Freitag, 6. März 2026

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Landkreis Celle fordert gesetzliche Regelung für verpflichtenden Distanzunterricht bei Schulausfall

Der Landkreis Celle spricht sich beim Land Niedersachsen für eine Gesetzesänderung dahingehend aus, dass Distanzunterricht verpflichtend angeordnet wird , wenn der reguläre Schulunterricht nicht stattfinden kann. Gleichzeitig soll geprüft werden, wie im Falle eines Ausfalles der Schülerbeförderung weiterhin Unterricht stattfinden kann. Landrat Axel Flader: „Land muss die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.“

In Niedersachsen entscheiden derzeit die Landkreise über witterungsbedingte Schulausfälle.Entsprechend der gesetzlichen Regelungen muss in diesem Fall der gesamte Präsenzunterricht an allen Schulen innerhalb eines Landkreises entfallen, auch wenn ein digitales Unterrichtsangebot technisch möglich wäre.

Der Landkreis Celle bittet daher, im Rahmen der geplanten Schulgesetzreform des Landes Niedersachsen eine verpflichtende Anordnung von Distanzunterricht zu verankern. Dies soll dazu beitragen, Unterrichtsausfall zu minimieren und Lernzeiten für Schülerinnen und Schüler zu sichern, selbst wenn sie nicht in der Schule anwesend sein können.

„Wenn der Präsenzunterricht nicht stattfinden kann, weil zum Beispiel der Schulbusverkehr ausfällt oder gefährliche Wetterbedingungen herrschen, müssen unsere Schülerinnen und Schüler dennoch die Chance auf kontinuierliches Lernen haben“, erklärt Landrat Axel Flader. „Wir fordern das Land Niedersachsen auf, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Distanzunterricht verpflichtend angeordnet werden kann — damit nicht jeder Schulausfall automatisch zu Unterrichtsausfall führt.“

Der Landkreis Celle sieht in einer solchen Regelung auch eine Möglichkeit, Schulschließungen besser planbar zu machen und Familien, Lehrkräften sowie Schulträgern mehr Verlässlichkeit zu geben. Eine verpflichtende gesetzliche Grundlage für Distanzunterricht könnte insbesondere in Fällen großer Entfernungen, bei Ausfall der Schülerbeförderung oder bei anderen außergewöhnlichen Gefährdungslagen greifen.

Die Forderung wird vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen auf Landesebene erhoben, in denen bislang vorgesehen ist, Schulleitungen die Option zu geben, auf Distanzunterricht umzustellen, ohne eine Verpflichtung für alle Schulen zu schaffen.

lkc
Fotos: Pixabay / Pexels

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