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CELLE. Nach fünfjähriger Ruhepause sind die fünf Persönlichkeiten mit historischer Beziehung zur Herzogstadt Celle am Freitag wieder auf den Rundkurs geschickt worden. Eine erkleckliche Anzahl Neugieriger harrte der Dinge, die da kommen sollten angesichts der Anwesenheit des Oberbürgermeisters und einer kleinen Schar Fotografen. Punkt 13 Uhr war es soweit: Die linke Klappe des Umlaufkasten öffnete sich, Herzog Otto der Strenge erschien als Erster und machte seinem Namen Ehre. Das Glockenspiel erklang hell und klar: „Der Mai ist gekommen“. Zu dem Spiel zogen noch Herzog Ernst der Bekenner, Königin Caroline Mathilde von Dänemark, Ludwig Christoph Heinrich Hölty und – natürlich – Hermann Löns ihre Runden.

Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende hatte zuvor die Bedeutung des Glockenspiels für die Stadt hervorgehoben, so sei es für die touristische Vermarktung wichtig. Er dankte den Eigentümerinnen des Hauses Ecke Zöllnerstraße/Poststraße, Roswitha Kröger und Ricarda Bartling, dass sie sich spontan bereit erklärt hatten, das Glockenspiel an der Fassade anbringen zu lassen. Das Geschäftshaus ist kürzlich von Grund auf renoviert worden und beherbergt nun die Drogerie Müller – davor wurde das Gebäude von Karstadt genutzt.

Dirk-Ulrich Mende erläuterte noch einige technische Details. So mussten für die Stahlkonstruktion für die Verankerung der insgesamt 570 Kilogramm schweren Anlage 25.000 EURO aufgewendet werden, 18.000 EURO wurden zuvor in die Renovierung des Glockenspiels gesteckt, und für 11.000 EURO ist es vor fünf Jahren erworben worden, als es am Gebäude des Juweliergeschäfts Schnell den Dienst quittieren musste. Die Suche nach einem neuen repräsentativen Platz gestaltete sich schwierig, so Stadtdenkmalpfleger Eckart Rüsch, zumal die drei Glockenstränge und der Umlaufkasten eine große geschlossene Fläche erfordern. Es bot sich nun die Westfassade des seit 1911 in Familienbesitz befindlichen Geschäftshauses an. Das Problem lag lediglich darin, dass die nachträglich angebrachte Fachwerkfassade nicht tragfähig war und die Verankerung an der dahinter liegenden Betonwand erfolgen musste.

Das Glockenspiel wird zunächst zweimal täglich erklingen, und zwar um 13 Uhr und um 17 Uhr; es werde geprüft, ob ein zusätzliches Spiel um 10:30 Uhr ermöglicht werden kann. Die Generalprobe am Samstag jedenfalls war erfolgreich, und nach dem letzten Ton wurde sogar Beifall geklatscht. Dieter Bohlen hätte gesagt: „Jeder Ton wurde getroffen.“

Redaktion
Celler Presse





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