Lichterfest in Eschede erhellt die Gemüter

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ESCHEDE. Der Arbeitskreis für Demokratie und Menschenrechte in Eschede hatte nach der zuvor stattgefundenen Demonstration gegen ein vermeintliches Treffen rechter Gruppierungen auf dem Hof Nahtz noch in die Bahnhofshalle in Eschede geladen. Das Lichterfest für den Frieden wird traditionell zusammen mit der ev.-Luth. Johanniskirchengemeinde Eschede veranstaltet. Besinnlich mit einer Andacht, Speisen und Getränken war es ein schönes Beisammensein.

Viele Bürger haben sich in diesem Jahr wieder viele für das Lichterfest engagiert. Die Bahnhofshalle, direkt neben der Ausstellung, öffnete die Türen für die Teilnehmer des Arbeitskreises für Demokratie und Menschenrechte. Liebevoll wurden alkoholfreier Punsch und belegte Brote vorbereitet, was auch Joachim Krügener, Malies Petersen und Raili Preuß-Haverinen freute, die tatkräftig mit noch weiteren fleißigen Helferinnen und Helfern anfassten.

Bürgermeister Günter Berg erinnerte in seiner Rede an die globalen Konflikte sowie Flucht und Vertreibung. Eindringlich ging auch Pastor Christian Relius auf das Thema ein und brach es auf die Frage „Was macht den Menschen wertvoll?“ herunter. Die Gesellschaft und die Werbung versuchten stets den Menschen einzureden, dass sie nicht perfekt sind. Doch Relius erinnerte: „Gott schuf den Menschen und er sah, dass es gut war“. Dieser Satz ist in unserer heutigen Zeit sehr leise. Wir Menschen sollten sorgsam die Sätze wählen, die wir hören. „Gott misst nicht – er liebt“, schloss Pastor Christian Relius seine Andacht.

Es war in Eschede ein eher kleines Fest, was schon in der eingeschworenen Gemeinschaft familiäre Züge entwickelt hat. Zehn Jahre treffen sie sich schon und freuen sich, wenn auch weitere Bürger sich dem wichtigen gemeinschaftlichen Treffen anschließen. So auch ein gestrandeter Bahnreisender an diesem Abend, der nette Gespräche, Essen, Trunken und sogar eine gesponsorte Fahrkarte bekam.

Damit die Schwedenfackeln und die Teelichter keinen Brand auslösten, war Dennis (13 Jahre) von der Jugendfeuerwehr vor Ort. Er hatte stets ein wachsames Auge auf die Flammen und half auch beim Löschen, nach Veranstaltungsende.

Das Lichterfest hat sich nach der großen Demonstration gegen die Treffen rechter Gruppierungen auf dem Hof Nahtz als eigenständige Veranstaltung entwickelt. Die Demonstration verlief jedoch am Nachmittag nicht wie gedacht, da das vermeintliche Treffen rechten Gruppen an diesem Wochenende nicht stattfand. Die Teilnehmer sind jedoch nicht müde, immer wieder Flagge zu zeigen.

Redaktion
Celler Presse





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