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Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und Stadtrat Thomas Bertram verschafften sich einen Eindruck vom Sanierungsfortschritt der ehemaligen Kaserne Hohe Wende

Jul 8, 2016

CELLE. Die Arbeiten für die Zuwanderungsagentur an der Hohen Wende schreiten voran. Deshalb bot die Stadtverwaltung eine Führung über die Baustelle an. Vorgestellt wurden die Arbeiten im Außen- und Innenbereich sowie Grundrisse und ein zeitlicher Ablaufplan. Anschließend standen Wolfgang Schucht (Fachdienstleiter, Stellvertretende Dezernatsleitung und Konversionsbeauftragter der Stadt Celle) und Christoph A. Beeken (Beratender Ingenieur der Fa. bow ingenieure GmbH) für Fragen zur Verfügung.

Zunächst erhielten alle Teilnehmer eine umfassende Führung durch die Gebäude, in denen momentan hauptsächlich Entkernungs- und Sanierungsarbeiten standfinden. „Die Bausubstanz ist aus den 30iger Jahren“ so sagte Wolfgang Schucht. „Es muss zunächst geprüft werden, wie tragfähig z.B. die Decken sind. Dazu werden Kernbohrungen und umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben den eigentlichen Bauarbeiten gab es vorab auch Herausforderungen, was das Management des Projektes betraf. Bauen ist mehr als „nur“ Bauen. Es wurden neben den behördlichen Abläufen nationale Ausschreibungen durchgeführt, aber nicht jede Firma hat ja sofort Zeit, und manchmal hatten wir Schwierigkeiten überhaupt Angebote zu bekommen. Man musste ständig nachhaken.“ Aber es hat geklappt, und momentan arbeiten 15 Gewerke auf dem Gelände. Allein die Grundfläche des umbauten Raumes der 4 Gebäude beträgt 14.500 qm.

„Jeder Tag ist überraschend für uns.“ erläuterte anschließend Christoph A. Beeken. Zudem gebe es auch die Herausforderung, die Räumlichkeiten für ca. 500 Flüchtlinge/Zuwanderer sinnvoll (Einzel- oder Familienunterbringung) zu gestalten, dem Denkmalschutz gerecht zu werden und den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten. „Wo es geht, verwenden wir bestehende und gut erhaltene Bauteile wie z.B. die Holzfenster und Türen, um den Charakter der Gebäude zu erhalten.“ Die Baukosten betragen rund 6 Millionen Euro – finanziert vom Bund –, und der Erstbezug ist für Ende September 2016 geplant.

Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende dankte den Projektverantwortlichen und dem gesamten Team für die bisherige Arbeit: „Ich weiß ja, dass hier in einigen Gebäuden bereits der Schimmel gewütet hat, und wie schwierig es ist, die ganzen Anforderungen zu koordinieren. Sie machen einen wirklich guten Job. Vielen Dank dafür!“.

PR/Redaktion
Celler Presse






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