Samstag, 12. September 2026

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Schlupflider Übungen: Hilft Augengymnastik wirklich?

Ein müder Blick erwartet einen im Spiegel, obwohl man eigentlich tief und fest geschlafen hat. Häufig sind sogenannte Schlupflider der Grund dafür, dass die Augen kleiner wirken und das Gesicht erschöpft aussieht. Auf der Suche nach einer sanften Methode ohne OP stoßen viele Betroffene im Internet auf Gesichtsyoga und Augengymnastik. Aber kann man die erschlaffte Haut am Lid wirklich einfach wegtrainieren, oder ist das nur ein schöner Mythos? In diesem Artikel nehmen wir den Trend unter die Lupe und zeigen, was Übungen und die richtige Pflege tatsächlich bewirken können.

Was genau sind Schlupflider?

Von einem Schlupflid spricht man, wenn der bewegliche Teil des Oberlides beim geöffneten Auge ganz oder teilweise vom oberen Hautteil – dem sogenannten Überhang – verdeckt wird. Schaut man geradeaus in den Spiegel, ist die Lidfalte kaum oder gar nicht sichtbar.

In den meisten Fällen sind Schlupflider eine ganz natürliche Alterserscheinung. Die Haut rund um unsere Augen ist besonders dünn und besitzt kaum Unterhautfettgewebe. Mit den Jahren produziert der Körper weniger Kollagen und Elasthan, wodurch die Haut an Spannkraft verliert und der Schwerkraft folgend sanft nach unten sinkt. Bei manchen Menschen ist diese Lidform allerdings auch genetisch bedingt und schon seit der Jugend vorhanden. Gefährlich sind Schlupflider nicht, aber sie verleihen dem Gesicht oft einen optisch müden, traurigen oder gar mürrischen Ausdruck, obwohl man sich topfit fühlt.

Kann man Schlupflider einfach wegtrainieren?

Die kurze Antwort lautet: Jain. Man kann die überschüssige Haut zwar nicht wie von Zauberhand wegradieren, aber Augengymnastik kann trotzdem einen sichtbaren Unterschied machen.

Der Grund dafür liegt in der Anatomie unseres Gesichts. Das Gewebe rund um das Auge wird von verschiedenen Muskeln gestützt, unter anderem vom Ringmuskel des Auges und dem Stirnmuskel. Wenn diese Muskeln im Laufe der Zeit erschlaffen, sinkt auch die darüberliegende Haut schneller ab.

Durch gezielte Übungen wird die Durchblutung in der Augenpartie massiv angekurbelt. Das sorgt dafür, dass die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und überschüssige Flüssigkeit (wie morgendliche Schwellungen) schneller abtransportiert wird. Zudem stärkt das Training die Muskelpartien, was der Augenpartie einen sanften, natürlichen Lifting-Effekt verleihen kann. Das Schlupflid verschwindet dadurch zwar nicht komplett, aber das Auge wirkt insgesamt offener, wacher und frischer.

Die 3 besten Übungen: So funktioniert Augengymnastik für zwischendurch

Um die Muskeln rund um die Augenpartie gezielt zu stärken, reichen schon wenige Minuten am Tag aus. Wichtig ist, dass die Übungen regelmäßig und mit gewaschenen Händen gemacht werden, da sie das Gesicht berühren.

Übung 1: Das Augenbrauen-Lifting

Diese Übung stärkt den Stirnmuskel und hilft dabei, die Augenbrauen und damit auch das Oberlid sanft anzuheben. Platziere dafür die Zeigefinger beider Hände waagerecht direkt unter deinen Augenbrauen. Drücke die Haut nun mit den Fingern ganz sanft nach oben und außen, um das Augenlid leicht auf Spannung zu bringen. Versuche nun, gegen den Widerstand deiner Finger die Augen für etwa fünf Sekunden fest zu schließen. Du solltest ein leichtes Ziehen im Bereich der Augenlider spüren. Entspanne die Augen danach wieder. Wiederhole diesen Vorgang etwa zehnmal.

Übung 2: Der Fixier-Blick (Das große O)

Mit dieser Technik trainierst du den großen Ringmuskel, der das gesamte Auge umschließt, und förderst gleichzeitig den Lymphfluss, um Schwellungen zu reduzieren. Forme mit deinem Mund ein langes, großes „O“ und ziehe die Lippen leicht über die Zähne. Dadurch wird die Gesichtshaut bereits leicht gestrafft. Schaue nun starr nach oben zur Decke, ohne dabei den Kopf zu bewegen oder die Stirn in Falten zu legen. Blinzle in dieser Position nun ganz schnell und locker für etwa 30 Sekunden hintereinander. Du wirst merken, wie die Muskeln rund um die Augen arbeiten müssen.

Übung 3: Der Schmetterlings-Griff

Diese Übung isoliert die Bewegung der Augenlider und sorgt für eine bessere Durchblutung direkt am Schlupflid. Lege deine Zeigefinger flach auf die geschlossenen Augenlider, direkt an den Wimpernkranz, ohne Druck auszuüben – die Finger dienen nur als leichtes Gewicht. Versuche nun, die Augen gegen das Gewicht der Finger sanft zu öffnen. Halte die Augen für drei Sekunden so weit wie möglich geöffnet (auch wenn du durch die Finger nicht viel siehst) und schließe sie dann wieder. Wiederhole diese Übung 10- bis 15-mal hintereinander.

Warum Übungen ohne die richtige Pflege nicht ausreichen

Augengymnastik ist ein großartiges Werkzeug, um die darunterliegende Muskulatur aufzubauen und zu stärken. Doch man darf eines nicht vergessen: Die Übungen setzen am Muskel an – das eigentliche Schlupflid besteht jedoch aus erschlaffter Haut. Wenn die Haut selbst trocken ist und es ihr an Elastizität fehlt, nützt auch der stärkste Muskel darunter wenig.

Die Augenpartie ist die dünnste Hautregion unseres gesamten Körpers. Sie besitzt kaum Talgdrüsen, weshalb sie extrem schnell austrocknet und an Spannkraft verliert. Durch die mechanische Bewegung beim Gesichtsyoga wird die Haut zusätzlich beansprucht. Ohne die richtige Pflege kann das ständige Dehnen und Bewegen der Haut sogar kontraproduktiv sein und feine Trockenheitsfältchen begünstigen.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte das Training daher immer mit einer zielgerichteten Pflege kombiniert werden. Hochwertige Produkte, wie beispielsweise eine Jasminsalbe, sind speziell auf die Bedürfnisse dieser empfindlichen Zone abgestimmt. So wird die Haut geschmeidig genug, um den Bewegungen der Gymnastik elastisch zu folgen, und das Oberlid wirkt insgesamt straffer und definierter.

Wann hilft nur noch eine OP bei Schlupflidern?

Auch wenn Augengymnastik und die passende Pflege tolle Ergebnisse erzielen können, um den Blick zu erfrischen – sie haben ihre biologischen Grenzen. Ein echtes Schlupflid, bei dem die Haut bereits stark überhängt, lässt sich auf natürlichem Weg nicht komplett wegschminken oder wegtrainieren.

Wenn der Hautüberschuss so ausgeprägt ist, dass das Augenlid schwer auf den Wimpern lastet, ständig Reizungen verursacht oder sogar das Sichtfeld einschränkt, geraten Cremes und Muskelübungen an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann eine operative Lidstraffung (Blepharoplastik) sinnvoll sein. Bei diesem kurzen und meist ambulanten Eingriff entfernt ein Chirurg überschüssige Haut und Fettgewebe am Oberlid.

Bevor man jedoch über einen operativen Eingriff nachdenkt, lohnt es sich immer, erst einmal für ein paar Monate konsequent auf die Kombination aus gezielter Augengymnastik und einer stärkenden Jasminsalbe zu setzen. Oft lässt sich das Gewebe dadurch so weit festigen, dass ein operativer Schritt gar nicht mehr nötig ist oder zumindest weit nach hinten verschoben werden kann.

Fazit

Augengymnastik mag für viele nach einer sinnlosen Zeitverschwendung klingen, kann aber durchaus eine natürliche Methode sein, um die Muskulatur rund um die Augen zu stärken. Wunder über Nacht sollte man zwar nicht erwarten, aber mit etwas Geduld und Regelmäßigkeit lässt sich der müde Ausdruck effektiv bekämpfen. Dabei müssen jedoch Muskel-Training und Hautpflege Hand in Hand gehen. Wer die täglichen Übungen mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege wie einer Jasminsalbe kombiniert, schützt die extrem dünne Haut der Augenpartie vor dem Austrocknen und unterstützt den straffenden Effekt optimal. So klappt es mit dem frischen, wachen Blick auch ohne OP.

Foto: Victoriia M1