Schilder gegen „wilden Müll“ – Für die Müllentsorgung muss derzeit die Allgemeinheit blechen

CELLE. Celle soll sauberer werden! Immer wieder laden Menschen – meist bei Nacht und Nebel, um nicht erwischt zu werden – ihre Abfälle einfach im Wald, an Straßenrändern oder an Containerstandorten ab. Dies stört nicht nur das ästhetische Empfinden des Betrachters, sondern bietet auch ein ideales Futterangebot für Schädlinge wie zum Beispiel Ratten.

Illegale Entsorgung kann, laut Abfallzweckverband, mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro belegt werden. Anzeigen von Augenzeugen sind leider eher die Ausnahme. Wer wild abgelagerten Müll entdeckt, hat also nur die Möglichkeit, es der Straßenreinigung oder dem Abfallzweckverband zu melden, die dann für schnelle Beseitigung sorgen. Mit auffälligen Hinweisschildern will die Stadtverwaltung nunmehr auf diese Missstände aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Sie werden an rund einem Dutzend Standorten des Stadtgebietes aufgestellt, die in der Vergangenheit durch starke Vermüllung aufgefallen sind.

Standorte der Verbotsschilder „Wilde Müllentsorgung“:

–              Allerdeich im Bereich Hospitalwiesen/  Parkplatz, Zu den Hospitalwiesen

–              Parkplatz Stadion

–              Burgzentrum Parkplatz

–              Wietzenbruch Alter Kanal

–              Industriegebiet Westercelle, An der Koppel, Triftweg

–              Vorwerk, Nordfeld

–              Groß Hehlen, Bereich Sportplatz, Am Eichenhain

–              Altenhagen, Am Reiherpfahl

–              Herzog-Ernst Ring, Höhe Stromgeneratoren

–              Parkplatz B 214 (Richtung Hambühren)

–              Parkplatz B 191 (Richtung Lachendorf)

Wie Markus Wiese, Betriebsleiter Straßenbetrieb, bei einem Ortstermin auf dem Parkplatz in der Burgstraße berichtete, werde die Wildmüllablagerung immer schlimmer. Daraufhin wird die Wildmüllbeseitigung nun durch den Straßenreinigungsdienst wahrgenommen. Als weitere Maßnahme werden an mehreren Containerstandorten Verbotsschilder aufgestellt mit dem Hinweis auf die Strafbarkeit. Direkt an den Containern abgeladener Müll muss allerdings von dem Containeraufsteller beseitigt werden, während drumherum die Stadt zuständig ist. Das habe die Folge, so Jens Hanssen, Fachdienstleiter Grün-, Straßen und Friedhofsbetrieb, dass diese Kosten in die Straßenreinigungsgebühren eingerechnet werden und somit die Allgemeinheit dafür bezahlt. Wenn nun ein Verursacher für die illegale Entsorgung ermittelt werden kann, werde dieser belangt wegen einer Ordnungswidrigkeit und zusätzlich mit den Entsorgungskosten belastet.

Harmut Albrecht, Einsatzleiter der Straßenreinigung, hob hervor, dass zwei Personen inclusive Fahrzeug ganztägig damit beschäftigt sind, wöchentlich einmal explizit  Wildmüll zu beseitien. Auf Basis der Betriebsabrechnung 2014 entstehen insgesamt Kosten von circa 800 Euro für den wöchentlichen Einsatz.

Ganz und gar nicht an diesem Ortstermin extra inszeniert: Neben den Containern befanden sich einige Plastiksäcke mit Haushaltsmüll und ein Karton mit leeren Einmachgläsern. Vielleicht gibt ja der Inhalt der Plastiksäcke Hinweise auf den Verursacher her. Ab und zu ist man fündig.

PR/Redaktion
Celler Presse

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