Eine starke Beziehung und besondere Verantwortung! – Gäste aus der Partnerstadt Hendrik-Ido-Ambacht in Bergen

BERGEN. „Es ist eine großartige Begegnung, eine breite, nicht alltägliche Delegation und es sind große Themen”, so begrüßte Bergens Bürgermeister Rainer Prokop die 42 Ratsmitglieder und ehrenamtlich im Partnerschaftskomitee aktiven Gäste aus Hendrik-Ido-Ambacht. Rund 30 von ihnen kamen zum ersten Mal nach Bergen. Vom 11. bis 13. April 2019 führten sie Gespräche mit dem Bürgermeister und Bergener Ratsmitgliedern, schauten sich die Hotspots der Stadtentwicklung an, trafen auf dem NATO-Truppenübungsplatz niederländische und deutsche Soldaten aus dem binationalen Panzerbataillon 414, besuchten die Gedenkstätte Bergen-Belsen und lernten Bergens Stadtschreiberin Ariella Kornmehl kennen. Die Bürgermeister übergaben einander Straßenschilder, damit etwas wie „Typisch Bergen” und „Typisch Hendrik-Ido-Ambacht” sichtbar wird auch im öffentlichen Raum.

„Gedenkstätte_2”: Die Bürgermeister Jan Heijkoop und Rainer Prokop am Gedenkstein von Anne und Margot Frank auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen.
„Straßennamensschilder”: Sie werden an prominenten Orten die Partnerschaft im öffentlichen Raum für viele Menschen sichtbar machen

Bürgermeister Jan Heijkoop aus Hendrik-Ido-Ambacht war es wichtig, dass auch die neuen Ratsmitglieder Bergen kennenlernen. „Das ist eine sehr starke und ganz besondere Beziehung, die wir mit Bergen haben. Dass auch immer wieder Jugendliche aus Hendrik-Ido-Ambacht nach Bergen kommen und dann zu Hause über ihre Eindrücke berichten, bestärkt mich in der Verantwortung, der jungen Generation wieder und wieder zu verdeutlichen, dass alles, was im Krieg in Bergen-Belsen geschah, ja mitten in Europa passierte, und sich niemals wiederholen darf.” Spontan lud er Bergens Stadtschreiberin Ariella Kornmehl ein, in Hendrik-Ido-Ambacht im Stadtrat und vor Schülerinnen und Schülern über ihre Bergen-Erfahrungen zu berichten.

„Gedenkstätte_1”: Schweigeminute in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Ähnlich ist beiden Städten ihre besondere Lage, Hendrik-Ido-Ambacht urban kompakt gedrängt zwischen zwei Autobahnen, Bergen gerahmt von Truppenübungsplätzen. Hendrik-Ido-Ambacht (31.000 Einwohner) baut gerade ein neues Hallenbad, eine Grundschule, viele neue Wohnungen und das erste energieautarke Gewerbegebiet der Niederlande. Bergen (14.000 Einwohner) ist mit seinen 12 Dörfern weit in der Fläche und meistert seine Konversionsherausforderungen. André Flach, als stellv. Bürgermeister von Hendrik-Ido-Ambacht verantwortlich für Stadtentwicklung und Wohnen, ist beeindruckt, in welch hohem Tempo Bergen diese für eine Kommune durchaus seltenen Aufgaben löst: „Kompliment, Anerkennung und Bewunderung dafür! Bevölkerungsverluste und Leerstand einerseits, niedrige Zinsen am Immobilienmarkt und Wohnungsdruck aus den Ballungsgebieten andererseits als Chance für neuen Zuzug zu begreifen, sich neu zu erfinden, Geschosswohnungen mutig abzureißen, dort Grünflächen zu gestalten und gleichzeitig Einfamilienhauswohngebiete neu auszuweisen, heute sogar mehr Einwohner zu haben als zuvor – das habt ihr super gemacht!”

„Treffen_Rat”: Starke Beziehung. Die Gäste gemeinsam mit Bergener Freunden, mittig die Bürgermeister Rainer Prokop und Jan Heijkoop mit Ehefrauen und Stadtschreiberin Ariella Kornmehl
„Treffen_414_4.Kompanie”: Die Gäste aus Hendrik-Ido-Ambacht treffen in der Niedersachsen-Kaserne niederländische Soldaten der 4. Kompanie des deutsch-niederländischen Panzerbataillons 414

Viele Gespräche kreisten um Stadtentwicklungsthemen, um Sportleraustausch, um Erinnerungskultur und immer wieder um die junge Generation – dort wie hier. Dass es mit Ariella Kornmehl nun auch einen literarischen Brückenschlag von Bergen zurück in die Niederlande nach Hendrik-Ido-Ambacht geben wird, bereichert die Beziehungen weiter.

PR
Fotos: urbanPR

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