Andreas Standop neuer Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Celle

CELLE. Seit Anfang Mai ist Andreas Standop Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Celle. Da die Jobcenter gemeinsame Einrichtungen von Agenturen für Arbeit und Kommunen sind hatten die Träger des Jobcenters, der Landkreis Celle und die Agentur für Arbeit Celle, ihm vorab zum Geschäftsführer bestellt. Er folgt auf Rainer Weber, der bereits zum Jahresende 2013 eine neue Aufgabe bei der Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen in Hannover übernommen hat.

1988 trat Standop als Diplomverwaltungswirt bei der Bundesagentur für Arbeit ein, zuletzt war er als Bereichsleiter und stellvertretender Geschäftsführer im Jobcenter Helmstedt tätig. Er ist 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Seine persönliche Vorstellung nutzte er, um das Jobcenter im Landkreis Celle einmal etwas näher vorzustellen. Dazu nannte er einige prägnante Eckwerte: So sind die etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 10.193 Leistungsempfänger des Arbeitslosengeldes II zuständig. Den Status „arbeitslos“ hatten hiervon mit Stand Ende Mai 4.847 Frauen und Männer aus dem Landkreis Celle.

Bei der Unterscheidung der Zuständigkeiten zwischen der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gelten folgende Kriterien: Für Bezieher von Arbeitslosengeld I (ca. ein Jahr) ist die Arbeitsagentur zuständig, die um eine Wiedereingliederung in das Erwerbsleben bemüht ist. Das Jobcenter kümmert sich um Hartz IV-Empfänger, u .a. die, die nicht mehr Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und nicht vermögend sind. Wer keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld I hat und die Voraussetzungen für Hartz IV nicht erfüllt, wird weiterhin ohne Leistungsbezug von der Arbeitsagentur betreut zur Vermittlung von Arbeit.

Beeindruckend ist die Geldsumme, die im Jahr 2013 das Jobcenter berechnet und zur Auszahlung angewiesen hat, 64 Millionen Euro wurden über das Jahr verteilt ausgezahlt. 30,3 Millionen Euro entfielen auf Arbeitslosengeld II und Sozialgeld, 33,8 Millionen Euro auf Kosten der Unterkunft und Heizung.

„Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass mit dem sozialen Auftrag des Jobcenters eine große Verantwortung einhergeht. Die Gewährung von Leistungen ist ja nur ein Teilaspekt der Aufgaben, die Vermittlung in Arbeit der zweite anspruchsvolle Part. Hier steht ein breites Instrumentarium zu Verfügung, neben der Vermittlung auf freie Arbeitsstellen beispielsweise Arbeitsgelegenheiten, Weiterbildungen oder Eingliederungszuschüsse. Mein persönliches Ziel ist, gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen positiven Beitrag zu der Entwicklung des Arbeitsmarktes im Landkreis Celle zu leisten. Ein wesentliches Handlungsfeld hierbei ist die Fachkräftesicherung, dies wird zukünftig immer mehr in den Fokus rücken. Ein weiteres aktuelles Thema ist die Situation der Alleinerziehenden, für die es immer noch sehr schwer ist, in eine langfristige, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzumünden. Auch Zuwanderung oder die Verfestigung der Arbeitslosigkeit sind Felder mit Handlungsbedarf“, so Standop.

Bereits sehr aktiv sei das Jobcenter in den Bereichen Jugendarbeitslosigkeit und Vermittlung älterer Arbeitnehmer. Das Konzept, bei jungen Erwachsenen eine Erstausbildung nachzuholen habe sich erfolgreich bewährt, und auch das Team „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakt für Ältere“ habe sich in Celle gut etabliert. Auch hier hat Standop einige Zahlen bereit, die die Erfolge der Arbeitsvermittler abbilden. Im Jahr 2013 konnten 2.083 zuvor Arbeitslose eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, 2.884 eine Ausbildung, Qualifizierung oder unterstützende Maßnahme.
Entsprechend fällt auch das Fazit des neuen Geschäftsführers aus: „Wir konnten bereits viel erreichen, es gibt aber weiterhin viel zu tun“ – und Andreas Standop möchte es aktiv angehen.

PR/Redaktion
Celler Presse
Foto: CP

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