Collegium Cellense: Jetzt als Kinder-Uni ins Frühjahrs-Semester 2017

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CELLE. Am 12. Februar geht’s los mit einen Collegium Cellense Spezial: „Heckers Hexenküche“, die große Eröffnungsshow für die ganze Familie. Die jungen Studentinnen und Studenten haben mit dem Semesterausweis freien Eintritt (vorher Freikarte in der CD-Kaserne abholen), und Oma, Opa, Nachbarn und wer sonst noch interessiert ist, können eine Karte für 8,90 Euro im Vorverkauf erwerben.

Wie Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne, bei der Vorstellung der sechs weiteren Vorlesungen und einer Exkursion erläuterte, habe man sich bei der Namensgebung angepasst – statt Kinder-Akademie heißt es nun Kinder-Uni, schließlich werde hier wie an einer Universität gearbeitet und die Dozenten sind Professoren. Die Vorlesungen richten sich an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, denen wissenschaftliche Themen, Forschung, Technik, Lebenswelten und Fragestellungen außerschulisch zugänglich gemacht werden. Ab sofort ist der Semesterausweis für 10 Euro in der Verwaltung der CD-Kaserne und bei der Volkshochschule Celle erhältlich.

Die Celler Kinder-Uni „Collegium Cellense“ ist ein Kooperationsprojekt der CD-Kaserne und der Volkshochschule Celle (VHS). Tessa Twele, stellvertretende Leiterin der VHS, zeichnet für das spannende Programm verantwortlich. Wie sie berichtete, habe sie seit 2009 mit der Kinder-Uni zu tun, und in all den Jahren habe es immer neue Veranstaltungen gegeben und keine Wiederholungen. Hier werde die Universität gezeigt, wie sie wirklich ist, vor allem nimmt jedes Kind etwas mit – die Kinder lernen Fragen zu stellen. Dieses außerschulische Lernen, so Kai Thomsen, sei besser als in der Schule. In der Kinder-Uni springe der Funke über, da verstehen Kinder auch Mathe. Man könne beobachten, wie die Kinder von dem Gebotenen begeistert – geflasht – sind. Somit sei der Lerneffekt sehr groß.

Nach dem Auftakt am 12. Februar mit Heckers Hexenküche (16.00 bis ca. 17.30 Uhr) geht es gleich in den Vorlesungsmodus, der den Kindern mit Semesterausweis vorbehalten ist. Am 14. Februar (16.30 bis 17.30 Uhr) heißt es: „Wer siegte bei den antiken Olympischen Spielen?“ Prof. Dr. Kaja Harter-Uibopubu von der Universität Hamburg führt die Kinder 2500 Jahre zurück in das alte Griechenland, und es wird der Frage nachgegangen, ob die Sportler auch damals schon versucht haben, mit unerlaubten Mitteln ihre Leistung zu steigern.

Am 28. Februar (16.30 bis 17.30 Uhr) heißt das Thema „Was ist eigentlich Gentechnik?“ mit Prof. Dr. Rita Gross-Hardt von der Universität Bremen. Ein ganz aktuelles Thema, das gerade durch die Medien gegangen ist, wird am 14. März (16.30 bis 17.30 Uhr) behandelt: „Plastikmüll im Meer“. Dabei wird auch der alltägliche Plastikmüll im Alltag unter die Lupe genommen. Das vermitteln Prof. Dr. Daniel Fischer und Carla Wichmann vom Institut für Umweltkommunikation von der Leuphana Universität Lüneburg. Die Frage, die eigentlich jeden interessiert „Warum geht eigentlich (fast) alles kaputt?“ ist Thema am 28. März (16.30 bis 17.30 Uhr) mit Priv.-Doz. Dr. Martin Bäker von der Technischen Universität Braunschweig.

Am 25. April findet die Exkursion statt. Hierbei handelt es sich um eine besondere Stadtführung erläuterte Tessa Twele. Es soll bei einer Spurensuche vor Ort herausgefunden werden, warum Celle Celle heißt. Dabei soll auch vieles entdeckt werden, was nicht so im Alltag vorkommt. Am 9. Mai (16.30 bis 17.30 Uhr) stellt Prof. Dr. med. Anke Lesinski-Schiedat fest „Gut, dass wir zwei Ohren haben“. Am 23. Mai (16.30 bis 17.30 Uhr) geht es dann in die Schlussrunde: „Wie kommt der Spinat in die Gummibärchen?“ Prof. Dr. Sascha Rohn von der Universität Hamburg weiß das, und danach sollen die Kinder sogar wissen, wie man die begehrten Naschbärchen zu Haus selber herstellen kann. Im Anschluss an diese Vorlesung werden die Zertifikate an die Teilnehmer ausgegeben.

Die Veranstaltungen – außer der Exkursion – finden in der CD-Kaserne statt. Für 10 Euro pauschal für den Semesterausweis können die Kinder an allen Veranstaltungen teilnehmen. Der Besuch einzelner Vorlesungen ist auch ohne Semesterausweis für 2 Euro an der Tageskasse möglich.

Die Kosten für ein Semester betragen ca. 9.000 Euro. Gefördert wird das Projekt durch die Bürgerstiftung mit 3.000 Euro. „Ohne die Bürgerstiftung gäbe es die Kinder-Uni nicht“, stellte Kai Thomsen fest. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Axel Lohöfener, hob hervor, dass die Einrichtung tief in das kulturelle Leben der Stadt eingreife. So sei es ein großes Anliegen, das Thema Bildung zu fördern.

Redaktion
Celler Presse

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