Dr. Jörg Nigge soll neuer Oberbürgermeister von Celle werden

CELLE. Dr. Jörg Nigge soll für die CDU bei der Oberbürgermeister-Wahl am 11. September antreten. „Er ist der perfekte Kandidat und ein echter Glücksfall für die Stadt“, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Alexander Wille. Der 41-jährige Nigge ist in Celle aufgewachsen. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Leitungserfahrung auf Bundes- und Landesebene zeichnen seinen Lebenslauf aus. Nigge freut sich darauf, mit seiner Frau und seinen drei Kindern in seine Heimatstadt Celle zurückzukehren, um ihr als Oberbürgermeister zu dienen.

Die CDU-Spitze hat am Donnerstag ihren Vorschlag für das Amt des Oberbürgermeisters vorgestellt. „Das neue Jahr beginnt für die CDU in Celle optimal“ – so die Spitzen der Partei.
Seine Kompetenz und Qualifikationen hat Jörg Nigge bereits in unterschiedlichen Verwendungen bei der Bundeswehr (zuletzt als Offizier im Generalstab) und beim Hamburger Senat unter Beweis gestellt. In der Hansestadt trägt er die Verantwortung für mehrere komplexe Sonderprojekte. So leitet er u.a. eine Sondereinheit für öffentliche-rechtliche Unterbringung, und hatte zuvor die Leitung eines Sondervermögens im Wert von mehr als 2 Milliarden Euro inne. „Ich bin es gewohnt, dicke Bretter zu bohren“, sagt Nigge, für den Teamfähigkeit und Wertschätzung im Umgang mit Mitarbeitern zu den Prioritäten im Profil eines Behördenleiters gehören.

Diese Qualitäten hat Jörg Nigge bereits in seiner Jugend in Celle entwickelt, sowohl auf dem Hermann-Billung-Gymnasium, wo er 1993 Abitur machte, als auch bei seinen sportlichen Aktivitäten u.a. beim TC Boye und vor allem dem MTV Celle. In seiner Jugend hat er die Entwicklung der Stadt über viele Jahre miterlebt und weiß: „Die Stadt und ihre Verwaltung brauchen eine Spitze, die die Entwicklung nicht nur verwaltet, sondern mit Begeisterung für Celle und die Menschen, die hier leben, voranbringt. Dazu gehört ausgewiesene Kompetenz in Wirtschaft und Finanzen und vor allem der Wille und die Energie, gemeinsam entwickelte Ideen umzusetzen, um die jahrelange Stagnation zu beenden.“

Für Nigge liegt dabei der Fokus auf dem Ziel, mit allen Kräften unabhängig von parteipolitischem Denken die Potenziale Celles zu erschließen und die Stadt weiter zu entwickeln: „Das kleinkarierte Kategoriendenken muss endlich ein Ende haben und alle Kräfte gebündelt werden, um dem einzigen Sachziel, nämliche Celle und seine Menschen, gerecht zu werden.“ Um das nach Jahren der fehlenden Entwicklungen und Entscheidungen umsetzen zu können, hat Nigge klare Vorstellungen: „Klare Ziele, belastbare und aufeinander abgestimmte Strategien und das Wohl unserer Stadt werden stets im Vordergrund meiner politischen Arbeit stehen, nicht parteipolitische Abhängigkeiten und die Koketterie mit der eigenen Bedeutung.“ Die politische Führung im Celler Rathaus stelle sich müde, ideen- und perspektivlos dar so Nigge. „Wir brauchen aber Mut, Ideen und vor allem das gemeinsame Ziehen an einem Strang.“

Jörg Nigge, Vater von zwei jungen Töchtern und einem Sohn, liegt u.a. das Thema Bildung und Familie am Herzen. Dabei sollen alle Generationen und alle Bevölkerungsgruppen im Blickfeld der Gestaltung bleiben. Wichtig ist ihm zu betonen, dass alle relevanten Themen gemeinsam in einer Gesamtstrategie gedacht werden müssen: „Es macht keinen Sinn, Themen immer wieder einzeln anzugehen und durch die Beseitigung eines Problems andere zu forcieren.“ Nigge weiter: „Ich bin es aus meiner beruflichen Erfahrung gewohnt, Situationen sachlich nüchtern zu analysieren und die daraus gewonnenen Erkenntnisse unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen dazu zu verwenden, das Optimum zu erreichen. Dabei möchte ich alle Menschen in Celle einbinden und beteiligen“, so Nigge.

Auch das Verhältnis zwischen Stadt und Kreis liege dem designierten CDU-OB-Kandidaten am Herzen. Das Verhältnis sei derzeit nicht das allerbeste.

Es gebe in der Stadt viele Synergieeffekte, die es zu bündeln gelte, so dass es möglich sei, innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre Überschüsse zu erwirtschaften. Dabei verfolge Nigge keine parteipolitsche Linie.

In Celle nun will Nigge die Zeichen auf Neuanfang stellen und einen Konsens mit allen Fraktionen und gesellschaftlichen Strömungen finden. Die Haushaltssituation bezeichnet Nigge als desaströs. Die Negativentwicklung habe sich in den letzen Jahren verdoppelt. Deshalb sei eine Gesamstrategie für Celle erforderlich. Dabei müssen die Bürger mitgenommen werden und auch die Verwaltung. Nigge: „Ich habe gehört, dass sie in den letzten Jahren nicht gehört wurde, wie es sein müsste.“ Nigge kritisierte die gegenwärtige Strategie der Erhöhung von Gebühren und Steuern. Das führe dazu, dass Firmen aus Celle abwandern. Es müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Steuern überhaupt erhoben werden können. Vor allem dürfe keine Abhängigkeit von einem Industriezweig geschaffen werden. Schon vor Jahren hätte gegengesteuert werden müssen.

Große Bedeutung misst Nigge der Allerinsel zu. Nach diesem Areal würden sich andere Kommunen alle zehn Finger lecken. Die Allerinsel könne zu einem Riesenmagnet für Touristen weiterentwickelt werden.

Bei der heutigen Vorstellung des designierten Kandidaten zeigte die CDU-Spitze Geschlossenheit.
Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete ist sich sicher, dass Nigge viel Herzblut mitbringe und Celle voranbringen werde. Der Ortsverbandsvorsitzende erläuterte, dass die Kandidatensuche bereits Ende 2014 begonnen habe. Nach Festlegung des Anforderungsprofils und der notwendigen Qualifikation habe der Fraktionsvorsitzende Heiko Gevers Jörg Nigge ins Gespräch gebracht. Und für Nigge gebe in allen Gremien der Partei „kräftigen Rückenwind“, so Henning Otte.
„Ich freue mich auf die vielen Begegnungen der kommenden Wochen und Monate“, sagte Nigge. „Das ist eine gute Gelegenheit, um bereits erste Ideen und Anregungen für eine bessere gemeinsame Zukunft unserer Heimatstadt zu diskutieren“.

In den kommenden Wochen wird sich Jörg Nigge in allen Verbänden und Vereinigungen der CDU vorstellen. Die Mitgliederversammlung stimmt anschließend am 3. März 2016 über seine offizielle Nominierung ab.

Redaktion
Celler Presse

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