arbeitspausen wenigsten pünktlich, gerne auch vorzeitig fertig wird.

Margarete Howe“

Foto: slightly_different / Pixabay

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