Machbarkeitsstudie zur Tiefen Geothermie auf gutem Weg: Heizwärme für die Heese
CELLE. Bereits im Dezember 2015 haben die Stadt Celle und neun weitere Projektpartner eine Vereinbarung zur tiefengeothermischen Machbarkeitsstudie unterzeichnet. Sie soll Aufschluss geben, ob die Versorgung des Celler Stadtteils Heese mit tiefengeothermischer Heizwärme möglich sein wird. Seit Januar dieses Jahres ist eine Spezialunternehmen mit der Durchführung befasst. Zunächst soll in der Stufe 1 bis Dezember 2016 die Sammlung geologischer Daten abgeschlossen werden. Danach werde es eine Empfehlung für die weitere Verfahrensweise geben.
Falls die Einschätzung negativ ausfalle, werde das Projekt sofort gestoppt, erläutete heute Wolfgang Genannt vom Verein GeoEnergy, der für die Umsetzung verantwortlich ist. Eine negative Einschätzung sei allerdings kaum zu erwarten. Für Genannt, Vorstandsmitglied des Vereins, wäre die erfolgreiche Umsetzung ein Meilenstein, der das große Potenzial dieser Technologie unterstreichen würde. In einer Bohrtiefe von rund 2.700 Metern wird heißes Tiefengrundwasser zur geothermischen Energieversorgung vermutet. Genannt betont die positiven Umweltaspekte durch eine geothermische Wärmeerschließung. Auch das Potenzial zur Stromerzeugung würde mitgeprüft, sagte Genannt der Celler Presse.
Auch der Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende zeigte sich sicher, dass die Machbarkeitsstudie dem Projekt eine Umsetzbarkeit bescheinigt. Die Versorgung eines Wohngebietes mit Heizwärme aus Tiefer Geothermie wäre bundesweit ein Vorzeigeprojekt, so Mende in der Celler Presse. Neben dem wichtigen städtebaulichen Impuls sieht Mende auch die Festigung der Region Celle als Zentrum für Tiefe Geothermie in der norddeutschen Tiefebene. 250.000 Euro investieren Stadt und Projektpartner in die tiefengeothermische Machbarkeitsstudie. Die Erschließung des Projekts hätte ein Investitionsvolumen von geschätzten 40 Millionen Euro, für die nach positivem Studienergebnis Investoren und Partner gefunden werden müssten.
Mit der Einleitung der zweiten Phase – der Feinplanung – die etwa weitere 10 Monate in Anspruch nehmen wird, wird die Rentabilität untersucht, aber es muss auch gleichzeitig mit der Suche nach Investoren und einem Betreiber begonnen werden. Als Betreiber, so Genannt, kommen natürlich in erster Linie die lokalen Energieversorger.
Redaktion
Celler Presse
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