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Rudern gegen den Krebs: fast 25.000 € für Celler Vereine

Dez 8, 2015

CELLE. „In Celle sind die Menschen in allen Bereichen sehr solidarisch“, stellte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende fest angesichts des Ergebnissses. Heute wurde der Erlös aus Celles erster Benefizregatta „Rudern gegen den Krebs“ ausgeschüttet. An der Regatta im September 2015 hatten sich fast 500 Celler aus rund 80 Unternehmen beteiligt. Damit stellte die Regatta – die 70. ihrer Art seit 2005 – auf Anhieb einen bundesweiten Beteiligungsrekord auf.

Die vier Vereinsvorsitzenden Volker Holzberg (Celler Ruderverein), Florian Hupka (Hermann Billung Ruderer), Dr. Albrecht Schmidt-Thrun (Ruderclub Ernestinum-Hölty) und Dr. Manfred Lux vom Onkologischen Forum nahmen dankbar die symbolischen Spendenschecks entgegen. Das Onkologische Forum, zu dessen Gunsten die Regatta veranstaltet worden war, erhielt den Löwenanteil von 21.500 €. Das ist die größte Fördersumme, die wir in diesem Jahr erhalten haben“, so der Sprecher Fritz Gleiß, der die Regatta nach Celle geholt hatte. „Das Geld hilft, unser professionelles Angebot an psychoonkologischer und palliativer Begleitung aufrecht zu erhalten. Daneben wird es einen „Onko-Ruderkurs“, einen neuen Onko-Fitness-Kurs für Männer und weitere Aktivitäten mit bewegungs- und eventuell auch kunsttherapeutischer Wirkung ermöglichen. Seit der Regatta hat sich das bei uns schon viel bewegt“, so Gleiß.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Menschen aktiviert werden konnten“, so der Oberbürgermeister in Erinnerung an die Regatta. „Die Stimmung vor Ort war grandios.“ Und allen habe es großen Spaß gemacht. Mende: „Wir wissen alle, was wir von dem Onkoforum in Celle haben.“

Stefan Gruenewald-Fischer von der Stiftung „Leben mit Krebs“ zeigte sich beeindruckt von der Celler Aktion. Fritz Gleiß habe bei ihm nicht nachgelassen, die Regatta nach Celle zu holen, zudem habe er es geschafft, Leute zu überzeugen. Nachdem es zu dem Projekt anfangs viele Fragezeichen gab, gibt es jetzt nur noch Ausrufezeichen. Was aus der Bevölkerung zurückkomme, sei nur positiv. Das Thema der Krebs-Erkrankung müsse nun aus der Nische herausgeholt werden, um den Angehörigen der Erkrankten eine bessere Lebensqualität zu bieten. Fünf Millionen Erkrankte gebe es aktuell in Deutschland und jährlich 5.000 Neuerkrankungen. „Krebs ist eine Mutmachkrankheit“, so Gruenewald-Fischer. Wie Dr. Manfred Lux, Vorsitzender des Onkologischen Forums e. V., erläuterte, habe im Rahmen der Veranstaltung die Bedeutug des Sports für die Erkrankten zugenommen. Damit könne die Lebenszeit verlängert werden.

Die Zeichen für das Projekt „Rudern gegen den Krebs“ stehen auf Weitermachen. Schon jetzt wird an 2016 gedacht, und eines ist sicher, der Termin wird am 13. August sein und nicht im September wie in diesem Jahr. 112 Mannschaften waren in diesem Jahr am Start, man hofft, noch etwas zulegen zu können, aber die Obergrenze sei 140.

Redaktion
Celler Presse






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