Sparkasse Celle investiert in die Zukunft

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CELLE. Die Sparkasse Celle stellte heute die Zahlen der Geschäftsentwicklung 2013 vor. Dazu wagte Axel Lohöfener, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle, einen Blick in die Zukunft, auf das soziale Engagement und das Sponsoring über die Regionalstiftung. Die Sparkasse Celle investiert in die Zukunft der Region Celle, baut ein neues Kompetenzcenter im Landkreis und positioniert sich in Altencelle neu.

Im heutigen Bilanzgespräch präsentierte die Sparkasse Celle die Zahlen des Geschäftsjahres 2013. Stefan Gratzfeld, Vorstandsmitglied der Sparkasse Celle, bezeichnete es als interessantes Geschäftsjahr, allerdings mit einer heterogenen Entwicklung. Das Spar- und Investitionsverhalten unterscheide sich dabei signifikant zwischen Privatkunden und Unternehmen.

Hohe Einlagenzuwächse, deutliches Wachstum an Baufinanzierungen und sehr verhaltene Investitionstätigkeiten der Unternehmen. Insgesamt verzeichnen wir ein deutliches Einlagenwachstum in Höhe von 76 Millionen Euro oder 4,4 Prozent und ein leichtes Kreditwachstum um acht Millionen Euro oder 0,5 Prozent.

Einerseits ist die Konsum- und Investitionsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Celle sehr ausgeprägt. Durch das niedrige Zinsniveau sind Immobilien als Sachwertanlagen sehr gefragt. Gleichzeitig modernisieren viele Kunden die eigenen vier Wände zur Steigerung der Energieeffizienz. Daraus resultiert eine rege Nachfrage nach Baufinanzierungen. Mit einem Neugeschäft von 114 Millionen Euro und einer daraus folgenden Bestandssteigerung unseres Baufinanzierungsvolumens um 21 Millionen Euro sind wir zufrieden.

Das Einlagenwachstum im Privatkundengeschäft beträgt elf Millionen Euro. Einkommen und Erspartes wird zunehmend für Verbrauchsgüter ausgegeben und fördert damit die heimische Wirtschaft. Das Konsumverhalten der privaten Haushalte führt zu einer stabilen Ertragslage der Unternehmen in unserer Region.

Die Unternehmen investieren das verdiente Geld aber nur verhalten. Die Sparkasse Celle verzeichnet deshalb ein starkes Wachstum der Einlagen von Unternehmen in Höhe von 65 Millionen Euro bei gleichzeitig geringem Bestandswachstum der gewerblichen Kredite um eine Millionen Euro. Die gute Bonitätsentwicklung der Unternehmen unserer Region wirkt sich dabei positiv auf die Risikosituation im Kreditgeschäft unserer Sparkasse aus. Die Wertberichtigungen auf unser Kreditportfolio liegen im Geschäftsjahr 2013 sehr niedrig (vgl. 3. Ertragslage und Ausblick). Das Volumen risikobehafteter Kredite reduzierte sich im angelaufenen Jahr um 21 Millionen Euro.

Das der Sparkasse Celle Provisionsergebnis liegt auf Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die Sparkasse Celle einen leicht rückläufigen Absatz an Bausparverträgen und Lebensversicherungen. Dagegen konnte das vermittelte Volumen in Investmentfonds und in Wertpapiere gesteigert werden. Das führt sie auf die verstärkte Investition in die Ausbildung der Anlageberater zurück. Die strukturierte Beratung, auch bei niedrigem Zinsniveau, soll nach dem Sparkassenfinanzkonzept die Ziele und Wünsche bestmöglich abdecken.

„Die Beraterbank in Celle“ – Ausblick auf das Kundengeschäft 2014
Die Weiterentwicklung der Sparkasse Celle zu „der Beraterbank“ im Geschäftsgebiet wird auch in den nächsten Jahren eines der beiden strategischen Entwicklungsfelder der Sparkasse sein. Insbesondere bei weitreichenden finanziellen Entscheidungen erwarten die Kunden eine faire, objektive und kompetente Beratung. Das überarbeitete Sparkassenfinanzkonzept stößt bei den Kunden auf sehr positive Resonanz, so Gratzfeld. Er verweist auf die von Fokus Money aktuell durchgeführten Testkäufe bei Celler Kreditinstituten, bei denen die Sparkasse Celle in der Kundenberatung als Testsieger mit einer Note von 1,9 hervorging.

Des Weiteren möchte die Sparkasse Celle die Geschäftsstellen-Standorte (Kompetenzcenter) im Landkreis weiter ausbauen. In der vergangenen Woche begann der Bau des neuen Kompetenzcenters in Winsen/Aller. Mit insgesamt 20 Mitarbeitern wird die Sparkasse dort ab Januar 2015 Spezialisten für Beratungen aller Kundenbedürfnisse anbieten. Das Investitionsvolumen liegt bei 3,1 Millionen Euro, wobei die Sparkasse auf regionale Bauunternehmen setzt.
Obendrein wird es eine neue Geschäftsstelle in Altencelle an der B 214 zur Einmündung zur Burger Landstraße (Höhe des ehemaligen Küchenstudios) geben. Der Bau soll noch im Herbst 2014 beginnen und das bestehende Kompetenzcenter in der Pestalozziallee ersetzen. Im Sommer 2015 soll der Bau abgeschlossen sein und der Umzug beginnen.

Gratzfeld unterstrich, dass die Sparkasse Celle ihr Onlineangebot ausbauen möchte. Die Tendenz, allgemeine Bankgeschäfte online abzuwickeln nehme von Jahr zu Jahr zu, erläutert Gratzfeld. Auch die Frequentierung der Filialen nehme ab. Die Sparkasse strebe eine teilweise digitale Verlagerung der Filialen an, man wolle jedoch keine Direktbank werden. Stefan Gratzfeld, Vorstandsmitglied der Sparkasse Celle, möchte eine Leistungsgleichheit über alle Kanäle erreichen, wobei die Sparkasse auch persönlich vor Ort für seine Kunden da sein möchte.

Egal ob die Adressänderung, eine Betragsänderung beim Freistellungsauftrag, der Kontomodellwechsel oder Fragen zur Kontoführung. Sowohl in der Filiale, telefonisch im Service Center, online oder mobil per Smartphone. Die Kunden wollen über alle Kanäle einen umfassenden Service. Daneben wird das Produktangebot erweitert. Die Eröffnung eines Girokontos oder Tagesgeldkontos, die Bestellung einer Kreditkarte oder der Abschluss eines Privatkredites wird ab Herbst 2014 online bei der Sparkasse Celle möglich sein. Zusätzlich werden die Online-Informationsmöglichkeiten zu beratungsintensiven Produkten wie beispielsweise der Baufinanzierung oder der Altersvorsorge erweitert.

Aktuell hat die Sparkasse eine Preisveränderung zum 1.4.2014 umgesetzt. Für private Girokonten berechnet sie ab dem zweiten Quartal keine Überziehungszinsen mehr. Die geduldeten Überziehungszinsen betrugen 4,47 % und werden nun nicht mehr berechnet.

Ertragslage und Ausblick
Axel Lohöfener, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle, blickt besorgt auf die immer noch sehr niedrigen Zinsen. „Die Zinsen erwirtschaften nicht mehr die Inflationsrate und die aus Kapitalerträgen zu zahlenden Steuern. Unter dem Strich bedeutet es eine reale Entwertung des Geldvermögens der Sparer. Und das in einer Zeit, in der private Altersvorsorge ein Gebot der Stunde ist“, erläutert Lohöfener.

Für die Banken führt die Niedrigzinsphase zu niedrigen Margen im Zinsgeschäft. Das kann über das Provisionsgeschäft nur teilweise ausgeglichen werden. Die Erträge gehen also in der Tendenz zurück. Die Kosten gerade bei filialintensiven Banken steigen dagegen eher an. Die Sparkasse hat die Ertragsseite im vergangenen Jahr leicht verbessern können. Dagegen steht ein etwas höherer Anstieg bei den Sachkosten, so dass das ordentliche Geschäftsergebnis leicht unter dem Vorjahresergebnis liegt.

Zurzeit ist die Konjunktur gut. Die Unternehmen und auch die Privatkunden verdienen gut. Damit sind die Abschreibungen im Kreditgeschäft geringer geworden. Vorsorgemaßnahmen aus Vorjahren konnten aufgelöst werden, so dass unter dem Strich keine Abschreibungen im Kreditgeschäft erforderlich waren. Darin spiegelt sich auch die gute Wirtschaftsstruktur im Raum Celle mit seinen überwiegend mittelständischen Betrieben und einer breiten Streuung über die Branchen wider.

Als Bilanzgewinn werden 4,8 Millionen Euro ausgewiesen. An Ertragssteuern hat die Sparkasse rund neun Millionen Euro abgeführt.

Sorgen bereitet Lohöfener die weiter überbordende Bürokratie auf europäischer Ebene. „Dabei spielt es eine große Rolle, dass das Bankensystem in Deutschland mit seinen Genossenschaftsbanken und Sparkassen für Europa untypisch ist. Das führt zu dem Absurdum, dass durch die europäische Aufsicht die stabilisierende Kleinteiligkeit bekämpft wird und Strukturen gefördert werden, die das Risiko eher ansteigen denn kleiner werden lassen. Dem unter dem Stichwort Basel III geforderte Aufbau von weiterem Eigenkapital verschließen wir uns nicht. Es muss allerdings maßvoll geschehen, weil den Sparkassen die Finanzierung mit Eigenkapital über die Kapitalmärkte verschlossen ist. Nicht zu tolerieren sind aber Sicherungssysteme, die auf europäischer Ebene installiert werden sollen und die unsere Sparkasse zu einer jährlichen Zahlung von zwei Millionen Euro verpflichten werden, die aber in erster Linie die Risiken der international tätigen Geschäftsbanken in Europa decken sollen.“

Sponsoring und Regionalstiftung

Dass die Sparkasse nach dem Regionalprinzip lebt, beweist sie auch alljährlich durch die großzügige Förderung von vielen verschiedenen Investitionen, Maßnahmen, Veranstaltungen von Vereinen, Institutionen und Organisationen im gesamten Landkreis Celle, berichtet Ina Rehwinkel von der Sparkasse Celle. 2013 wurden die vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten im sozialen Bereich, in Sport, Kunst und Kultur mit insgesamt 780.000 Euro unterstützt. Allein die Regionalstiftung der Sparkasse Celle fördert jährlich Projekte aus Kultur und Sport mit 500.000 Euro. Der Reinertrag der Lotterie Sparen+Gewinnen ermöglicht die Unterstützung sozialer Vorhaben, woraus in 2013/2014 die Einrichtung von Tablet-(iPad-)Klassen in den Schulen gefördert werden.

PR/Redaktion
Celler Presse

 

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