“Wer liest, wird nicht nur älter sondern auch schlauer”

CELLE. Das Projekt Lese-Experten 2014 der Bibliotheksgesellschaft Celle war im Januar 2014 mit einer begeisternden Auftaktveranstaltung gestartet. 939 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen sowie 904 aus 42 Oberschulklassen haben anschließend teilgenommen. Das sind 50 Prozent der Zielgruppe aus Stadt und Landkreis Celle. Das sollte ein deutscher Rekord sein. Jetzt wurde das Projekt 2014 mit einer Feierstunde abgeschlossen.

Die Bibliotheksgesellschaft veranstaltete das Projekt zum fünften Mal seit 2006. Das Projekt „Lese-Experten 2014“ war für alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in Stadt und Landkreis Celle ausgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe als Jury Bücher zu bewerten. Für den Zeitraum von Januar bis Juni verpflichteten sich die Lese-Experten, mindestens 4 Bücher aus einer Auswahl von 15 neuen Büchern zu lesen und mindestens 3 davon schriftlich zu bewerten. Den Bibliotheken hatte die Bibliotheksgesellschaft die 15 Bücher geschenkt. Die 5. und 6. Klassen der Oberschulen hatten zudem die Möglichkeit, eines der 15 Lese-Experten-Bücher als Klassenlektüre zu lesen. In diesem Fall bekam die Klasse einen Klassensatz dieses Buches geschenkt.

Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Bewertungsbögen in den Bibliotheken abgegeben, und die Oberschulklassen haben die Lesemappen über ihre Klassenlektüre fertiggestellt. Nun fand in der Alten Exerzierhalle in Celle eine zentrale Abschlussveranstaltung statt. Das Projekt Lese-Experten 2014 war wieder außerordentlich erfolgreich. Als Einzelleser haben 939 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Etwa 620 von ihnen haben alle Bedingungen erfüllt und bekommen die Urkunde als Lese-Experte. 42 Oberschulklassen mit insgesamt 904 Schülerinnen und Schülern haben sich ebenfalls beteiligt. Da es in den 5. und 6. Klassen in Stadt und Landkreis etwa 3.500 Schüler gibt, hat das Projekt etwa 50% dieser Jahrgänge erreicht, deutlich mehr als bei den vorherigen Durchgängen.

Die Schülerjury wählte auf den 1. Platz ihrer Bestenliste das Buch „Steinadler“ von John Reynolds Gardiner und auf den 2. Platz die Autorin Grit Poppe mit ihrem Roman „Monty Vampir“. Den 3. Platz teilen sich 4 Autoren: Pascale Chadenat mit „Adrian, die Außerirdischen und ich“, Christine Nöstlinger mit „Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte“, Volker Präkelt und Derek Roczen mit „Mensch, Mammut!“ und schließlich Manfred Theisen“ mit “Nerd forever“. Und dieses Ergebnis wird den Autoren mitgeteilt.

Es wurden die 15 besten Rezensionen zu den Experten-Büchern ausgezeichnet, zu jedem Buch eine, und öffentlich präsentiert (s. anhängende Datei). 10 Klassen aus 3 Gymnasien und 2 Oberschulen erhielten als Anerkennung eine Schreibwerkstatt, eine Theaterwerkstatt oder eine Autorenlesung zugesprochen, weil sie vollzählig oder mit einem besonders hohen Anteil als Lese-Experten erfolgreich waren.

Wie der erste Vorsitzende der Bibliothesgesellschaft, Jürgen Brandes, hervorhob, mache das Lesen das Arbeiten mit Anderen leichter. Darum sei es wichtig, durch das Lesen Erfahrung zu sammeln. Es gehe bei dem Projekt in jedem Fall darum, die Kinder zum Lesen zu bringen. Susanne McDowell, designierte Kulturdezernentin der Stadt Celle, würdigte das große ehrenamtliche Engagement der Bibliotheksgesellschaft mit Dr. Elke Haas als Motor nicht nur für das Projekt, das ein Leuchtturm in der Leselandschaft sei. Lesen könne immer noch ein Abenteuer sein. Susanne McDowell zitierte Astrid Lindgren: “Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken. Darum brauchen Kinder Bücher!”

Die Autorin Nina Weger aus Hannover las aus ihrem Buch “Ein Krokodil taucht ab” und machte neugierig, wie die Geschichte wohl ausgeht. Schulamtsleiter Reinhard Toboll zeigte sich angetan von der Akzeptanz des Projekts. Mit dem Wettbewerb sei ein neuer Raum für das Lesen geschaffen. Toboll: “Lesen bildet ohne sich anzustrengen.”
Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte die Schülerband der Oberschule Lachendorf mit flotten Rhythmen.

Redaktion
Celler Presse
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