Donnerstag, 16. April 2026

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Gemeinschaftliches Frauenfrühstück am Internationalen Frauentag – viel mehr als nur ein Frühstück für Frauen

Auch in diesem Jahr wurde anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März erneut ein Frauenfrühstück im Hagensaal veranstaltet. Die Kreisfrauensprecherin Karin Schoon des SoVD Kreisverbandes Celle hatte zusammen mit den Frauen der SoVD-Ortsvorstände Nienhagen, Großmoor, Wathlingen, Eicklingen sowie Bröckel/Langlingen dazu alle Frauen aus den Ortsverbänden sowie Interessierte eingeladen.

Die große Zahl der Anmeldungen übertraf alle Erwartungen: Insgesamt 176 Frauen folgten der Einladung in den Hagensaal. Bereits am Eingang wurden die Besucherinnen mit einem alkoholfreien Getränk begrüßt. Im Saal selbst hieß die Künstlerin und Comedienne Susanne Nülle die Gäste in ihrer Rolle als „Line“ in Lindhorster Tracht willkommen.

Zunächst nahmen alle an den liebevoll gedeckten Tischen Platz, die in den Farben des Weltfrauentages – Lila, Grün und Weiß – dekoriert waren. Jedes Gedeck war zudem mit einem kleinen Gruß versehen. Anschließend begrüßten Carmen Kahle, Frauensprecherin des SoVD-Ortsverbandes Nienhagen, Annette Mühlstein, Pressesprecherin des Ortsverbandes Großmoor, die 2. Vorsitzende Beate Sydow vom Ortsverband Wathlingen, Karin Schoon vom Ortsverband Bröckel/Langlingen sowie die Vorsitzende des Ortsverbandes Eicklingen, Angelika Harris, die zahlreichen Teilnehmerinnen.

Danach erwartete die Gäste ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, das von den Frauen der Ortsverbände unter der Leitung von Gerda Greis und Annegret Seidel sehr professionell vorbereitet worden war. Ein Teil der angebotenen Leckereien wurde von regionalen Anbietern gespendet. Ein besonderer Dank gilt Fisch Schmidt, dem Kudammhof und der Imkerei Osterloh aus Großmoor, dem Milchhof Osterwiese aus Hänigsen, der Bäckerei Stremmel aus Celle sowie REWE Wathlingen und Marchelle – Der kleine Marktplatz aus Celle. Alle genossen es sehr, in gemütlicher Runde beisammenzusitzen, sich auszutauschen und das vielfältige Frühstück zu genießen. Das Frühstücksbuffet übertraf alle Erwartungen und bot eine Auswahl, die kaum Wünsche offenließ. Weitere Unterstützung erhielten die Ortsverbände vom SoVD-Landesverband, von der Schirmherrin und Kreisfrauensprecherin Karin Schoon sowie vom Celler Optiker Andreas Fiemel.

Nach dem leckeren Frühstück erwartete die Teilnehmerinnen ein unterhaltsamer Beitrag von „Line“, die die Tradition der Original-Lindhorster Tracht erklärte. Im Anschluss begrüßte auch die stellvertretende Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Nienhagen, Gisela Janßen, die anwesenden Frauen. In ihren Worten ging sie kurz auf das Motto der Veranstaltung „Generationen im Gespräch – Großmütter, Mütter, Töchter“ ein und hob die Bedeutung des Austauschs zwischen den Generationen hervor.

Darauf folgten mehrere Grußworte. Karin Schoon, Kreisfrauensprecherin im SoVD-Kreisverband Celle und Schirmherrin der Veranstaltung, Claudia Sommer, Samtgemeindebürgermeisterin der Samtgemeinde Wathlingen, sowie Heike Behrens, Bürgermeisterin der Gemeinde Adelheidsdorf, hoben übereinstimmend hervor, dass berufliches wie auch ehrenamtliches Engagement ohne den Rückhalt der Familie – insbesondere von Müttern und Schwiegermüttern, Töchtern sowie auch der Ehemänner – in vielen Bereichen kaum möglich sei. Dies gelte auch für ihre eigenen persönlichen Werdegänge.

Vivien Fiolek wollte in ihrem anschließenden Beitrag eigentlich davon berichten, wie wichtig die Unterstützung ihrer Schwiegermutter für sie gewesen sei und dass sie ohne diese Hilfe vieles – unter anderem ihre zweite Ausbildung – nicht hätte bewältigen können. Dabei wurde sie jedoch von ihren Emotionen überwältigt. Daraufhin übernahm ihre Schwiegermutter Christa Fiolek das Wort und schilderte kurz, an welchen Stellen sie im Alltag unterstützend eingesprungen sei. Gleichzeitig berichtete sie, dass sie nebenbei auch noch ihre eigene Mutter zu Hause gepflegt habe.

Ein Liederrätsel von Line sorgte danach für eine aufgelockerte Stimmung im Saal. Anschließend stimmten die Frauen gemeinsam das zuvor erratene Lied „Mein Hut, der hat drei Ecken“ an – der Auftakt zu Lines augenzwinkerndem „Striptease“. Dabei erklärte sie Schritt für Schritt einzelne Bestandteile der Tracht, nahm schließlich die Mütze ab und ging anschließend auf die Bedeutung ihrer Schürze ein. Damit leitete sie passend zum nächsten Programmpunkt über: Ingrid Lerch erzählte die Geschichte von „Omas Schürze“. Ihr Beitrag rief im Publikum viele „Das kenne ich auch!“ hervor. Gleichzeitig wurden bei vielen Zuhörerinnen Erinnerungen an die eigenen Großmütter wach – begleitet von viel Zustimmung und herzlichem Gelächter.

Weiter ging es mit Lines augenzwinkerndem „Striptease“. Inzwischen hatte sie ihre Tracht ein wenig „upgecycelt“ und ging nun weiter auf einzelne Bestandteile ein. So erklärte sie ihr fest gebundenes Tuch, das mit einem Gewicht von ein bis zwei Kilogramm für eine aufrechte Haltung sorgt. Auch die Schnalle am Hals habe ihren Zweck – sie halte den Kopf gerade, ähnlich wie man es von Frauen in Afrika kenne. Ob diese Idee allerdings von den Lindhorsterinnen übernommen wurde oder umgekehrt, ließ sie mit einem Schmunzeln offen.

Für besonders viel Gelächter im Publikum sorgte schließlich das „Geheimnis“ unter dem Rock: das sogenannte Scheuerloch – ein Begriff, dessen Herkunft ebenfalls ein kleines Rätsel blieb.

Anschließend kamen die beiden Leiterinnen des Kudammhofes, Friederike Schulze und Lara Schütze, zu Wort. Die 91-jährige Mutter und Großmutter konnte leider nicht teilnehmen. Friederike Schulze berichtete aus ihrer Kindheit auf dem Hof, die von Gehorsam und Disziplin geprägt war. Viel Zeit für Spiel und Spaß mit der Mutter gab es nicht, doch sie sorgte immer dafür, dass ihre Töchter nicht ausgegrenzt wurden. Mit 18 Jahren übernahm Friederike Schulze den Hof – fortan war es eine reine Frauengemeinschaft, in der sie sich jederzeit auf die Unterstützung ihrer Mutter verlassen konnte. Diese kümmerte sich auch um ihre Enkel und war vielen im Dorf als „rasende Eieroma“ bekannt.

Als Mutter wollte Friederike Schulze vieles anders machen: Sie bekam ihre Kinder schon vor dem 30. Lebensjahr, die Familie fuhr in den Urlaub und versuchte, vieles gemeinsam zu gestalten. Gleichzeitig betonte sie, dass es in der Pubertät oft zu klassischen Mutter-Tochter-Konflikten kam, da zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertrafen. Dennoch hatte und hat sie großen Anteil am Leben ihrer mittlerweile verheirateten Tochter und konnte vieles nachholen, was sie selbst früher nicht erleben konnte.

Danach erzählte ihre Tochter Lara Schütze, dass sie mit tollen Vorbildern großgeworden sei und viel Freiraum sowie Unterstützung erfahren habe. Es gab immer Urlaub, freie Tage und gemeinsame Zeit. Ein besonderes Erlebnis sei das begleitete Fahren mit 17 gemeinsam mit der Oma gewesen – heute sei es genau andersherum, so Schütze schmunzelnd. Friederike Schulze und Lara Schütze betonten am Ende, wie wichtig gegenseitiges Verständnis, gemeinsame Aktivitäten und unterstützende Partner an der Seite seien.

Mit dem abschließenden Striptease von Line neigte sich der unterhaltsame Vormittag dem Ende zu. Nachdem sie bereits den roten Rock abgelegt hatte, folgten Unterrock, Brusttuch und Weste – alles begleitet von einem Liederrätsel und gemeinschaftlichem Singen –, bis Line schließlich im Unterkleid vor dem Publikum stand. Der Auftritt von Comedienne Susanne Nülle alias Line begeisterte die anwesenden Frauen und wurde mit anhaltendem Applaus gewürdigt.

Zum Abschluss holte Carmen Kahle die Helferinnen auf die Bühne und überreichte jeder ein kleines Präsent. Auch Annette Kesselhut bekam von Moderatorin Gisela Janßen als Dankeschön für die Organisation, den Überblick über die Finanzen und den Schriftverkehr einen Strauch mit SoVD-roten Blüten überreicht. Mit kurzen Schlussworten wurde die Veranstaltung schließlich beendet. Alle waren sich einig: Es war ein interessanter Vormittag mit inspirierenden Vorträgen, anregenden Gesprächen und einer angenehmen Atmosphäre. Ein besonderer Dank gilt den Referentinnen, dem Küchenteam sowie allen Helferinnen und Helfern – ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen.

Annette Kesselhut und Gisela Janßen
Fotos: Annette Mühlstein, Annette Kesselhut und Gisela Janßen

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