Dirk-Ulrich Mende: „Ja, ich trete wieder an, ich werde erneut um das Amt des Oberbürgermeisters von Celle kandidieren“

Dirk-Ulrich Mende: „Ja, ich trete wieder an, ich werde erneut um das Amt des Oberbürgermeisters von Celle kandidieren“

24. Februar 2016 Aus Von

CELLE. Sehr zuversichtlich präsentierte sich Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende der Presse, um seine Entscheidung mitzuteilen und ergänzte: „Ich bin dabei sehr zuversichtlich, dass ich nicht nur der gegenwärtige sondern auch der künftige Oberbürgermeister von Celle sein werde!“ Am 11. September ist Kommunalwahl und gleichzeitig die Direktwahl für den Oberbürgermeister.

Seine Zuversicht bezieht Mende aus einem durchweg positiven Fazit seiner fast siebenjährigen Amtszeit und verweist auf Erfolge der letzten Jahre. Dazu gehöre auch, dass es beim Tourismus gelungen sei, das lange Tal der zurückgehenden Übernachtungen zu überwinden. Der Tourismus in Celle sei wieder im Kommen. Obwohl die stabile Größe der jahrzehntelang gut besuchten Messen in Hannover weggebrochen ist. Obwohl durch die Sanktionen gegen Russland, die von dort kommenden Messebesucher nicht mehr den Weg nach Hannover und nach Celle nehmen. Das mache deutlich, wie wichtig die Entscheidungen waren, mit der CTM eine eigene Tourismusgesellschaft für die Stadt auf den Weg zu bringen.

Aber auch in anderen Politikfeldern zeigten sich die Erfolge der letzten Jahre. Mende: „Bei den Kindertagesstätten haben wir seit 2009 die Ganztagstagesplätze deutlich ausbauen können. Von 350 Plätzen auf 632 Plätze eine Steigerung von 90 % . Ebenso im Bereich der Plätze für unter Dreijährigen von 226 auf 376 eine Steigerung von 61 %. Das sind Erfolge der Politik der letzten Jahre.“

„Im Bereich der Sportförderung“, so Mende, „haben wir seit meinem Dienstantritt trotz der engen Haushalte alleine über 2,3 Mio € in die Sportstätten investiert.“

Trotz der großen Schwierigkeiten in dem zentralen Wirtschaftsbereich der Stadt, der Bohr- Erdöl und Erdgas Industrie, verlaufe die Wirtschaftsentwicklung insgesamt positiv. Aktuell gebe so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze wie noch nie in Celle. Seit 2010 seien die Arbeitsplätze in Celle von 31.120 auf 35.419 Im Jahr 2015 gestiegen. Das sind 4299 Arbeitsplätze mehr in Celle! Es gebe mit 5191 Gewerbebetrieben so viele Gewerbebetriebe in der Stadt wie noch nie. Die Zahl der Abmeldungen sei im vergangenen Jahr erneut gesunken. „80 % bis 90 % neuer Gewerbebetriebe überstehen das erste Jahr, das ist eine Erfolgsgeschichte! Seit 2009 sind alleine 8,1 Mio € an einzelbetriebliche Investitionsförderungen nach Celle geflossen und wir konnten so über 238 Arbeitsplätze und weitere 51 Ausbildungsplätze sichern. Die Arbeitslosenquote ist im gleichen Zeitraum zurückgegangen. Sie ist mit 9, 3 % immer noch zu hoch und wir werden weiter daran arbeiten“, resumierte der Oberbürgermeister.

Auch die Einrichtung der Zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge sei Teil einer erfolgreichen Arbeit. Hier wurde sehr schnell auf dem CJD Gelände eine Lösung aufgebaut. Das treffe auch zu im Hinblick auf die Hohe Wende und den Vorschlag, dort Flüchtlinge in der städtischen Zuwanderungsagentur unterzubringen und zu qualifizieren. Das treffe aber auch zu bei dem Engagement, den Bahnhof der Stadt so zu entwickeln und auszubauen, dass er einer Stadt wie Celle als würdiges Eingangstor für die Gäste dient. „Ohne die Unterstützung unseres Ehrenbürgers Robert Simon hätte die Deutsche Bahn unseren Bahnhof nicht so umfassend saniert“, räumte Mende ein.

Als Kernpunkte seines Programms für die kommenden Jahre als OB stellte Mende folgende Bereiche vor:

Wirtschaft

Stadtentwicklung

Soziales und Bildung

Sport und Kultur

Finanzen und Verwaltung

Bei der Entwicklung der Wirtschaft gehe es um die gesamte Stadt und nicht nur um den Bereich der Innenstadt. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze habe in den vergangenen Jahren um mehr als 4000 zugenommen. Diesen Anstieg gelte es weiter auszubauen und zu unterstützen. Die Wirtschaftsförderung habe deshalb die Pflege der vorhandenen Unternehmen und Betriebe ganz besonders im Fokus.

Allerdings sei die Stadt und ihre Wirtschaft von der Erdöl- Erdgas- und Bohrbranche geprägt. Gerade die gegenwärtige Krise mache deutlich, wie sehr die Stadt davon abhängig ist. Gut 8000-9000 Arbeitsplätze in der Stadt hängen davon ab, und egal wie gut die Entwicklung auch ist, in der kommenden Wahlperiode müsse ein Zukunftskonzept „Wirtschaftsstandort Celle 2030“ erarbeitet werden. Die Kernfrage werde lauten: „Welche Zukunftstechnologien und Dienstleistungen sichern künftig Wohlstand und Arbeitsplätze in Celle?“

Stadtentwicklung bedeute die weitere Entwicklung und Umsetzung der vorhandenen Pläne zur Allerinsel und im Bereich der Innenentwicklung. Neben diesen Entwicklungen sollen weitere Neubaugebiete auf den Weg gebracht werden. Mende: „Ich werde dabei neue Formen suchen und diese Neubaugebiete nicht mehr ausschließlich in städtischer Regie entwickeln sondern mit Planern und Investoren wie der Volksbank und der Sparkasse zusammenarbeiten, um schneller zum Ziel zu kommen. Nach den mir vorliegenden Erkenntnissen braucht Celle bis zu 850 neue Wohnungen und diese Aussage ist noch getroffen worden, vor der Ankunft der Flüchtlinge.“ Angestrebt werde eine verstärkte Ausrichtung nach Hannover. Celle habe viel zu bieten und solle „Menschen aus der Region hierher locken.“

So will Mende auch daran festhalten, das Hochschulangebot in Celle zu organisieren. Im Bereich Sport und Kultur bleibe es bei der Aussage, dass die Stadt eine Multifunktionssporthalle benötige. Aus demografischen Gründen und als Ersatz für wegfallende Hallenkapazitäten.

Großes Anliegen sei die Haushaltssanierung. Es bleibe dabei: Die Stadt sei in erster Linie Dienstleister für die Einwohnerinnen und Einwohner. Wichtig sei die Ausrichtung nach deren Bedürfnissen, und es müsse alles dafür getan werden, um den Haushalt zu sanieren. Mende: „Dafür sind wir auch darauf angewiesen, dass die für uns entscheidende Öl- und Erdgas-, die Bohrindustrie wieder durchstarten kann.“

Mende hob hervor, nicht nur als Parteigänger zu dienen, sondern ein eigenes Gewicht hervorzubringen in Unabhängigkeit von der Partei

Der Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt erinnerte an die OB-Wahl im Februar 2009, als das ganze Land auf Celle geschaut habe, als hier der CDU-OB abgewählt wurde und im ersten Wahlgang der SPD-Kandidat Dirk-Ulrich Mende die absolute Mehrheit errang. Durch das Votum der Bürger wurde ein Zeichen gesetzt.

PR/Redaktion
Celler Presse





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