Mittwoch, 12. August 2026

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Bürgeranfrage zur Zukunft des Strandbads Flotwedel in Langlingen

Wie geht es weiter mit dem Stradbad Flotwedel in Sandlingen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Bürgeranfrage an die Fraktionen von CDU, SPD Grüne und FDP im Kreistag, die sich mit der zukünftigen Entwicklung des bleliebten Freizeit- und Erholungsstandorts befasst. Dabei geht es unter anderem um Perspektiven für den Berieb, mögliche Investitionen und die langfristige Sicherung des Angebots.

Die Anfrage veröffentlichen wir im Wortlaut:

„Die drastische Verkürzung der täglichen Badezeiten (auf 12:00 bis 18:00 Uhr) im Zuge der Umwandlung zur „Badestelle“ stößt in der Bevölkerung auf massiven Protest. Wie akut das Thema ist, zeigt der überwältigende Erfolg der aktuellen Online-Petition: Innerhalb der ersten 48 Stunden wurden bereits über 1.000 Unterschriften gesammelt. Für ein rein lokales Anliegen ist dies ein unüberhörbares Signal der Bürgerinnen und Bürger.

https://www.change.org/StrandbadFlotwedel

In erster Linie geht es uns hierbei um die klare Forderung, dass die Anlage wieder vollumfänglich als sicher bewachtes Strandfreibad betrieben und erhalten wird. Die Art und Weise, wie die Bürgerinnen und Bürger hier sehr kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, sorgt für erhebliche Frustration. Dass nun rechtliche Richtlinien als Begründung für die Umwandlung herangezogen werden, wirft Fragen auf: Die maßgebliche Rechtsprechung zur Betreiberhaftung ist seit vielen Jahren bekannt. Dass die Anpassung nun so plötzlich und ohne Einbindung der Öffentlichkeit vollzogen wird, wirkt im Wahlkampfsommer überstürzt.

Besonders kritisch wird in der Bevölkerung die Prioritätensetzung bei den Haushaltsmitteln diskutiert. Während auf der einen Seite die Grundsteuersätze kontinuierlich steigen und erhebliche Summen – wie der mit rund 1,6 Millionen Euro veranschlagte Radwegebau an der K 51 zwischen Langlingen und Wiedenrode – realisiert werden können, soll nun ausgerechnet an einem überregional bedeutenden Strandbad gespart werden. Auch wenn Großprojekte durch Fördermittel kofinanziert werden, müssen die verbleibenden Eigenanteile der Kommunen dort eingesetzt werden, wo sie der Lebensqualität und der Sicherheit der breiten Bevölkerung – insbesondere den Familien und Kindern im Flotwedel – direkt zugutekommen. Ein schleichender Rückzug aus der Verantwortung für diese Freizeitanlage ist für uns keine Option.

Vor diesem Hintergrund wächst in der Bevölkerung die begründete Sorge vor einem dauerhaften Niedergang der Anlage:

– Die Zukunft der Badeaufsicht: Unser aktueller Bademeister wird in absehbarer Zeit in den verdienten Ruhestand gehen. Die große Befürchtung ist, dass die Samtgemeinde dann keinen Ersatz mehr suchen wird und das Areal dauerhaft zu einer unbewachten, riskanten Badestelle verkommt.

– Drohende Verwahrlosung: Ohne feste Strukturen und die Präsenz von Aufsichtspersonen droht eine extreme Zunahme von Vermüllung durch Glasscherben, Zigarettenkippen und Hundekot. Dies gefährdet vor allem spielende Kinder.

– Vandalismus-Risiko: Sobald die Sanitäranlagen erst einmal Ziel von Vandalismus werden, steht zu befürchten, dass die Gemeinde diese aus Kostengründen komplett schließen wird, anstatt sie instand zu halten.

Ich bitte Sie daher höflich um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Sofortmaßnahme Öffnungszeiten (Saison 2026): Sehen Sie Spielraum, kurzfristig für die laufende Saison flexiblere Lösungen (z. B. eine Verlängerung der Badezeiten an Hitzetagen über 28 Grad) zu prüfen, um Familien und den Kioskbetrieb zu entlasten?

  2. Zukunft der Badeaufsicht & Konzept ab 2027: Wie wollen Sie sicherstellen, dass rechtzeitig eine Nachfolge für den jetzigen Bademeister gesucht und finanziert wird? Würden Sie dabei Kooperationen (z. B. mit der DLRG), Vereine oder Sponsorenmodelle unterstützen, um die rechtliche Haftung und Finanzierung eines sicher bewachten Freibads langfristig zu garantieren?

  3. Schutz vor Vandalismus und Verwahrlosung: Welche konkreten Maßnahmen (z. B. Kontrollen, Einzäunung, Partnerschaften) planen Sie, um eine drohende Vermüllung (Glasscherben, Müll, Hundekot) sowie Vandalismus an den Sanitäranlagen effektiv zu verhindern, falls das Bad eine reine Badestelle bleibt?

Da dieses Thema von öffentlichem Interesse ist, möchte ich Ihre Rückmeldung gerne im Rahmen der Petition und in den sozialen Netzwerken teilen, um die Wählerinnen und Wähler über die verschiedenen Positionen zu informieren.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Zeit und Ihre Arbeit für das Flotwedel und freue mich auf Ihre schriftliche Rückantwort.“

PR

Foto: Celler Presse (Archiv)