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Mit “Sue” für mehr Bürgerfreundlichkeit

Sep 24, 2015

CELLE. “Sag’s uns einfach” (Sue) heißt das Zauberwort, mit dem die Stadt Celle die Bürger animieren will, direkt von der Homepage der Stadt (www.celle.de) aus Beschwerden und Fragen vorzubringen. Bereits seit Montag ist der Button auf der Homepage “scharf geschaltet”.

Schon seit zehn Jahren gibt es die Einrichtung “Ideen und Beschwerden” bei der Stadt Celle. Bürger und Bürger konnten und können ihr Anliegen persönlich, telefonisch oder per Mail an das Ideen- und Beschwerdemanagement (Stephanie Bölke und Regina Gaede) herantragen. Bisher wurde das Anliegen “unsichtbar” in einem internen System bearbeitet, das aber entsprach nicht mehr dem Wunsch nach Transparenz der Verwaltungsarbeit. Schon Anfang 2014 ist die Stadt auf “Sag’s uns einfach” (Sue) aufmerksam geworden; das System ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, das den Kommunen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Nach der ersten Präsentation im Jahre 2014 durch die Firma Teleport aus Halle/Saale wurde jedoch deutlich, dass das System noch in den Kinderschuhen steckte und nicht komfortabel war; zu viele Leistungen, die zwingend erforderlich waren, fehlten. Die Stadt Celle hat sich daraufhin als Pilotanwender zur Verfügung gestellt. Im November 2014 fand ein Workshop statt, an dem die Kommunen, die Interesse an dem System signalierten (Heidekreis, Stadt Diepholz, Stadt Syke u. a.) oder es schon nutzten, teilnahmen (Stadt Gifhorn, Stadt Goslar u. a.). Gemeinsam wurden die erforderlichen Funktionen besprochen und angepasst und optimiert.

Mit den modernen Kommunikationsmöglichkeit (Tablet, Smartphone, PC) kann der Bürger nun sein Anliegen vorbringen und auch Bilder anfügen, und er kann den Bearbeitungsstatus verfolgen. Dabei wird größtmöglich Transparenz praktiziert. Die Administratoren entscheiden nach Eingang einer Bürgermitteilung, ob diese öffentlich oder nichtöffentlich zu bearbeiten ist. Das ist eine sorgfältige Abwägung, obwohl der Name des Bürgers in jedem Fall nicht öffentlich gemacht wird; das ist aber auch ein Filter, um einem Missbrauch vorzubeugen. Bei veröffentlichten Anliegen ist für alle sichtbar, was gemeldet wurde. Wie Stephanie Bölke betonte, erhalte der Bürger auch eine persönliche Antwort zu seinem Anliegen.

Mit dem System werde der Kontakt mit der Bevölkerung verbessert, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, da die Möglichkeit bestehe, direkt mit der Stadtverwaltung zu kommunizieren. Dabei gibt es auch die Kategorie: Fragen an den Oberbürgermeister. Neben der Nutzung dieses Programm bietet Oberbürgermeister Mende nach wie vor seine Bürgersprechstunde an.

Das System sei ein weiterer Schritt für mehr Bürgerfreundlichkeit, erläuterte der OB, der auch darauf hinwies, dass weiterhin auch samstags zwischen 10 und 12 Uhr das Bürgerbüro im Neuen Rathaus geöffnet ist, um z. B. den Pass beantragen zu können. Diese Bürgernähe sei ziemlich einmalig und stoße immer wieder auf Erstaunen in seinem Kollegenkreise.

Redaktion
Celler Presse






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