SoVD Celle frustriert über mögliche Schließung des DB- Reisezentrums in Celle

CELLE. Wieder geht ein Stück „Daseinsvorsorge“ und „Barrierefreiheit“ den Bach runter und dies obwohl im Koalitionsvertrag angekündigt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum gestärkt werden soll. Nach Uelzen und Eschede trifft es nun auch Celle. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Wieder sind es wirtschaftliche Gründe, die herhalten müssen für etwas, dass längst beschlossen und mit System betrieben wird. Eine Stärkung des „ländlichen Raums“ sieht sicher anders aus.

Zunehmend schneller blutet er aus> der „ländliche Raum“! Die Schließung von Reisezentren ist für den SoVD ein Schritt in die falsche Richtung und kontraproduktiv. Dies insbesondere auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung und die Teilhabe von mobil eingeschränkten Menschen. Immer wieder müssen wir erleben, dass Daseinsvorsorge nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet wird. Wir denken „Kostendeckung“ darf allein nicht der Grund für eine Schließung solcher Stationen sein. Vielmehr gilt es der Bevölkerung ein Angebot dahingehend zu machen zu machen, dass „Öffentliche Personennahverkehr“ die bessere Alternative zum motorisierten Individuellen Verkehrsmittel „dem Auto“ darstellt. Dazu gehört sicher auch Reisezentren in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken und nicht wie in Celle unattraktiv und kaum auffindbar an sonst schlecht vermietbarer Stelle einzurichten. Dies gilt insbesondere für blinde und sehschwache Menschen, da jegliche Leiteinrichtungen fehlen. Bahn und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) sind jeweils 100%tige Töchter von Bund bzw. Land und umso unverständlicher ist es, dass politisches Wollen nicht umgesetzt werden kann. Auch auf den „Metronom“ ist über die OHE politischer Einfluss durchaus möglich.

Insgesamt erleben wir zunehmend die Aufgabe und Ausdünnung von Servicecentren insbesondere in ländlichen Räumen. Sparkassen, Banken, Krankenkassen, Nahversorger u.a. dünnen ihre Angebote mit dem Hinweis auf zu geringe Nachfrage und zu hohe Kosten aus.

Eine ungute Entwicklung meint der SoVD und ruft Politik und Verwaltungen auf diesem unglücklichen Trend zum Nachteil der Bevölkerung in ländlichen Räumen entgegenzuwirken. „Der SoVD wird alles tun, und bietet jede Unterstützung, um diesem Trend entgegenzuwirken.
„Barrieren im Kopf überwinden“, dass wünscht man sich insbesondere auch bei jenen die Verantwortung für die aufgezeigte ungute Entwicklung tragen“.

Bernd Skoda
Foto: Bernd Skoda

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