Montag, 9. März 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

„DIE SCHULE“ öffnete heute die Türen

CELLE In kaum einem anderen Beruf blickt man so zuversichtlich in die Zukunft wie in der Altenpflege. Zukunftsträchtig können sich Interessierte am Celler Standort der Einrichtung „DIE SCHULE“ zum/zur Altenpfleger/in dual ausbilden lassen. Heute gewährte die Schule einen Einblick hinter die Kulissen, wobei die Schüler ganz im Mittelpunkt standen.

Schulleiterin Gabriele Bein hatte mit der Schule in der Westcellertorstrasse 8 am 11. November 2013 erst begonnen. Der Zuspruch war sehr groß, doch der Celler Standort der Einrichtung „DIE SCHULE“ wollte zuerst nur mit einer Klasse beginnen. 18 Schülerinnen im Alter von 18 – 57 Jahren starten von Beginn an sehr motiviert. Bein lobte die tolle Klasse mit den Worten: „Die Schülerinnen sind im Inneren von ihrer Tätigkeit überzeugt und mit einer Begeisterung dabei, es hat einfach alle zusammengeschweißt.” Bei der Organisation des heutigen Tages der offenen Tür spielten die Schülerinnen die Hauptrolle. Die einzelnen Stationen haben sich die Schülerinnen selbst ausgedacht und ausgearbeitet, also auch Kuchen für Besucher gebacken.

„Kleine feine Schule“

Das Angebot der Schule richtet sich in erster Line an Berufstätige, die auf ein Gehalt angewiesen sind und somit Beruf und Schule dual miteinander verknüpfen wollen, erklärte Gabriele Bein. Die Schüler/innen sind in den Einrichtungen stets verfügbar und nur an zwei Tagen in der Woche ganztägig in der Schule. Sie verlieren so nicht den Kontakt zur Einrichtung und den Bewohnern. Ein wichtiger Aspekt gerade bei der Betreuung von Demenzpatienten. Die erste Klasse startete mit der Eröffnung am 11. November 2013. In den Osterferien werden zwei Räume am Standort in der Westcellertorstrasse für die neue Klasse, die am 1. September 2014 beginnt, noch zusätzlich umgebaut. Die Ausbildung zum/r Altenpfleger/in dauert insgesamt drei Jahre. DIE SCHULE möchte am Standort Celle jedoch vorerst nur eine Jahrgangsklasse um 20 Schüler anbieten. Einfach eine „Kleine feine Schule“, so Bein. Der Zuspruch reiße aber nicht ab. Schon die nächste Ausbildungsklasse ab September ist zur Hälfte gefüllt.

Biografien und mehr

Kirsten Sänger gab an ihrer Station einen Einblick in die sieben theoretischen Unterrichtsfächer und die dazugehörigen Arbeitsbücher. Einen Schwerpunkt der Station war die Projekt-Ausarbeitung zum Thema „Biografien“. Die angehenden Altenpfleger/innen sollen sich mit den zu Pflegenden auseinandersetzen, sie als Individuum sehen und auch einen Blick auf ihre Vergangenheit werfen. Standortleiterin Siglinde Schulz ergänzte dazu, dass es von Interesse sei, ob der ältere Mensch zum Beispiel immer Tiere hatte. Diese Information könnte man mit aufgreifen. Den Umständen entsprechend könnte man dazu dann einen Besuch eines Hundes organisieren. Sänger verwies auf das laufende Projekt zu diesem Thema. Die Schüler/innen haben sich zunächst anhand von Literatur dem Thema „Chronik“ genähert. Im Anschluss fertigten sie eine bildliche Biografie von sich selbst an. Sie möchten den Blick zu dem Thema schärfen, um später gezielt auf Informationen von den Pflegepersonen achten zu können.

Kinästhetik

Kinästhetik ist die schonende Bewegung von Patienten. Tobias Heerde und Tanja Klytta führten diese zugleich berührungsarme Technik den Interessierten vor. Schonend ist Kinästhetik für den/die Pfleger/in und für den Patienten zugleich. Mit nur wenigen Handgriffen verlagert man die Person, kann sie aus einer liegenden Position aufrichten und im Anschluss vom Bett in einen Rollstuhl bringen. Die von Heerde an Klytta vorgeführten Handgriffe sitzen bei dem Schüler sicher und wirken zugleich leichtgängig.

Fitness

Im vorgeführten Sportprogramm von Christa Brand und Irina Janke richten sich die angehenden Altenpflegerinnen ganz nach den Möglichkeiten der zu betreuenden Menschen. Kleinere Gymnastik- oder Dehnungsübungen können sogar mit Haushaltsgegenständen durchgeführt werden. Brand betonte die Wichtigkeit solcher Übungen: „Die Muskeln bauen sich sonst zu schnell ab“. Diesen Übungseinheiten zur Muskelstärkung aber auch Balanceübungen helfen den älteren Menschen bei der Gangunsicherheit. Mit Bällen, Bändern und anderen Utensilien können die Übungen ganz individuell angepasst werden.

Knochenschwere

Im Alter fällt vielen Menschen Bewegung schwerer. Diesen Umstand zeigten Tanja Meyer und Janine Graue mithilfe von speziellen Utensilien. Der Proband bekommt eine mit Sand gefüllte Weste und dazu Arm- und Beinmanschetten angelegt. Mit der Gewichtsbelastung möchte man sich gar nicht lang bewegen, am liebsten Pause machen oder sich einfach nur setzen. Aufstehen und setzen fallen obendrein schwerer. Dieser simulierte Altersanzug kann zudem mit Handschuhen, Gehörschutz und abgeklebten Brillen ergänzt werden. Sicherlich ist der Proband modisch nicht schön angezogen, doch nur so kann man jungen Menschen die Belastung als auch Einschränkung älterer Menschen verdeutlichen. Meyer und Graue führten diesen Zustand den Interessierten vor, luden ferner dazu ein, sich selbst der Herausforderung zu stellen.

6 Schritte in 30 Sekunden

Annette Jablonski und Zdenka Seidel sprachen mit ihrer Station eigentlich eine Selbstverständlichkeit an. Doch gerne werden diese „Nebensächlichkeiten“ vernachlässigt, obwohl sie eine wichtige Rolle in der Behandlung einnehmen. Gelernt werden die fünf Momente der Händehygiene. Sie sollen den Schüler/innen verdeutlichen, wann die Hände zu desinfizieren sind. Unter anderem vor und nach dem Patientenkontakt oder bei aseptischen Tätigkeiten. Die eigentliche Desinfizierung erfolgt nach speziellen Regeln. Eine nicht zu geringe Menge an Desinfektionsflüssigkeit muss in sechs Schritten 30 Sekunden lang in die Hände einmassiert werden. Nur so werden gern vernachlässigte Stellen zwischen den Fingern, den Fingerspitzen und dem Daumen nicht vergessen. Die angehenden Altenpfleger/innen haben den ganzen Tag über mit der Händedesinfektion zu tun. Die Haut kann dadurch austrocknen, Risse können sich bilden. Dazu bietet die Einrichtungen den Mitarbeitern auf das Desinfektionsmittel abgestimmte Hautpflege an. Jablonski und Seidel rieten, diese Hautpflege zu nutzen, um sich zu schützen.

DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft
IFBA gem. GmbH
Westcellertorstr. 8 (2. Stock)
29221 Celle

Telefon 0 51 41. 5 93 48 0
Fax 0 51 41. 5 93 48 10
E-Mail celle@die-schule.de

Öffnungszeiten der Verwaltung in Celle:
Mittwoch und Donnerstag 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung in Celle berät Sie gerne DIE SCHULE in Wolfsburg unter 0 53 62. 6 20 73.

Redaktion
Celler Presse

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige