Rechtsexperten der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen halfen 950 Mal – Juristische Hilfe für Handwerker und Reinigungskräfte im Kreis Celle

Landkreis CELLE. Geprellte Löhne, unerlaubte Kündigungen, verwehrte Urlaubstage: Wegen Streitigkeiten im Job waren die Rechtsberater der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen im vergangenen
Jahr stark gefragt. Insgesamt 950 Mal kamen die Juristen der Gewerkschaft in der Region zum Einsatz. „Nicht gezahlte Löhne, fehlende Weihnachts- oder Urlaubszahlung – gerade beim Thema Geld gab es im Landkreis Celle viele Streitfälle. Sie betrafen besonders das
Bau- und Reinigungsgewerbe“, berichtet der IG BAU Bezirksvorsitzende Dieter Großmann.

Immer wieder versuchten Unternehmen, den Tariflohn zu unterschreiten. „Doch wenn die Firma im Arbeitgeberverband und der Mitarbeiter in der Gewerkschaft ist, dann ist eine Bezahlung nach Tarif Pflicht“, erklärt Großmann. Viele Termine der Rechtsexperten gingen zudem auf das Konto von rechtswidrigen Kündigungen und fehlerhaften Hartz-IVBescheiden,
so die IG BAU.

Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten, sich bei Problemen nicht einschüchtern zu lassen. „Ein riesiger Teil illegaler Praktiken kommt nicht ans Licht, weil sich Arbeitnehmer aus Angst vor Krach oder Jobverlust nicht trauen“, so Dieter Großmann. Doch müsse niemand Missstände ertragen. „Wer in einem Betrieb arbeitet, der es mit Recht und Gesetz nicht so genau nimmt, sollte den Rechtsweg gehen – oder sich gleich nach einer
anderen Firma umsehen“, betont Großmann. Angesichts der guten Lage am heimischen Arbeitsmarkt müssten gerade Fachkräfte im Handwerk nicht lange suchen, um einen „sauberen Arbeitgeber“ zu finden.

Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Genauere Infos und Termine gibt es in den IG BAU-Büros Celle (Telefon: 0 51 41 – 9 33 58-12), Peine (Telefon: 0 51 71 – 7 74 60) und Uelzen (Telefon: 05 81 – 3 00 41).

PR
Foto: IG BAU

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