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CIAT in Celle: Turnier für traditionelle Anspannung

Aug 30, 2015

CELLE. Zum sechsten Mal fand das Internationale Turnier für traditionelle Anspannung in Celle statt. Am Wochenende stellten sich 43 Gespanne aus sechs Ländern den internationalen Wertungsrichtern vor dem Celler Schloss. Zwei getrennte Wertungsteams begutachteten kritisch die Pferde, das Geschirr, den Wagen, den Sitz der Geschirre/Gebisse, den Anzug von Fahrer und Groom und den Gesamteindruck. Vor dem Schloss und im Niedersächsischen Landgestüt in Celle fanden sich viele Zuschauern ein, um dem großen CIAT Turnier beizuwohnen.

„Angefangen haben wir vor sechs Jahren mit 400 Zuschauern, und im letzten Jahr waren es 4000“, berichtet der Cheforganisator der Veranstaltung Dr. Günzel Graf von der Schulenburg nicht ohne Stolz angesichts der großen Resonanz in der Bevölkerung. CIAT steht für „Concours International d’Attelage de Tradition“ (InternationalesTurnier für traditionelle Anspannung) und wurde 2010 in Celle erfolgreich gestartet. So gibt es Teilnehmer, die immer wieder gern nach Celle kommen, z. B. Dr. Hans Friedrich Kreuzfeldt, der bereits zum fünften Mal teilnahm und aus Frankreich angereist ist. Hinzu kommt, dass Kreufeldt mit seinem Dos à Dos-Wagen von 1910 in verwandtschaftlicher Verbindung mit dem Hersteller des Wagens steht.

Das Teilnehmerfeld war wieder europäisch besetzt. Teilnehmer aus Belgien, Dänemark, Niederlande, Polen, Schweiz und Deutschland zeigten in verschiedenen Anspannungen historische Wagen, die alle mindestens 100 Jahre alt sind. Der älteste Wagen war ein Vierspänner mit dem Fahrer Ekkert Meinecke, der eine Mail Coach von 1784 präsentierte, gezogen von Hannoveranern. Hans-Jürgen Niemeyer präsentierte einen Einspänner Show-Buggy von 1883 mit der Besonderheit, dass der amerikanische Hersteller ganz präzise die Lebensgeschichte des Gefährts einschließlich der Besitzverhältnisse registriert. Ein interessantes Detail, das nicht auf alle teilnehmenden Wage zutrifft. In der Sonderklasse wurde ein dreispänniger Break von ca. 1900 präsentiert, der den Cellern bekannt vorkommen dürfte. Die Firma Schubotz setzt ihn für Stadtfahrten ein.

Bei der Veranstaltung ging es auch darum, wieder einmal zu zeigen, was eigentlich eine traditionelle Anspannung ist. Denkbar einfach: Wenn man in klassischer Weise Pferde, Maulstiere, Esel oder Ponies an alte Wagen spannt. Traditionelle Anspannung gab es früher im normalen Leben und im Geschäftsverkehr. Das Celler Turnier setzt sich aus mehreren Disziplinen zusammen. Neben der Bewertung bei der Präsentation am Sonnabend – dazu gehörte auch das Verhalten der Pferde – standen am Sonntag dann die Gelände- und Streckenfahrt auf dem Programm. Die Gespanne mussten eine Strecke von 15 km durch die Stadt Celle auf Landstraßen und den Französischen Garten in einer vorgegebenen Zeit fahren. Fünf Gehorsamsprüfungen mussten auf der Strecke vor den Richter absolviert werden. Dieser Prüfungsteil sollte Gehorsam und Ausdauer der Pferde zeigen.

Der Kegelparcours bildete den Abschluss der Prüfungen. Die Teilnehmer mussten ca. 20 Kegelpaare durchfahren, wobei auf jedem Kegel ein Ball lag. Der Parcours musste in jeder Gespannklasse in einer vorgegebenen Zeit absolviert werden. Das Gesamtklassement errechnete sich kombiniert aus den drei Teildisziplinen. Die Platzierungen wurden für die verschiedenen Kategorien ermittelt.

Ponys

 

1. 4 Friedrich Hohwind D 26,63
2. 27 Hugo Livens B 31,98
3. 1 Antje Johannsen D 39,63

Einspänner Pferde

1. 13 Andrzej Szewczyk D 15,08
2. 10 Bert de Mooij NL 22,63
3. 8 Dr. Hans-Friedrich Kreutzfeld D 30,90

Zweispänner Pferde

1. 42 Bernd Schur D 16,25
2. 21 Jacek Janton PL 18,70
3. 18 Marlin Elders NL 19,35

Tandem

1. 2 Geert Bongers NL 16,50
2. 35 Jörg Boßmeyer D 44,18
3. 36 Siegfried Meyer D 49,60

Vierspänner Pferde

1. 41 Matthias Pfeifer D 35,25
2. 38 Henrie Hage DK 39,68

Sonderklasse

1. 44 Jörn Sievers D 93,18

Gesamtbester Teilnehmer

1. 13 Andrzej Szewczyk D 15,08

Stellvertretend für die Helfer erhielt Ralf Bärenroth den offiziellen CIAT Teller als Anerkennung für die erbrachten Leistungen bei den CIAT Turnieren in Celle.

Außerdem ging die Medaille der ANCCE (Spanischer Züchterpreis) an Urbain van de Voorde, der in Celle ein Gespann mit andalusischen Pferden vorstellte.

CIAT – Nations Cup

Germany
Andrzej Szewczyk 15,08
Bernd Schur 16,25
31,33
Netherland
Geert Bongers 16,25
Marlin Elders 19,35
35,85
Belgium
Urbain van de Voorde 22,28
Hugo Livens 31,89
54,17

Redaktion
Celler Presse




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