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Mehr Poetry, weniger Slam – „Raus aus der Schublade – rein ins Ohr!“

Sep 28, 2016

CELLE. Eintritt frei! So hieß es beim 3ten Poetry Slam 50+ im Saal des MehrGenerationen Hauses, Fritzenwiese 46. Eine bunte Mischung aus selbstgeschriebener Lyrik und Prosa wurde von den 12 Teilnehmenden vorgetragen. Dabei kamen jedoch keine Wertungstafeln zum Einsatz, wie es bei Poetry Slams zB „Angeprangert Celle“ üblich ist. Dafür wurde mittels Sanduhr darauf geachtet, dass die Zeitangabe von 5 Minuten nicht überschritten wurde. Als Dank für die Teilnahme bekam jeder Vortragende eine Ausgabe des Buchs „Raus aus der Schublade – rein ins Ohr!“ mit den Texten der vorherigen Veranstaltungen.

Die Akteure des Buchs wurden zu Beginn durch Sabine Hantzko, Senioren- und Pflegestützpunkt Celle, geehrt. Sie moderierte zudem durch den Abend, während Gunna & die Cosmic Radio Band, zwischen den Vorträgen, auf Saxophon und E-Gitarre, spielte. Besonders die entspannte Atmosphäre und die vielfältigen Texte gefielen den Zuschauern, die so zahlreich erschienen, dass immer wieder neue Sitzmöglichkeiten geholt werden mussten.

Die 5 Minuten, die jedem Künstler zur Verfügung standen, wurden mal nachdenklich, mal lustig in Gedicht oder Textform gefüllt. Die Themen waren dabei so unterschiedlich, wie die Teilnehmer-/innen selbst. Sie trugen Texte über die Vergänglichkeit des Herbsts, dem Weg aus dem Alltagsstress in die Gartenfreude und der Vielfältigkeit von Händen vor. Weiterhin hörten die Zuschauer über die Kindheit im Krieg, das Umgehen mit geringer Rente und das Leben der Punkszene. Dieser Text wurde auf Plattdeutsch vorgetragen und ließ einige Zuhörer verwirrt zurück. Danach folgte als generationenübergreifender Auftritt, die Vortragende war erst 23, das Leben mit Lampenfieber. Auch das Alter, das Älterwerden und ein nicht-sterben-könnender Tod fanden den Weg auf die Bühne. Daneben wurden lustige Texte zu Europas Geschichte aus Engelsichtweise und Schutzengeln vorgetragen.

Für die Zuhörer gestaltete sich so eine Lesung, die mit lustigen, nachdenklichen und besinnlichen, teils auswendiggelernten, Darbietungen gespickt und mit Musik untermalt wurde.

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