Flüchtlingssituation: Weichen für Umbau Kaserne Hohe Wende gestellt

CELLE. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende spricht hinsichtlich des Flüchtlingszustroms von einer Atempause. 2016 werde trotz aller diskutierten Begrenzungs-Maßnahmen nicht Schluss sein. Forciert wird nun der Umbau der ehemaligen Britenkaserne an der Hohen Wende. Bis zu 500 Flüchtlinge sollen dort unterkommen. Die Umbaumaßnahmen sollen zügig angegangen werden, so dass bereits im Juli/August die ersten Flüchtlinge einziehen können.

Wie der Oberbürgermeister erläuterte, ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verpflichtet die Kaserne auf Kosten des Bundes zur Verfügung zu stellen und die Erstausstattung zu bezahlen. Der Generalplan sieht umfangreiche Baumaßnahmen vor wie Wände raus und rein, Fußböden, Gemeinschaftsräume. Das alles soll innerhalb von drei Monaten erledigt sein. Die Stadt trete in Vorleistung mit der Herrichtung; das Geld werde von der BImA erstattet. Durch einen Vertrag zunächst auf drei Jahre bestehe eine Sicherheit für das Investment, so dass auf einer verlässlichen Grundlage gehandelt werden könne. Für die Unterbringung der Flüchtlinge erhält die Stadt vom Land 45 € pro Tag und Flüchtling einschließlich der Betreuung.

Mende: „Derzeit haben wir eine deutliche Entspannungssituation.“ Man dürfe sich aber nicht zurücklehnen. Es werde erwartet, dass 2016 die Zahlen wieder steigen. „Und darauf bereiten wir uns vor“, so Mende.

Die aktuellen Flüchtlingszahlen in Celle (heute: 27. Januar) sind in Scheuen 587 und in Wietzenbruch 84. In Wietznbruch läuft die Unterbringung zum 1. März aus. Die Notunterkunft Scheuen – bislang mit maximal 1.000 Flüchtlingen belegt – soll auf 1.400 Plätze ausgebaut werden.

Redaktion
Celler Presse

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