Planspiel Börse 2013

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CELLE. An dem Spiel um Wirtschaft und Börse haben im Bereich Stadt und Landkreis Celle über 800 Schülerinnen und Schüler aus 21 Schulen teilgenommen – 200 Gruppen waren am Start. Vom 1. Oktober bis zum 11. Dezember 2013 konnten die Schüler mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 € 175 Wertpapiere an den Börsenplätzen Frankfurt, Madrid, Mailand, Paris, Wien und London zu realen Kursen kaufen und verkaufen. Gespielt wurde ausschließlich über das Internet.

In einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Congress Union wurden heute die Sieger des Planspiels geehrt. Moderiert wurde die Veranstaltung von ffn-Moderator Peter-Michael Zernechel. „Das hat er toll und unterhaltsam gemacht“, war dann abschließend der Kommentar von Birgit Krüger vom Vertriebsmanagement der Sparkasse, die wieder als Spielleiterin das Projekt begleitet hat.

Den ersten Platz mit dem besten Ergebnis nach gut 10 Wochen „Zocken“ mit dem Spielgeld belegte die Gruppe „Rage Outfit Company“ vom Hermann-Billung-Gymnasium mit einem Depotwert von 55.335,39 €, eine beeindruckende Geldvermehrung. Die Gruppe um Laurids Wetzel erhielt von Sparkassenvorstand Stefan Gratzfeld und Birgit Krüger die Siegprämie von 300 €. Und Stefan Gratzfeld ist begeistert: „Die Jungs haben ein tolles Auftreten, die wissen was sie tun.“ Platz zwei ging an die Gruppe „HBG“, ebenfalls vom Hermann-Billung-Gymnasium.

Wenn auch der Gruppenname Originalität vermissen ließ, tat das der Leistung keinen Abbruch; der Depotwert lag bei 55.280,95 € beim Abschluss. Dafür bekam die Gruppe um Timo Heinemann 200 € Prämie. Mit einem Depotwert von 55.194,84 € landete die Gruppe „MACS“ vom Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf auf dem dritten Platz.

Dafür gab es 150 € Prämie. Die Gruppe um Sara Lamouchi hatte aber mehr Glück beim Thema Nachhaltigkeit. Dort wurde sie als Sieger gekürt. Die Spielgruppen mit den Platzierungen 4 bis 20 erhielten jeweils 50 €.

Wie Birgit Krüger feststellte, haben in früheren Wettbewerben die drei Siegergruppen nicht so dicht zusammengelegen; da gab es schon einen Abstand im Tausenderbereich. Diesen Abstand hatte sich Laurids Wetzel vom Team „Rage Outfit Company“ zwar auch vorgenommen, zunächst sah es auch so aus. Doch dann lief es nicht mehr so gut, und die Zweitplatzierten aus der gleichen Klasse am HBG holten auf. „Dann wurde es noch einmal eng“, so Laurids Wetzel.

Ausgezeichnet wurde auch noch die Gruppe mit dem schönsten Namen. Das waren die „Wathlinger Wall Street Wichtel“. Immerhin hatte sie zum Schluss ein Kapital von 51.000 € aufzuweisen. Wie Birgit Krüger berichtete, sind auf Bundesebene aus 50.000 € in einem Fall sogar 61.000 € geworden. 40.000 Gruppen waren insgesamt am Start. Die Verlierer hatten sich verzockt und hatten zum Schluss nur noch 39.000 € auf dem Konto. Dazu hatte vor allem der ungünstige Verlauf der SONY Aktie verholfen. Am besten haben die Gruppen profitiert, die sich an Hewlett Packard gehalten hatten.

Nicht ganz uneigennützig warb Stefan Gratzfeld bei dieser Gelegenheit für den Beruf als Sparkassenkaufmann. Doch die meisten Jugendlichen hielten sich bedeckt. Und Gratzfeld ermunterte mit dem Hinweis darauf, dass es nicht so sehr auf die Zeugniszensuren in Mathe und Deutsch ankomme. Es komme auf den Umgang mit Menschen an, die es freundlich und kompetent zu beraten gelte. Wie überhaupt die Kunden Vertrauen, Nähe und Sicherheit suchen. Der Sparkassenvorstand richtete aber auch einen Wunsch an die „GroKo“ (Große Koalition) in Berlin und warnte vor einer Überregulierung. Eine Bankenregulierung solle mit Augenmaß betrieben werden. Volksbanken und Sparkassen dürften nicht in einen Topf mit den Großbanken geworfen werden.

Redaktion
Celler Presse





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