FDP: Feldberegnung braucht Fachlichkeit, Verlässlichkeit und Planungssicherheit
Die FDP-Kreistagsfraktion Celle spricht sich für eine sachliche und fachlich fundierte Begleitung der laufenden Feldberegnungsverfahren aus. Aus Sicht der Liberalen ist die regelmäßige Information der Politik im zuständigen Fachausschuss der richtige Weg, um Transparenz zu schaffen und gleichzeitig die notwendige Unabhängigkeit des wasserrechtlichen Verfahrens zu gewährleisten.
„Wasser ist ein sensibles Gut. Kaum ein anderes Thema wird so emotional diskutiert wie die Verteilung einer begrenzten Ressource. Gerade deshalb dürfen wir Emotionen nicht zum Maßstab einer wasserrechtlichen Entscheidung machen. Entscheidend müssen Fakten, Gutachten und das geltende Recht sein“, erklärt der FDP-Kreistagsabgeordnete Walter-Christoph Buhr, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion.
Für die FDP steht fest, dass die Landwirtschaft im Landkreis Celle auf eine verlässliche Wasserversorgung angewiesen ist. Die vergangenen Trockenjahre haben gezeigt, dass Feldberegnung für viele Betriebe keine Frage des Komforts mehr ist, sondern eine Voraussetzung für stabile Erträge und die regionale Lebensmittelproduktion.
„Unsere Landwirtschaft ist weit mehr als nur ein einzelner Wirtschaftszweig. Sie ist einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren unseres Landkreises. Von einer starken Landwirtschaft profitieren nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe selbst, sondern auch Lohnunternehmen, Landmaschinenhändler, Werkstätten, Futtermittelhandel, Bauunternehmen, Speditionen, Handwerksbetriebe und viele weitere mittelständische Unternehmen. Wertschöpfung entsteht nicht nur auf dem Acker, sondern in der gesamten Region“, so Buhr.
„Für uns als FDP gehört dazu auch eine ausreichende und verlässliche Versorgung unserer landwirtschaftlichen Betriebe mit der Ressource Wasser. Wasser ist die Grundlage für Pflanzenwachstum und damit für die Erzeugung regionaler Lebensmittel. Wer von unseren Landwirten erwartet, dass sie auch unter den Bedingungen des Klimawandels zuverlässig produzieren, muss ihnen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehört auch ein rechtssicherer und verantwortungsvoller Zugang zur Feldberegnung.“
Ebenso sieht die FDP die Landwirtschaft als unverzichtbaren Partner für den Erhalt der Kulturlandschaft. „Unsere Landwirte produzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel. Sie prägen seit Generationen das Gesicht unseres Landkreises. Sie erhalten unsere Kulturlandschaft, bewirtschaften Wiesen und Felder, pflegen Hecken und Wege und tragen Verantwortung für unsere Heimat. Wer den ländlichen Raum erhalten will, muss auch die Menschen stärken, die ihn tagtäglich gestalten“, hebt Jutta Krumbach, Fraktionsvorsitzende, hervor.
Für die FDP ist deshalb klar: Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Natur- und Gewässerschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Wir brauchen keine Gewinner und Verlierer. Unser Ziel muss sein, die unterschiedlichen Interessen verantwortungsvoll miteinander in Einklang zu bringen. Dafür braucht es ein rechtsstaatliches Verfahren, das fachlich sauber arbeitet und alle Belange berücksichtigt“, bekräftigt Charles M. Sievers von der FDP-Kreistagsfraktion.
Die FDP spricht sich deshalb dafür aus, das laufende Verfahren weiterhin durch die zuständige Fachverwaltung bearbeiten zu lassen und die politische Begleitung über den Fachausschuss fortzuführen. „Nicht jede Entscheidung wird besser, nur weil mehr Politik daran beteiligt ist. Unsere Aufgabe als Kreistag ist es, Ziele zu setzen und die Verwaltung zu kontrollieren. Die Aufgabe der Fachverwaltung ist es, auf Grundlage von Daten, Gutachten und gesetzlichen Vorgaben eine rechtssichere Entscheidung zu treffen. Diese Rollenverteilung hat sich bewährt“, so Hans-Joachim Bartsch von der FDP-Kreistagsfraktion.
Aus Sicht der FDP sollte das Verfahren gleichzeitig genutzt werden, um die Datengrundlagen und das Monitoring kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die FDP-Fraktion schlägt deshalb vor,
- das bestehende Grundwasser-Monitoring kontinuierlich auszubauen,
- die Auswirkungen der Beregnung regelmäßig wissenschaftlich auszuwerten,
- moderne Mess- und Steuerungstechnik weiter einzusetzen, um Entnahmen bei Bedarf flexibel anpassen zu können,
- den politischen Dialog im zuständigen Fachausschuss transparent und kontinuierlich fortzuführen sowie
- die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Wasserversorgern, Fachbehörden und Wissenschaft weiter zu stärken.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine sichere Trinkwasserversorgung, eine starke heimische Landwirtschaft und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dafür müssen wir unseren landwirtschaftlichen Betrieben auch künftig eine ausreichende Versorgung mit der Ressource Wasser ermöglichen; verantwortungsvoll, fachlich fundiert und mit Augenmaß! Denn wer regionale Ernährungssicherheit will, muss auch Wassersicherheit für die Landwirtschaft gewährleisten. Genau dafür stehen wir als FDP“, unterstützt auch Fraktionsmitglied Steffen Lenzen dieses Thema innerhalb der FDP-Fraktion.
„Wasser ist keine unerschöpfliche Ressource. Deshalb müssen wir heute verantwortungsvoll handeln, damit auch morgen noch ausreichend Wasser für Menschen, Natur und Landwirtschaft zur Verfügung steht.“
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