Samstag, 7. März 2026

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Wildpark Müden: Abschied mit Lichterfest – Ungewisse Zukunft bleibt

Gestern fand im Wildpark Müden das letzte große Fest des Jahres statt. Traditionell ist das Lichterfest ein Angebot für Besucherinnen und Besucher aus der Region. Wege wurden mit kleinen Lichtquellen beleuchtet, Bäume und Sträucher illuminiert und Feuerschalen sorgten für Wärme und Atmosphäre. Für viele Familien gehört diese Veranstaltung fest in den Jahresrhythmus des Parks.

Trotz regnerischem und windigem Wetter füllte sich der Park am Nachmittag. Kinder kamen in wetterfester Kleidung, ausgestattet mit Laternen, die zum Abschluss des Tages Teil eines Umzuges waren. Die Stimmung war familiär und ruhig – eine Mischung aus Vorfreude und dem Bewusstsein, dass dieser Abend ein Einschnitt sein könnte. Betreiber Thomas Wamser formulierte es so: „Das macht besonders viel Spaß – vor allem wegen der Menschen aus der Region, die jedes Jahr wiederkommen.“

Parkbetrieb nur eingeschränkt – Beginn des Wintermodus

Mit dem gestrigen Fest hat der Wildpark offiziell in den Winterbetrieb gewechselt. Unter der Woche bleibt die Anlage zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet, allerdings ohne Flugshows, Führungen oder öffentliche Tierfütterungen. Der Park kann in dieser Zeit wie ein öffentlicher Spazierbereich genutzt werden. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, freiwillige Spenden im Kassenbereich abzugeben.

An Wochenenden ist Personal vor Ort und die Kasse geöffnet, allerdings mit reduzierter Besetzung.

Ungewisse Perspektive: Öffnet der Park im Frühjahr wieder?

Die Zukunft des Wildparks bleibt unklar. Ob die Tore im Frühjahr wieder regulär öffnen können, steht offen. Für Betreiber Thomas Wamser ist die Situation weiterhin belastend. Aus seiner Sicht fehlt es an Planungssicherheit, verlässlichen Entscheidungen und klaren Vorgaben. Die anhaltenden Konflikte mit dem Landkreis seien vielschichtig – und die zuletzt geforderte Sicherheitseinlage, die aus seiner Sicht der sprichwörtliche Tropfen gewesen sei, der das Fass zum Überlaufen brachte, habe die Situation zusätzlich verschärft.

Ein zentraler Streitpunkt ist die Zoogenehmigung, die weiterhin nicht erteilt wurde. Laut Landkreis sei die jahrelange Prüfung erforderlich, da sich der Tierbestand immer wieder verändert habe. Wamser widerspricht diesem Vorgehen und erklärt, dass die Genehmigung grundsätzlich als dynamisches Verfahren angelegt sei. Normalerweise werde ein erster Stand festgehalten, während der finale Zustand nach Erteilung gemeldet werde – mit anschließender regelmäßiger Überprüfung im Fünfjahresrhythmus.

Als weitere Belastungsfaktoren nennt er wechselnde Ansprechpartner, fehlende Entscheidungen sowie lange bestehende und ungeklärte Forderungen, darunter die Zukunft eines geduldeten Parkplatzes, auf dem laut Vorgaben eigentlich gebaut werden müsste.

Öffentlicher Druck wächst

Mit der laufenden Kampagne „Rettet den Wildpark“, die aktuell auf Werbeflächen in der Region zu sehen ist, soll auf die Situation aufmerksam gemacht werden. Viele Gäste äußerten gestern den Wunsch, dass der Park erhalten bleibt – besonders im Hinblick auf seine Bedeutung für Familien, Bildungseinrichtungen und den regionalen Naturtourismus.

Entscheidung in Sicht

Für Thomas Wamser wird die kommende Zeit entscheidend. Die nächste Ratssitzung könnte Einfluss darauf haben, wie es mit dem Park weitergeht. Ein endgültiger Entschluss liegt bislang nicht vor.

Mit dem gestrigen Lichterfest ist nun vorerst Schluss mit öffentlichen Veranstaltungen. Der Winter und eine gut gefüllte Futterversorgung überbrücken die kommenden Monate. Ob im neuen Jahr wieder regulärer Betrieb möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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