Samstag, 17. Oktober 2026

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Wenn der Containerplatz zur Müllablage wird

Alte Möbel, Kartons, Säcke oder anderer Sperrmüll neben einem Altglascontainer: An der Wernerusstraße in Westercelle zeigt sich derzeit ein Bild, das in Celle nicht ganz unbekannt ist. Schon in der Vergangenheit hatten Ablagerungen rund um Containerstandorte für Ärger und Diskussionen gesorgt.

Besonders sichtbar wurde das Problem zuletzt an den Altkleidercontainern im Stadtgebiet. Neben überfüllten Behältern türmten sich an manchen Standorten Säcke und Textilien, teilweise wurde dort auch anderer Müll abgestellt. Die Situation beschäftigte schließlich sogar die Celler Kommunalpolitik.

Die Stadt hatte bereits 2024 Altglas- und Altkleidercontainer im Stadtgebiet als einen „Magnet für illegale Müllablagerungen“ bezeichnet. In einem politischen Antrag zur Abschaffung der Altkleidercontainer wurde im vergangenen Jahr ebenfalls auf regelmäßige wilde Ablagerungen hingewiesen – darunter nicht nur Kleidung, sondern auch Haus- und Sperrmüll.

Inzwischen hat sich das Bild verändert. Seit Anfang 2026 stehen auf öffentlichen Flächen im Celler Stadtgebiet keine gewerblichen Altkleidercontainer mehr. Hintergrund war neben der zunehmenden Vermüllung auch das Auslaufen der Sondernutzungserlaubnis Ende 2025. Da kein neuer gewerblicher Aufsteller gefunden wurde, zog das bisherige Unternehmen seine Container ab.

Geblieben sind vielerorts die Altglascontainer – und offenbar zumindest teilweise auch das Problem mit Dingen, die daneben abgestellt werden. Das zeigt aktuell der Standort an der Wernerusstraße in Westercelle, wo Sperrmüll neben den Containern gelandet ist.

Für solche Fälle gibt es beim Zweckverband Abfallwirtschaft Celle sogar einen eigenen Ansprechpartner für „Wilde Müllablagerungen / Autowracks“. Als Untere Abfallbehörde überwacht der Zweckverband die ordnungsgemäße Abfallentsorgung im Verbandsgebiet.

Der aktuelle Fund an der Wernerusstraße steht damit nicht völlig für sich. Er erinnert vielmehr an eine Problematik, die Celle rund um seine Containerstandorte schon länger beschäftigt: Ein Platz, der für die Sammlung eines bestimmten Wertstoffes vorgesehen ist, wird offenbar schnell auch als Ablageort für anderes, das auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden muss, verstanden.

CP/PR
Foto: Celler Presse

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